eLive Premium Auction 431 - Day 2 (Lots 4528 - 5014)
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Münzen und Medaillen von Salzburg - Die Sammlung Gerhard Lambert

MÜNZEN UND MEDAILLEN VON SALZBURG DIE SAMMLUNG GERHARD LAMBERT DIE GEISTLICHKEIT IN DEN HABSBURGISCHEN ERBLANDEN

Lot 4840

Lot 4840

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SALZBURG, ERZBISTUM Sigismund III. von Schrattenbach, 1753-1771.

Zinngußmedaille 1753, von F. Matzenkopf, auf die Konsekration. Hl. Rupert sitzt vor einem Altar zwischen zwei Messdienern und tauft den vor ihm knieenden Herzog Theodo von Bayern, unten Signatur, im Abschnitt Wappen//CUIQUE SUUM Hl. Virgil steht unter Bögen und fordert drei Arbeiter auf, ihren Lohn aus einer auf einem Tisch stehenden Schüssel zu entnehmen. 55,31 mm; 39,24 g. Probszt -; Zöttl 2953. R Vorzüglich

Exemplar der Auktion Numismatik Zöttl 14, Wien 2022, Nr. 893.

Sigismund von Schrattenbach, geboren 1698, entstammte dem steirischen Zweig seiner Familie. Erst am 13. Tag des Wahlganges hatte man sich auf ihn, den bisherigen Domdechanten, geeinigt, der keineswegs der tüchtigste war, wenn er auch den besten Willen mitbrachte. Durch seine besondere mönchartige Frömmigkeit erregte er das Mißfallen jener, die schon der erwachenden Aufklärung zugeneigt waren. Er betete stundenlang mit seinem Hofstaat den Rosenkranz. In Salzburg gründete er ein Zucht- und Arbeitshaus sowie zwei Waisenhäuser. Er förderte auch den Bergbau, der unter ihm eine schwache Nachblüte erlebte. Sigismund konnte aber nicht die schwere Finanzkrise beheben, in der sich sein Land befand. Der Haushalt wurde noch zusätzlich durch einen Beitrag von 18.000 Gulden an den österreichischen Kosten des Siebenjährigen Krieges und durch eine pauschale, von Preußen durchgesetzte Entschädigung von Emigrantenguthaben in Höhe von 30.000 Gulden belastet. Das Stadtbild bereicherte er durch zwei eigenartige Werke: das Sigismundtor (Neutor), eine kühne technische Leistung. weil es den Mönchsberg durchstieß, und die Marienstatue auf dem Domplatz. Als großer Theaterfreund förderte er auch den kleinen Mozart, dem er seine erste Reise nach Italien ermöglichte und überhaupt den Grundstein zu dessen Karriere legte. Am 16. Dezember 1771 starb der Erzbischof an einer Nierenblutung.