eLive Premium Auction 431 - Day 1 (Lots 4001 - 4527)
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Münzen und Medaillen von Salzburg - Die Sammlung Gerhard Lambert

MÜNZEN UND MEDAILLEN VON SALZBURG DIE SAMMLUNG GERHARD LAMBERT DIE GEISTLICHKEIT IN DEN HABSBURGISCHEN ERBLANDEN

Lot 4513

Lot 4513

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Estimated price 500 €
Result 625 €

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SALZBURG, ERZBISTUM Guidobald von Thun und Hohenstein, 1654-1668.

Ovale Zinnmedaille 1654, von G. Pfründt, auf seine Wahl. Brustbild r. in geistlichem Ornat//Fascesbündel mt Blitzen, r. Eichenzweig. 40,45 x 33,66 mm; 20,12 g. Probszt -; Zöttl 1790 (Typ 2b). Von größter Seltenheit. Kratzer im Rand, kl. Stempelfehler, vorzüglich

Guidobald wurde am 16. Dezember 1616 in Castelfondo (Südtirol) geboren. Im Alter von 37 Jahren wurde er am 3. Februar 1654 zum Erzbischof von Salzburg gewählt. Zunächst mußte Guidobald die finanziellen und wirtschaftlichen Folgen des Dreißigjährigen Krieges überwinden. Salzburg hatte während des Großen Krieges enorme Kontributionen aufbringen müssen, und die Befreiung davon führte zu einer neuen Blütezeit in Kunst und Bauwesen. Guidobald hatte diplomatische Ambitionen und wurde 1662 von Leopold I. zum Kaiserlichen Prinzipalkommissar auf den Ewigen Reichstag zu Regensburg berufen. Er hielt sich von da an meist in Regensburg auf. Im Jahr 1666 wurde er auch zum Bischof von Regensburg gewählt und ein Jahr später erhielt er die Kardinalswürde. Für das Erzbistum Salzburg war die Karriere seines Erzbischofs eher nachteilig, da erhebliche Geldsummen nach Regensburg transferiert werden mußten, um die aufwendige Hofhaltung und Repräsentation Guidobalds zu finanzieren. Am 1. Juni 1668 starb der Erzbischof im Alter von 52 Jahren überraschend an einer Blutvergiftung.