Münzen und Medaillen aus Mittelalter und Neuzeit, u.a. Spezialsammlung Malta
Deutsche Münzen ab 1871
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| Estimated price | 600 € |
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1/4 Talerklippe 1529, geprägt während der Belagerung der Stadt Wien durch die Türken. 6,81 g. Gekröntes Wappen, l. Bindenschild, r. Burgunder Wappen, unten das Wappen der Steiermark//Sieben Zeilen Schrift. Brause-Mansfeld Tf. 42, 4; Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.2.2.12; Markl 291. R Feine Patina, gestopftes Loch, sehr schön
Exemplar der Auktion H. D. Rauch 87, Wien 2010, Nr. 3243.
Der Tod des ungarischen Königs Ludwig II. nach der gegen die Osmanen verlorenen Schlacht bei Mohacs am 29. August 1526 führte zur vertraglich vorgesehenen Nachfolge des Habsburgers Ferdinand. Im Oktober 1526 wurde er in Prag zum König von Böhmen gewählt, im Dezember folgte seine Wahl zum König von Ungarn. Gegen Ferdinand hatte sich im Oktober Johann Zapolya zum ungarischen König ausrufen lassen. Er war jedoch gezwungen, vor den habsburgischen Truppen nach Polen zu fliehen, wo er Beziehungen zum osmanischen Sultan knüpfen konnte. Der Sultan drang nach Ungarn ein und ließ am 14. September 1529 Zapolya in Ofen zum ungarischen König krönen. Daraufhin zog Sultan Süleyman II. 1529 von Ungarn aus mit einem 250.000 Soldaten starken Heer und 300 Kanonen vor die Tore Wiens, um die Stadt zu erobern. Nachschubprobleme und die vehemente Gegenwehr der aus 16.000 Soldaten und 5.000 Bürgern bestehenden Verteidigerschar unter dem Kommando von Nicolaus von Salm bewogen den Sultan indes, nach nur 20 Tagen am 15. Oktober die Belagerung aufzuheben. In der Stadt kam Belagerungsgeld in Klippenform in Verkehr, das aus eingeschmolzenen goldenen und silbernen Gerätschaften gefertigt worden war.
