Auction 428 - Part 2 (Lots 1307 - 1654)
Ended

Münzen und Medaillen aus Mittelalter und Neuzeit, u.a. Spezialsammlung Malta

Deutsche Münzen ab 1871

DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN LANDAU

Lot 1498

Lot 1498

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Estimated price 750 €
Result 1,400 €

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STADT Belagerung durch die kaiserlichen Truppen.

Einseitige Klippe zu 2 Livres und 2 Sous 170[2], geprägt während der Belagerung durch kaiserliche Truppen unter der Führung Ludwigs von Baden (Türkenlouis) im Spanischen Erbfolgekrieg, gefertigt im Auftrag des französischen Generals V. Mélac aus seinem Tafelsilber. 10,85 g. Französischer Goldschmied. Behelmtes, zweifeldiges Wappen des Generals, darunter drei Lilien, daneben Wertstempel (II Livre), darunter Stempel mit Ort und Jahr, darüber einpunziert II S, umher acht Lilienpunzen, als Kontrollzeichen zum Schutz vor Beschneidung der Randzonen. Brause-Mansfeld vgl. Tf. 15, 9; Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.1.10.3. RR Sehr schön

Im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714) wurde die ehemalige Reichsstadt Landau, die seit dem Westfälischen Frieden von 1648 unter französischem Schutz stand, insgesamt viermal belagert: 1702 wurde sie vom kaiserlichen Oberbefehlshaber Ludwig von Baden (genannt Türkenlouis) besetzt, 1703 nach einem Plan des französischen Festungsbaumeister Vauban, der Landau in den Jahren 1688-1691 befestigt hatte und daher die Schwachstellen der Fortifikation genau kannte, durch Tallart zurückerobert. 1704 setzte sich wiederum der Türkenlouis in den Besitz der Festung, diesmal unterstützt durch Prinz Eugen von Savoyen und den englischen Heerführer Marlborough. Im Jahr 1713 wurde Landau dem als Gouverneur eingesetzten Carl Alexander von Württemberg erneut von französischen Truppen entrissen, bevor die Festung diesem im Frieden von Rastatt 1714 zugesprochen wurde.