eLive Premium Auction 426 - Day 2 (Lot 3467 - 3906)
Ended

European and German Coins and Medals of the 16th–20th Centuries

GERMAN COINS AND MEDALS MUENSTER

Lot 3721

Lot 3721

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Estimated price 150 €
Result 350 €

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DER WESTFÄLISCHE FRIEDEN VON MÜNSTER UND OSNABRÜCK Münster, Stadt.

Silbermedaille 1648, von E. Ketteler, auf den Westfälischen Frieden von Münster und Osnabrück am 14. Oktober (nach gregorianischem Kalender am 24. Oktober). Stadtansicht von Münster, darüber Palm- und Lorbeerzweig gekreuzt//Drei Tauben, die den Kaiser, Frankreich und Schweden verkörpern, halten mit ihren Schnäbeln je einen Ölzweig über ein Kissen, auf dem Krone und Zepter liegen. 41,50 mm; 21,70 g. Deth./Ord. 131; Pax in Nummis 124. Hübsche Patina, leichter Doppelschlag, fast vorzüglich

Seit Anfang 1645 trafen sich Gesandte aller kriegsführenden Parteien in den westfälischen Städten Münster und Osnabrück zu Friedensverhandlungen, wobei in Osnabrück der Kaiser, die in die katholischen und protestantischen Lager gehörenden Reichsstände sowie Schweden und in Münster der Kaiser, Frankreich und die übrigen am Krieg beteiligten Mächte verhandelten. Frankreich und Schweden hatten bereits 1638 beschlossen, nur gemeinsam Frieden zu schließen. Auf schwedischer Seite wurden die Verhandlungen von Adler Salvius und Johan Oxenstierna (der Sohn des schwedischen Reichskanzlers Axel Oxenstierna) geleitet. Nach dreieinhalb Jahren wurde der Westfälische Friede endlich am 24. Oktober 1648 in Münster und Osnabrück unterzeichnet. Schweden erhielt Vorpommern mit den Inseln Rügen, Usedom und Wollin, Teile von Hinterpommern, Wismar, das aus dem Erzbistum Bremen gebildete Herzogtum Bremen und Verden sowie eine Kriegsentschädigung von 5 Millionen Reichstalern. Am 16. Juni 1650 wurde die konkrete Umsetzung der Friedensbestimmungen im Friedensexekutionsrezeß von Nürnberg beschlossen.