eLive Premium Auction 435
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The Collection Dr Carl Friedrich Zschucke - Coins from the ancient world with a focus on coins from the Gallic Empire and the Trier mint

GREEK COINS CARIA

Lot 9124

Lot 9124

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Estimated price 200 €
Result 200 €

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KOS.

AR-Didrachme, 345/340 v. Chr.,

Magistrat Ma(...); 6,18 g. Herakleskopf im Löwenfell r.//Weiblicher Kopf l. mit Schleier.

Ashton u. a., The Pixodaros Hoard 14; Historia Numorum Online 1176 (temporary number); Hoover 1305; Ingvaldsen IV. Issue, (O-/R 8). Min. korrodiert, winz. Schrötlingsriß, sonst sehr schön

Exemplar der Sammlung Karl, Auktion Lanz 131, München 2006, Nr. 351.

In der Vergangenheit wurde mehrfach versucht, die dargestellten Personen als Maussolos und dessen Gattin, Artemisia, zu identifizieren. Hierin zeigt sich jedoch nur der Wunsch, ein schlüssiges Narrativ zwischen historischen Entwicklungen und Münzprägung zu entwickeln. Die Interpretation des Averses als Herakles ist hinsichtlich der mythischen Verknüpfung zwischen Kos und dem Heros sowie der bezeugten religiösen Kulte auf Kos deutlich schlüssiger. Hinsichtlich des Reverses existieren ebenfalls keine Anhaltspunkte, die individuelle Porträtzüge vermuten lassen. Vielmehr wäre es ein singulärer Einzelfall, dass eine Polis in klassischer Zeit eine (Co-)Regentin auf ihren Münzen darstellte, noch dazu in Angleichung an eine Göttin. Sicher ist indes, dass der weibliche Kopf einem ikonografischen Typ entsprach, den die Menschen auf Kos innerhalb ihres sozio-religiösen Kontextes deuten konnten, den wir heute jedoch (noch) nicht begreifen. Plausibilisieren lässt sich allerdings vor dem Hintergrund des religiösen Lebens auf Kos eine Identifikation als Demeter. Siehe hierzu Ingvaldsen, Hakon, Cos - Coinage and Society. The chronology and function of a city-state coinage in the Classical and Hellenistic period, c.390 - c.170 BC, Oslo 2002, S. 64-65 und 69-70.