The Dr. W. R. Collection Part 10 – The 3rd Century from Macrinus to Julian of Pannonia (217-285 AD)
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AR-Denar, März/April 238, Rom; 3,22 g.
Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Securitas sitzt l. mit Zepter.
BMC 11; Coh. 10; RIC 5. RR Feine Tönung, vorzüglichExemplar der Auktion NFA XXVII, New York 1991, Nr. 162 und der Auktion Sternberg XXXII, Zürich 1996, Nr. 697.
Vermutlich unter dem Eindruck der zunehmend drückenden Steuerlast durch Maximinus I. Thrax erhob sich 238 eine Revolte gegen den Prokurator der Provinz Africa Proconsularis. Nach dem erfolgreichen Coup entschieden sich die Verschwörer für die Akklamation eines Usurpators gegen den amtierenden Kaiser. Dafür wählten sie M. Antonius Gordianus Sempronianus. Dieser konnte auf eine lange politische Karriere zurückblicken und hatte u. a. als Statthalter in Britannia Inferior gewirkt.
Ungewöhnlich war, dass der Senat Maximinus I. rasch zum Staatsfeind erklärte, die Usurpation Gordians I. anerkannte und entgegen aller Erwartungen seinen gleichnamigen Sohn, Gordianus II., zu seinem Mitregenten ernannte. Die Herrschaft der beiden Gordiane währte indes nur 20 Tage. Der Statthalter der Provinz Numidia, Capelianus, ein ehemaliger Sympathisant mit Maximinus I., zog mit seinen Truppen gegen den unerfahrenen Gordianus II. und besiegte diesen. Als Gordianus I. vom Tod seines Sohnes erfuhr, wählte er den Freitod. Siehe hierzu M. Scholler, Legitimization strategies of Gordian III, Sapiens Ubique Civis 4, 2023, S. 217-234.
