Auction 425 - Part 3 (Lot 1684 - 2004)
Gold coins from the Medieval and Modern Times, from the Mohr family collection, e.g. Silver coins, e.g. highlights of medallic art German coins after 1871
THE HOLY ROMAN EMPIRE/AUSTRIAN COINS HOLY ROMAN EMPIRE
Bid
| Estimated price | 7,500 € |
| Result |
This lot is not available for purchase anymore.
Maximilian I., 1490-1519.
Guldiner 1518, St. Veit. 28,64 g. Brustbild l. mit Barett, Pelzmantel und umgelegter Kette des Ordens vom Goldenen Vlies//Gekrönter Adlerschild, zu den Seiten zwei kleinere gekrönte Wappen, darunter sechs ungekrönte Wappen und ein gekröntes Wappen. Dav. 8007; Egg 33; Voglh. 24; Winter 45/3. R Attraktives Exemplar mit feiner Patina, fast vorzüglich
Exemplar der Auktion Adolph Hess AG 259, Zürich 1990, Nr. 774, der Auktion Hess-Divo AG 267, Zürich 1996, Nr. 870, der Auktion Fritz Rudolf Künker 201, Berlin 2012, Nr. 386 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 386, Osnabrück 2023, Nr. 5491.Maximilian I., *1459 Wiener Neustadt, Ó1519 Wels, heiratete 1477 Maria von Burgund, wurde 1486 römischer König und folgte seinem Vater Friedrich III. 1490 in der Regierung. Da eine Kaiserkrönung durch den Papst wegen der angespannten militärischen und politischen Lage in Italien nicht möglich war, nahm Maximilian 1508 den Titel "Erwählter römischer Kaiser" an. Obwohl er persönlich tapfer kämpfte und daher im Volksmund als "der letzte Ritter" bezeichnet wurde, liegt seine Bedeutung weniger auf militärischem Gebiet als in seiner groß angelegten, den wechselnden Fronten angepaßten Heirats- und Vertragspolitik, mit der er die Macht des Hauses Habsburg stärkte. Durch die Verheiratung seines Sohnes Philipp des Schönen mit Johanna der Wahnsinnigen legte er den Grundstein für die Weltgeltung seiner Familie. Innenpolitisch führte der letzte Ritter bedeutende Reformen durch (z. B. Ewiger Landfriede, Einführung des Gemeinen Pfennigs) und richtete zentrale Reichsbehörden ein (z. B. Reichskammergericht, Reichsregiment). Maximilian betätigte sich auch literarisch und veranlaßte die Abfassung des "Theuerdank", einer Darstellung seiner Brautfahrt, sowie des "Weißkunig", einer Verherrlichung seiner Taten.
