Auction 433 - Part 3 (Lots 6730 - 7183)
Ended

The Willi Schleer Collection - Roman Provincial Coinage | Coins from the Ancient World, a. o. the Collection of an Ancient Coin Connoisseur, the Collection of a Pharmacist, the Christoph Buchhold Collection, and the Dr. Carl Friedrich Zschucke Collection

ROMAN COINS MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

Lot 6896

Lot 6896

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Estimated price 150 €
Result 420 €

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Postumus, 260-268.

Æ-Doppelsesterz, 260/261, Treveri oder Colonia; 19,85 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Galeere (navis lusoria) l. Bastien 87 (Colonia, 261); Elmer 243; RIC² 93 (Treveri, 260/261). Grünbraune Patina, min. korrodiert (vor allem der Revers), vorzüglich/sehr schön

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Peus Nachf. 403, Frankfurt am Main 2011, Nr. 977.

Die Naves lusoriae wurden Mitte des 3. Jahrhunderts eingeführt. Die sehr schlanken und flachgehenden Schiffe wurden bis in die Spätantike in römischen Flußflotten eingesetzt und spielten militärisch eine bedeutende Rolle. So gelangte Julianus II. Apostata im Bürgerkrieg gegen Constantius II. mit 3000 Mann in nur elf Tagen von Ulm nach Sirmium - dies bedeutet, daß bei 30 Ruderern und 20 Mann Zuladung der Kaiser die Fahrt mit 60 Naves lusoriae unternahm. Einer der größten Vorteile dieses Schifftyps war ja, daß er nur eine minimale Zeit der Einweisung benötigte und daher mit regulären Landtruppen bemannt wurde. Anhand der in Mainz gefundenen Naves lusoriae wurde 2004 an der Universität Regensburg eine Lusoria nachgebaut, siehe Ferkel/Konen/Schäfer, Navis Lusoria. Ein Römerschiff in Regensburg, St. Katharinen 2004. Postumus propagierte diesen Schiffstyp auf seinen Münzen in ungewöhnlicher Weise.