Coins and Medals from Ancient, Medieval and Modern Times
100 pieces from the Robert Ronus collection
Einseitige Silbergussmedaille 1893, von C. Waschmann, auf die Schauspielerin Charlotte Wolter. Brustbild der Schauspielerin mit hochgesteckten Haaren und in weit dekolletierten Rüschenkleid r., zu den Seiten das gekrönte Wappen ihres Gemahls Graf Karl O'Sullivan de Graß (Ó1888) und die römische Jahreszahl MDCCC / LXLIII, oben in großen Buchstaben CHARLOTTE WOLTER. Punziert mit der Österreichischen Einfuhrpunze für Silberware von 1902-1922. 141,42 mm. 295,37 g. Weiler 2985 (dort in Bronze). RR Nachziseliert, kl. Kratzer, Rückseite mit alter Inventarnummer, vorzüglich
Charlotte Wolter wurde am 1. März 1834 in Köln geboren. Sie begann ihre Karriere in Budapest und spielte dann auf vielen Wanderbühnen und am Carltheater in Wien, 1859 erhielt sie ein Engagement am Victoriatheater in Berlin, wo sie bis 1861 tätig war. Im Jahr 1862 kam sie dann an das Wiener Hofburgtheater, wo sie u. a. die Adrienne Lecouvreur, die Maria Stuart oder in Schillers Kabale und Liebe spielte. Sie war eine gefeierte Schauspielerin, die dafür bekannt war ihre Kostüme selbst zu entwerfen und für ihre kräftige Mezzosopran-Stimme von den Zuschauern geliebt wurde. Sie starb am 14. Juni 1897 in Hietzing (Wien) und wurde in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt, ihrem letzten Willen nach in einem Kostüm von Iphigenia, eine ihrer erfolgreichsten Rollen.
