Auction 433 - Part 1 (Lots 6001 - 6447)
Ended

The Willi Schleer Collection - Roman Provincial Coinage | Coins from the Ancient World, a. o. the Collection of an Ancient Coin Connoisseur, the Collection of a Pharmacist, the Christoph Buchhold Collection, and the Dr. Carl Friedrich Zschucke Collection

GREEK IMPERIALS MYSIA

Lot 6073

Lot 6073

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Estimated price 300 €
Result 420 €

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KYZIKOS. Commodus, 177-192.

Æ-Medaillon, 180/182,

Strategos Naevios Quintos; 43,64 g. Drapierte Büste der Kore Soteira r. mit Ährenkranz//Demeter v. v. mit zwei Fackeln zwischen den beiden Nemeseis von Smyrna. Franke/Nollé 1028 f.; RPC online 747 (temporary number).

Von großer Seltenheit. Etwas korrodiert, schön-sehr schön

Erworben von Franz Javorschek, München.

Es handelt sich um eine pseudo-autonome Prägung aus Kyzikos (in Homonoia mit Smyrna), die statt des Porträts eines Familienmitgliedes des Kaiserhauses eine Büste der Kore Soteira zeigt. Kore bzw. Persephone war, so die mythologische Überlieferung, nachdem sie Kyzikos gegründet hatte, von dort entführt worden und soll die Stadt im Anschluss als Mitgift von Zeus erhalten haben. Auf dieser Grundlage entwickelte sich bereits im 5./4. Jahrhundert v. Chr. die Praxis, ihren Kopf auf Münzen der Stadt darzustellen. Das Epithet ΣΟΤΕΙΡΑ, das durch die Legenden bezeugt ist, bedeutet "Retterin" und bezieht sich möglicherweise ebenfalls auf einen Mythos, nach dem Kore Kyzikos vor den Giganten beschützte. Siehe hierzu K. Martin, Zum Kult der Kore Soteira im kaiserzeitlichen Kyzikos, in: E. Schwertheim/E. Winter (Hrsg.), Religon und Region. Götter und Kulte aus dem östlichen Mittelmeerraum, Bonn 2003, S. 115-158.