Münzen und Medaillen aus Mittelalter und Neuzeit, u.a. Spezialsammlung Malta
Deutsche Münzen ab 1871
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Silbermedaille 1721, von S. Kölescheri. Ausbeute der Goldgruben bei Salzburg in Siebenbürgen, gewidmet von Damian Hugo Graf von Virmondt als kaiserlichem Statthalter in Siebenbürgen seiner Tochter Maria Anna. Dreifach behelmtes Familienwappen//Acht Zeilen Schrift. 37,81 mm; 21,85 g. Müseler 71.11; Resch 134. Von größter Seltenheit. Feine Patina, winz. Randfehler, sehr schön +
Damian Hugo Franz Adrian Anton von Viermund zu Neersen, geboren 1666 auf Schloss Herten in Westfalen und verstorben 1722 in Hermannstadt, entstammte dem niederrheinischen Adel. Während der Türkenkriege zeichnete er sich durch besondere Verdienste aus und wurde dafür in den Reichsgrafenstand erhoben. Nach seiner Rückkehr nach Wien ernannte man ihn 1721 zum kommandierenden General in Siebenbürgen sowie in der kaiserlichen Walachei. Von Viermund hatte zwei Töchter: Maria Ludovica (auch Marie Louise genannt), die mit Graf Johann Hermann Franz von Nesselrode-Landscron verheiratet war, und Maria Anna (1710–1731), der die hier erwähnte Medaille gewidmet ist. Nach dem Tod ihres Vaters erbte sie als Alleinerbin dessen gesamten Besitz. Zu diesem zählten unter anderem Anteile am Gericht Viermünden in Hessen. Die Ansprüche auf diesen hessischen Besitz führten über viele Jahre zu Auseinandersetzungen mit der Verwaltung der kurhessischen Landesherren. Diese Streitigkeiten zogen sich über 182 Jahre hin, ohne abschließend geklärt zu werden – erst mit dem Tod des letzten Anspruchsberechtigten, Ambrosius Franz, im Jahr 1744 endete der Streit endgültig.
