The Dr. W. R. Collection Part 10 – The 3rd Century from Macrinus to Julian of Pannonia (217-285 AD)
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Æs, 239, Ikonion (Lycaonia); 29,17 g.
Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Kaiser reitet r. und schleudert Speer auf gefallenen Perser, im Abschnitt Harpa.
RPC online 2768.3 (dies Exemplar). Von großer Seltenheit. Min. korrodiert, kl. Kratzer auf dem Revers, sehr schön-vorzüglichExemplar der Auktion Roma Numismatics 3, London 2012, Nr. 521.
Im Angesicht des stetig vorrückenden Persers Shapur I. entschloss sich Gordianus einen neuerlichen Perserfeldzug zu unternehmen, der ihn u. a. nach Antiochia ad Pisidiam und Ikonion führte. Die enge Verbindung beider Städte in Bezug auf die Durchreise des Kaisers zeigt sich sowohl in der teils übereinstimmenden Motivauswahl der Münzen aus dieser Zeit als auch in der Verwendung identischer Rückseitenstempel. Hans-Christoph von Mosch beschreibt anhand der überführten Reversstempel den Weg des Kaisers als von Ikonion kommend nach Antiochia ad Pisidam ziehend und datiert das hiesige Stück in das Jahr 239. Als Anlass sieht von Mosch aufgrund der ausgewählten Motive die siegreiche Rückkehr des Kaisers. Das heißt, es handelte sich zweifellos um den ersten Perserfeldzug des Kaisers. Siehe hierzu H.-C. von Mosch, Perseus und Andromeda (vormals) in Ikonion. Bilder der 'Bilderstadt' und ein Besuch Gordians III. im Jahre 239/40, in: M. Nollé et al. (Hrsg.), Panegyrikoi Logoi, Bonn 2019, S. 489-568, bes. S. 530-533.
