The Dr. W. R. Collection Part 10 – The 3rd Century from Macrinus to Julian of Pannonia (217-285 AD)
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AR-Denar, 220/222, Rom; 3,51 g.
Drapierte Büste r.//Concordia steht l. mit Doppelfüllhorn und opfert über Altar, dahinter Stern.
BMC 184; Coh. 2; RIC 226. Feine Tönung, vorzüglich/vorzüglich-StempelglanzExemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 60, München 1992, Nr. 493.
Aquilia Severa war die zweite und vierte Ehefrau Elagabals. Zum Zeitpunkt der ersten Eheschließung 220 war Aquilia Vestalin und damit zur Ehelosigkeit verpflichtet. Elagabal setzte sich jedoch darüber hinweg und schürte die Ablehnung seiner Person durch die römische Bevölkerung. Für ihn selbst war die Hochzeit vermutlich religiös motiviert. Elagabal verstand sich selbst als Priester des aus Syrien stammenden Elagabal-Kults. Infolgedessen erschien ihm die Ehe mit einer Priesterin die einzige Möglichkeit zu sein, standesgemäße Nachkommen zu zeugen. Dennoch gab er 221 zunächst dem Druck der Öffentlichkeit nach und ließ sich von Aquilia scheiden. Anschließend heiratete er Annia Faustina. Wenige Monate später beendete er allerdings auch diese Ehe und kehrte zu Aquilia zurück. Siehe hierzu C. Rowan, The Public Image of the Severan Women, Papers of the British School at Rome 79, 2011, S. 241-273, bes. S. 258-261.
