The Dr. W. R. Collection Part 10 – The 3rd Century from Macrinus to Julian of Pannonia (217-285 AD)
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Æs, 260/261 (?), Antiocheia pros Maiandro (Caria); 22,23 g.
Gepanzerte Büste l. mit Helm, Strahlenbinde, Speer und Schild//Brücke von Antiochia über den Mäander, darauf lagert der Flussgott Maiandros l. mit Schilf und Füllhorn, l. Storch.
RPC online ID 60041 (unassigned, dies Exemplar erwähnt). R Leichte Prägeschwächen, gutes sehr schönExemplar der Auktion Helios 7, München 2011, Nr. 132 und der Sammlung E. L., Auktion Giessener Münzhandlung 265, München 2019, Nr. 1002.
Auf dem Revers dieser Münze ist neben dem lagernden Flussgott auch die reale Architektur einer Brücke über den Mäander dargestellt. Dieses Bauwerk existierte bereits in der frühen Kaiserzeit, fand jedoch erst im 3. Jahrhundert Eingang in die Münzprägung. Bezeichnend ist dabei, dass Gallienus diesen Typ nur für sich selbst und ausschließlich mit Helm, Schild und Speer prägen ließ. Der eindeutig militärische Kontext bezieht sich vermutlich auf die Offensiven gegen die Perser, die nach der Gefangennahme Valerianus' durch Shapur I. unternommen wurden. Die Brücke in Antiochia war dabei die schnellste Verbindung, um Truppen aber auch Versorgungsmaterial ins Innere Kleinasiens zu bringen. Siehe hierzu J. Nollé, Beiträge zur kleinasiatischen Münzkunde und Geschichte 6-9. 8. Die Brücke von Antiocheia am Mäander, Gephyra 6, 2010, S. 29-47, bes. S. 29-32.
