Catalog - Auction 438

Coins of the Ancient World

From the Topp Collection, Dormagen, the Jürgen and Erika Schmidt Collection, Bovenden, and The Everglades Collection

Results 941-960 of 1078
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Auction 438 - Teil 3 (Lose 776 - 1078)
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BYZANTINE COINS BYZANZ
Lot 941 1
Phocas, 602-610.

AV-Solidus, 607/610, Constantinopolis, 10. Offizin; 4,46 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Krone und Kreuzglobus//Engel steht v. v. mit Christogrammstab und Kreuzglobus. DOC 10 j; Sear 620. Prachtexemplar. Stempelglanz

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 211, München 2013, Nr. 767.

Estimated price
500 €
Starting bid
400 €

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Lot 942 1
Phocas, 602-610.

AV-Solidus, 607/610, Constantinopolis, 10. Offizin; 4,5 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Krone und Kreuzglobus//Engel steht v. v. mit Christogrammstab und Kreuzglobus. DOC 10 j; Sear 620. Winz. Stempelfehler auf dem Revers, Stempelglanz

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 203, München 2012, Nr. 526 und der Auktion Giessener Münzhandlung 228, München 2015, Nr. 747.

Estimated price
600 €
Starting bid
480 €

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Lot 943 1
Phocas, 602-610.

AV-Solidus, 607/610, Constantinopolis, 10. Offizin; 4,47 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Krone und Kreuzglobus//Engel steht v. v. mit Christogrammstab und Kreuzglobus, r. N. DOC 11 c.3; Sear 621. R Prägeschwächen am Rand, winz. Stempelbrüche, sonst Stempelglanz

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Münz Zentrum 161, Solingen-Ohligs 2012, Nr. 781.

Estimated price
600 €
Starting bid
480 €

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Lot 944 1
Phocas, 602-610.

AV-Semissis, 607/610, Constantinopolis. Drapierte Büste r. mit Diadem//Victoria geht r. mit Kranz und Kreuzglobus. DOC 16; Sear 631. R In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS, edge bend (4276361-001). Breiter Schrötling, vorzüglich-Stempelglanz

Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".


Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.

Estimated price
300 €
Starting bid
240 €

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Lot 945 1 Video
Die Revolte der Heraclii, 608-610.

AV-Solidus, unbestimmte Münzstätte; 4,46 g. Büsten des Heraclius, Exarch von Africa, und seines Sohnes Heraclius, des späteren Kaisers v. v., oben Kreuz//Kreuz auf vier Stufen. DOC -; Sear -. Von größter Seltenheit. Scheint unediert. Prägeschwächen, winz. Kratzer, fast vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 270, Osnabrück 2015, Nr. 9104.

Solidi der Heraclii kennt Sear nur aus den Münzstätten Carthago und Alexandria. Ein Solidus aus einer weiteren Münzstätte (möglicherweise einer östlichen Militärmünzstätte) tauchte 1998 in der Auktion Sotheby's New York 7214, Nr. 189 auf. Der Avers dieses Solidus ist mit unserem stempelgleich, weist jedoch eine auf die Konsuln bezogene Reverslegende auf, während unser Stück eine kaiserliche Reverslegende zeigt.

Heraclius der Ältere war Exarch von Africa und ein bedeutender Feldherr. Er war möglicherweise wie sein Sohn und späterer Kaiser Heraclius der Jüngere armenischer Abstammung. Im Jahr 608 revoltierte er gegen den byzantinischen Kaiser Phocas. Aufgrund guter Verbindungen der Heraclii zu dessen Vorgänger Mauricius Tiberius wurde die Revolte als Racheakt für die Usurpation des Phocas getarnt. Auch die drohende Gefahr durch die Sasaniden schwächte die Position des Phocas. Im Jahr 605 konnte der persische König Khusrau II. die wichtige byzantinische Festung von Dara in Nordmesopotamien einnehmen. Die Revolte der Heraclii band die Kräfte des Phocas wiederum dergestalt, daß weitere persische Einfälle in Mesopotamien, Armenien, Syrien und Anatolien leicht möglich waren. Die Ereignisse eröffneten den Langobarden in Italien freiere Hand und ein Friedensvertrag mit Byzanz sicherte dem langobardischen Königreich seine faktische Anerkennung. Nach dem Beginn ihrer Revolte wurden die beiden Heraclii vom Senat in Karthago als erste Privatleute seit der Zeit Justinians I. zu Konsuln ernannt. Dieses Amt wird mit d(ominus) N(oster) ЄRACΛIO CONSVLI BA auch prominent in der Averslegende der seltenenen Solidi betont. Der Ehrentitel consul oder exconsul war allerdings für hohe Beamte im 6. und 7. Jahrhundert nicht unüblich. Zwischen den Köpfen der beiden Herrscher befindet sich ein Kreuz, sonst allerdings keine imperialen Insignien, die ihren Herrschaftsanspruch verdeutlichen. Bereits kurz nach ihrer Erhebung konnten sie Alexandria unter ihre Kontrolle bringen und die Getreidelieferungen nach Konstantinopel wurden eingestellt. Im Jahr 609 unternahm der comes Orientis des Phocas, Bonosus, einen erfolglosen Versuch, Ägypten zurückzuerobern. Der spätbyzantinische Historiograph Nikephorus berichtet von einem Wettrennen zwischen dem jüngeren Heraclius und Nicetas, dem Sohn von Gregorius, dem Bruder des älteren Heraclius, um den byzantinischen Kaiserthron. 610 erreichte Heraclius der Jüngere Konstantinopel, wurde zum neuen Kaiser proklamiert und Phocas hingerichtet. Dazu: Grierson, P., The Consular Coinage of "Heraclius" and the Revolt Against Phocas of 608-610, NC 6. Serie 10.37/38 (1950), S. 71-93; Howard-Johnston, J., The Last Great War of Antiquity, Oxford 2012, S. 37-71; Kaegi, W., Heraclius. Emperor of Byzantium, Cambridge 2003.

Estimated price
15,000 €
Starting bid
12,000 €

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Lot 946 1
Heraclius, 610-641.

AV-Solidus, 610/613, Constantinopolis, 5. Offizin; 4,48 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Helm und Kreuz//Kreuz auf drei Stufen. DOC 3 b; Sear 731. Kl. Kratzer auf dem Revers, vorzüglich-Stempelglanz

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion NGSA 2, Genf 2002, Nr. 171; der Auktion NAC 56, Zürich 2010, Nr. 608; später erworben im August 2014 bei der Giessener Münzhandlung, München.

Estimated price
500 €
Starting bid
400 €

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Lot 947 1
Heraclius, 610-641.

AV-Solidus, 610/613, Constantinopolis, 9. Offizin; 4,45 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Helm und Kreuz//Kreuz auf drei Stufen. DOC 3 c; Sear 731. Leichte Prägeschwächen, sonst Stempelglanz

Exemplar der der Auktion VAuction 269, San Antonio 2011, Nr. 259 und der Auktion Giessener Münzhandlung 207, München 2012, Nr. 784.

Estimated price
600 €
Starting bid
480 €

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Lot 948 1
Heraclius, 610-641.

AV-Solidus, 610/613, Constantinopolis, 5. Offizin; 4,49 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Helm und Kreuz//Kreuz auf drei Stufen. DOC 4; Sear 732. Min. Auflagen, kl. Prüfstelle am Rand, knapp vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Elsen 111, Brüssel 2011, Nr. 456; am 2. März 2012 erworben bei Pater Münzen und Medaillen GmbH, Ense.

Estimated price
400 €
Starting bid
320 €

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Lot 949 1
Heraclius, 610-641 und Heraclius Constantinus.

AV-Solidus, 613/616, Constantinopolis, 8. Offizin; 4,45 g. Beider Büsten v. v. mit verzierten Kronen//Kreuz auf drei Stufen. DOC 8 h; Sear 734. Winz. Kratzer, sonst Stempelglanz

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 215, München 2013, Nr. 1141.

Estimated price
600 €
Starting bid
480 €

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Lot 950 1
Heraclius, 610-641 und Heraclius Constantinus.

AV-Solidus, 613/616, Constantinopolis, 9. Offizin; 4,35 g. Beider Büsten v. v. mit verzierten Kronen//Kreuz auf drei Stufen. DOC 8 i; Sear 734. Kl. Kratzer und leichter Doppelschlag auf dem Revers, fast vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 215, München 2013, Nr. 1142 und der Auktion Giessener Münzhandlung 228, München 2015, Nr. 748.

Estimated price
400 €
Starting bid
320 €

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Lot 951 1
Heraclius, 610-641 und Heraclius Constantinus.

AV-Solidus, 613/616, Constantinopolis, 5. Offizin; 4,43 g. Beider Büsten v. v.//Kreuz auf drei Stufen, im Feld r. N. DOC 9 a; Sear 736. Leichte Prägeschwächen, kl. Kratzer, knapp vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Hirsch Nachf. 306, München 2015, Nr. 2391.

Estimated price
400 €
Starting bid
320 €

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Lot 952 1
Heraclius, 610-641 und Heraclius Constantinus.

AV-Solidus, 613/618, östliche Münzstätte; 4,47 g. Beider Büsten v. v., darüber Kreuz//Kreuz auf drei Stufen. Bendall Typ 4; DOC 187 b (Alexandria); Hahn, MIB 77 (Cyprus); Sear 851 (Jerusalem). R Min. Prägeschwächen am Rand, leichter Doppelschlag auf dem Revers, gutes vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Münz Zentrum 160, Solingen-Ohligs 2011, Nr. 898.

Zur Zuweisung an eine östliche Militärmünzstätte s. Bendall (RN 159, 2003), S. 316 ff.

Estimated price
600 €
Starting bid
480 €

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Lot 953 1
Heraclius, 610-641 und Heraclius Constantinus.

AV-Solidus, 616/625, Constantinopolis, 3. Offizin; 4,47 g. Beider Büsten v. v.//Kreuz auf drei Stufen. DOC 13 c; Sear 738. Stempelglanz

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Erworben im Januar 2012 bei Alain Poinsignon, Straßburg.

Estimated price
600 €
Starting bid
480 €

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Lot 954 1
Heraclius, 610-641 und Heraclius Constantinus.

AV-Solidus, 616/625, Constantinopolis, 5. Offizin; 4,36 g. Beider Büsten v. v.//Kreuz auf drei Stufen. DOC 14 d; Sear 739. Min. Prägeschwäche, kl. Bearbeitungsspuren am Rand, vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Erworben im November 2011 bei der Münzhandlung Ritter, Düsseldorf.

Estimated price
400 €
Starting bid
320 €

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Lot 955 1
Heraclius, 610-641 und Heraclius Constantinus.

AV-Solidus, 626/629, Constantinopolis, 1. Offizin; 4,5 g. Beider Büsten v. v.//Kreuz auf drei Stufen. DOC 20 a; Sear 743. Kl. Henkelspur, fast vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Hirsch Nachf. 306, München 2015, Nr. 2393.

Estimated price
350 €
Starting bid
280 €

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Lot 956 1
Heraclius, 610-641 und Heraclius Constantinus.

AV-Solidus (dick), 627/628 (1. Indiktion?), Carthago; 4,37 g. Beider Büsten v. v.//Kreuz auf zwei Stufen. DOC vergl. 218.2; Sear 867. R Winz. Prüfstelle am Rand, winz. Hitzespur (?) auf dem Revers, gutes sehr schön

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Münz Zentrum 182, Solingen-Ohligs 2017, Nr. 573.

Estimated price
400 €
Starting bid
320 €

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Lot 957 1
Heraclius, 610-641 und Heraclius Constantinus.

AV-Solidus, 629/631, Constantinopolis, 4. Offizin; 4,35 g. Beider Büsten v. v.//Kreuz auf drei Stufen. DOC 26 d; Sear 749. Prägeschwäche am Rand, winz. Kratzer, sehr schön-vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Erworben am 15. Februar 2012 bei der Firma Emporium, Hamburg.

Estimated price
350 €
Starting bid
280 €

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Lot 958 1
Heraclius, 610-641 mit Heraclius Constantinus und Heraclonas.

AV-Solidus, 636/637, Constantinopolis, 10. Offizin; 4,46 g. Drei Kaiser von vorn//Kreuz auf drei Stufen. DOC 36 g; Sear 761. Winz. Kratzer, sehr schön

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Kaiser Heraclius regierte ab 613 zusammen mit seinem Sohn aus erster Ehe, Heraclius Constantinus (Constantinus III.). Heraclonas, sein Sohn aus zweiter Ehe mit Martina, war ab 632 als Caesar und ab 638 auch als Augustus ebenfalls Mitglied des Kaiserkollegiums. Nach Heraclius' Tod am 11. Februar 641 sollten seine Söhne gleichberechtigt über das byzantinische Reich herrschen. Laut antiker Überlieferung soll die Kaiserwitwe Martina versucht haben, den Herrschaftsanspruch ihres Sohnes Heraclonas gegen seinen Halbbruder durchzusetzen. Kurz nach dem Tod des Constantinus III. am 25. Mai 641 machte Heraclonas dessen Sohn Flavios Heraclius (Constans II.) aufgrund des öffentlichen Drucks zum Mitregenten. Gerüchte über einen angeblichen Giftmord an Constantinus III. sowie der wiedererstarkte Monotheletismus, eine christliche Glaubensströumg, die Jesus zwei Naturen, aber nur einen Willen zuschrieb, führten zu Unruhen. Martina und Heraclonas wurden daraufhin im Zuge einer Palastrevolte verstümmelt und nach Rhodos verbannt. Constans II. übernahm im Anschluss die Alleinherrschaft des Imperiums.
Die Dynastiebilder des Heraclius mit allen drei Herrschern zeigen diese im protokollarischen Darstellungsschema, das dem Auftreten der Kaiserfamilie bei wichtigen öffentlichen Zeremonie entsprach. Die Stellung des Hauptkaisers in der Mitte, seines älteren Ko-Regenten rechts daneben und seines wesentlich kleiner dargestellten Mitkaisers links wird durch die Größenverhältnisse deutlich unterstrichen. Münzen unseres Typs zeigen den jüngeren Heraclonas bereits ebenfalls mit Kreuzdiadem und damit als Augustus gekrönt auf der selben Herrschaftsstufe wie sein Bruder. Der gänzliche Verzicht auf eine Nennung des Herrschernamens in der Vorderseitenlegende unterstreicht zusätzlich den dynastischen Gedanken. Dazu: Moore, R. S., Heraclonas, De Imperatoribus Romanis: https://roman-emperors.sites.luc.edu/heraclon.htm (zuletzt aufgerufen am 5. November 2025); Raeder, J., Die byzantinischen Münzen im Kestner - Museum Hannover, Bd. 4, Hannover 1987, S. 36-39.

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400 €
Starting bid
320 €

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Lot 959 1
Heraclius, 610-641 mit Heraclius Constantinus und Heraclonas.

AV-Solidus, 637/638, Constantinopolis, 6. Offizin; 4,47 g. Drei Kaiser stehen v. v.//Kreuz auf drei Stufen. DOC 39 e; Sear 764. Winz. Kratzer, fast vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Hirsch Nachf. 326, München 2017, Nr. 2206 (dort mit weiterer Provenienzangabe).

Kaiser Heraclius regierte ab 613 zusammen mit seinem Sohn aus erster Ehe, Heraclius Constantinus (Constantinus III.). Heraclonas, sein Sohn aus zweiter Ehe mit Martina, war ab 632 als Caesar und ab 638 auch als Augustus ebenfalls Mitglied des Kaiserkollegiums. Nach Heraclius' Tod am 11. Februar 641 sollten seine Söhne gleichberechtigt über das byzantinische Reich herrschen. Laut antiker Überlieferung soll die Kaiserwitwe Martina versucht haben, den Herrschaftsanspruch ihres Sohnes Heraclonas gegen seinen Halbbruder durchzusetzen. Kurz nach dem Tod des Constantinus III. am 25. Mai 641 machte Heraclonas dessen Sohn Flavios Heraclius (Constans II.) aufgrund des öffentlichen Drucks zum Mitregenten. Gerüchte über einen angeblichen Giftmord an Constantinus III. sowie der wiedererstarkte Monotheletismus, eine christliche Glaubensströmung, die Jesus zwei Naturen, aber nur einen Willen zuschrieb, führten zu Unruhen. Martina und Heraclonas wurden daraufhin im Zuge einer Palastrevolte verstümmelt und nach Rhodos verbannt. Constans II. übernahm im Anschluss die Alleinherrschaft des Imperiums.
Die Dynastiebilder des Heraclius mit allen drei Herrschern zeigen diese im protokollarischen Darstellungsschema, das dem Auftreten der Kaiserfamilie bei wichtigen öffentlichen Zeremonien entsprach. Die Stellung des Hauptkaisers in der Mitte, seines älteren Ko-Regenten rechts daneben und seines wesentlich kleiner dargestellten Mitkaisers links wird durch die Größenverhältnisse deutlich unterstrichen. Münzen unseres Typs zeigen den jüngeren Heraclonas bereits ebenfalls mit Kreuzdiadem und damit als Augustus gekrönt auf der selben Herrschaftsstufe wie sein Bruder. Der gänzliche Verzicht auf eine Nennung des Herrschernamens in der Vorderseitenlegende unterstreicht zusätzlich den dynastischen Gedanken. Dazu: Moore, R. S., Heraclonas, De Imperatoribus Romanis: https://roman-emperors.sites.luc.edu/heraclon.htm (zuletzt aufgerufen am 5. November 2025); Raeder, J., Die byzantinischen Münzen im Kestner - Museum Hannover, Bd. 4, Hannover 1987, S. 36-39.

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400 €
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320 €

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Lot 960 1
Heraclius, 610-641 mit Heraclius Constantinus und Heraclonas.

AV-Solidus, 638/639, Constantinopolis, 5. Offizin; 4,48 g. Drei Kaiser stehen v. v.//Kreuz auf Stufen. DOC 41 e; Sear 767. Vorzüglich

Kaiser Heraclius regierte ab 613 zusammen mit seinem Sohn aus erster Ehe, Heraclius Constantinus (Constantinus III.). Heraclonas, sein Sohn aus zweiter Ehe mit Martina, war ab 632 als Caesar und ab 638 auch als Augustus ebenfalls Mitglied des Kaiserkollegiums. Nach Heraclius' Tod am 11. Februar 641 sollten seine Söhne gleichberechtigt über das byzantinische Reich herrschen. Laut antiker Überlieferung soll die Kaiserwitwe Martina versucht haben, den Herrschaftsanspruch ihres Sohnes Heraclonas gegen seinen Halbbruder durchzusetzen. Kurz nach dem Tod des Constantibus III. am 25. Mai 641 machte Heraclonas dessen Sohn  Flavios Heraclius (Constans II.) aufgrund des öffentlichen Drucks zum Mitregenten. Gerüchte über einen angeblichen Giftmord an Constantinus III. sowie der wiedererstarkte Monotheletismus, eine christliche Glaubensströumg, die Jesus zwei Naturen, aber nur einen Willen zuschrieb, führten zu Unruhen. Martina und Heraclonas wurden daraufhin im Zuge einer Palastrevolte verstümmelt und nach Rhodos verbannt. Constans II. übernahm im Anschluss die Alleinherrschaft des Imperiums.
Die Dynastiebilder des Heraclius mit allen drei Herrschern zeigen diese im protokollarischen Darstellungsschema, das dem Auftreten der Kaiserfamilie bei wichtigen öffentlichen Zeremonie entsprach. Die Stellung des Hauptkaisers in der Mitte, seines älteren Ko-Regenten rechts daneben und seines wesentlich kleiner dargestellten Mitkaisers links wird durch die Größenverhältnisse deutlich unterstrichen. Münzen unseres Typs zeigen den jüngeren Heraclonas bereits ebenfalls mit Kreuzdiadem und damit als Augustus gekrönt auf der selben Herrschaftsstufe wie sein Bruder. Der gänzliche Verzicht auf eine Nennung des Herrschernamens in der Vorderseitenlegende unterstreicht zusätzlich den dynastischen Gedanken. Dazu: Moore, R. S., Heraclonas, De Imperatoribus Romanis: https://roman-emperors.sites.luc.edu/heraclon.htm (zuletzt aufgerufen am 5. November 2025); Raeder, J., Die byzantinischen Münzen im Kestner - Museum Hannover, Bd. 4, Hannover 1987, S. 36-39.

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Auction 438, Part 2 (Lots 301 - 775), Part 1 (Lots 1 - 300), Teil 3 (Lose 776 - 1078)
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