The Dr. W. R. Collection Part 10 – The 3rd Century from Macrinus to Julian of Pannonia (217-285 AD)
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AR-Antoninian, Rom; 3,12 g.
Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Dacia steht l. mit Eselszepter. Coh. 16; RIC 12 b. Dazu vier weitere Prägungen dieses Herrschers: mit den zwei Pannoniae (RIC 23), Abundantia, die ihr Füllhorn leert (RIC 10 b), eine Tetradrachme aus Antiochia mit Adler r. auf Palmzweig (RPC 1708) sowie ein Antoninian mit Herennius und den Priestergerätschaften (RIC 143).
5 Stück. Meist vorzüglicha) erworben im Oktober 1989 bei der Firma Aufhäuser, München; b) Exemplar der Auktion Münz Zentrum 72, Köln 1991, Nr. 1633; c) Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 46, München 1989, Nr. 705; d) Exemplar der Auktion Bankhaus Aufhäuser 12, München 1996, Nr. 672; e) erworben im März 1974 aus dem Lager der Firma Beckenbauer.
Für gewöhnlich wird der Gegenstand, den Dacia auf dem Revers hält, als Eselszepter bezeichnet. Vermutlich im 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. wurde im römischen Heer die Drachenfahne (draco) eingeführt, ein Feldzeichen in Gestalt eines Drachens aus farbigem Stoff, welches auf einer Stange getragen, bei schneller Bewegung vom Wind unter Zischen aufgeblasen wurde. Dieses Feldzeichen wird u. a. bei Hist. Aug. Gallien. 8, 6 erwähnt. Möglicherweise ist das vermeintliche Eselszepter eine solche Drachenfahne. Die Daker verwendeten jedenfalls den Draco.
