El-Stater, 60/25 v. Chr.; 5,37 g. Auge//Pferd l., unten POTTINA. Delestrée/Tache 600; Sillon 4593 ff. R Attraktives Exemplar, gutes sehr schönExemplar der Sammlung Topp, Dormagen.
Erworben 1999.
Im Bellum Gallicum ist die Rede davon, dass eine Reitereinheit der Treverer in der Nervier-Schlacht gegen das Bündnis gallischer Stämme im Jahr 57 v. Chr. zunächst auf römischer Seite stand, dann aber die Flucht ergriff, was eine gewisse Skepsis gegenüber dem Keltenstamm wach rief. Im Jahr 54 v. Chr. kam es zu einer Spaltung des Stammes der Treverer in die Parteien des romtreuen Adeligen Cingetorix und des romfeindlichen Indutiomarus. Caesar unterstützte die prorömische Fraktion und im Winter 54/53 v. Chr. kam es erstmals zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Nach der Beseitigung des Anführers Indutiomarus setzte allerdings dessen Verwandtschaft den Kampf gegen Rom fort und konnte erst im Jahr 53 v. Chr. von drei Legionen unter der Führung des Legaten Titus Labienus geschlagen werden. Nach den Kämpfen gegen Vercingetorix und die gallische Koalition 52 v. Chr. kam es im Treverergebiet 51 v. Chr. erneut zu militärischen Auseinandersetzungen mit Rom. Dabei gelang es dem Feldherren Labienus mit zwei Legionen den Sieg zu erringen und so den treverischen Widerstand zu brechen. Treverische Münzen dieser Zeit wie die Pottina-Prägungen stehen dabei mit ihren Motiven zugleich in gallischer, aber auch in römischer Darstellungstradition. Hornung, S., Eine Episode des Gallischen Krieges auf deutschem Boden? Aktuelle Forschungen im spätrepublikanischen Militärlager von Hermeskeil, Kreis Trier-Saarburg, in: Funde und Ausgrabungen im Bezirk Trier 44 (2012), S. 28-38; Mensching, E., Die Treverer im Jahre 57 v. Chr., in: Latomus 38.4 (1979), S. 902-931.