AV-Solidus, Constantinopolis, 5. Offizin; 4,38 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Krone, Speer und Schild//Kreuz auf drei Stufen. DOC 2 c; Sear 1361 A. R Kl. Bearbeitungsstelle am Rand, Überprägungsspuren, kl. Kratzer auf dem Revers, sonst vorzüglich Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen. Exemplar der Auktion Lanz 76, München 1996, Nr. 957; der Auktion Fritz Rudolf Künker 158, Osnabrück 2009, Nr. 1000 und der Auktion Giessener Münzhandlung 190, München 2010, Nr. 584. Aufgrund der Überprägungsspuren auf dem Revers kann der Buchstabe nach der Offizinangabe nicht mit Sicherheit identifiziert werden. Hatte das byzantinische Imperium am Ende der Herrschaft Justinians I. im Jahr 565 nach wie vor eine enorme Ausdehnung, gingen im Zuge der osmanischen Expansion in den Jahren 634 bis 650 zahlreiche Gebiete verloren. Um 700 war das Reich all seiner Besitzungen im nahen Osten und in Nordafrika beraubt. Im Jahr 697 begleitete der Kommadant Apsimaros den Patrikios Johannes, der das vom umayyadischen Kalifen Abd al-Malik eroberte Nordafrika zurückgewinnen sollte. Nach der Ermordung des Johannes wurde Apsimaros als Tiberius III. zum Kaiser ausgerufen. Er brach den Feldzug ab, kehrte nach Constantinopolis zurück, belagerte die Haupstadt und konnte 698 Leontius absetzen. Tiberius III. Regierungszeit war von anhaltenden Kämpfen gegen die Araber geprägt, wobei sein Bruder Heraclius dabei wesentliche militärische Erfolge erzielen konnte. 705 kehrte der vormalige Kaiser Iustinianus II. an die Macht zurück und ließ Leontius und Tiberius III. hinrichten. Grierson, P., Tiberius III., DOC II, 2, 1968, S. 624; Halond, J., The Empire that would not die. The Paradox of Eastern Roman Survival, 640-740, Cambridge/London 2016.
| Estimated price | 600 € |
| Starting bid | 480 € |
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