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A. RIECHMANN & CO., Auktion 16 vom 12.-13.10.1920, Halle/Saale.
Auktions-Katalog XVI, enthaltend: Universalsammlung Prof. Dr. G. Reischel-Hannover, mit einer besonders reichen Spezialsammlung von Quedlinburg und hervorragenden Reihen mitteldeutscher Brakteaten nebst Münzen und Medaillen aus verschiedenem Besitz. 4 unpaginierte, 58 S., 14 Tfn. 1034 Nrn. Einband aus Bibliotheksleinen, wohl des letzten Viertels des 20. Jahrhunderts, mit weißgeprägtem Rücken. 432 Gramm.
Gustav Reischel (* 1858 in Sömmerda, † 1932 in Hannover) absolvierte nach seinem am Realgymnasium Erfurt erworbenen Abitur ein Studium der Sprachen, Geographie und Geschichte an den Universitäten Tübingen, Leipzig und Halle-Wittenberg. Nach seiner Promotion zum Dr. phil. in Halle sowie dem Erhalt der Lehrbefugnis für die Fächer Französisch, Geographie und Geschichte, arbeitete er seit 1888 am Realgymnasium in Brandenburg an der Havel als Lehrer, wirkte spätestens ab 1890 an der höheren Töchterschule in Oschersleben und 1901 als Oberlehrer in Aschersleben und mit derselben Amtsbezeichnung schließlich in Hannover, wo er spätestens für das Jahr 1910 fassbar ist. 1901 erhielt er eine Berufung in die Historische Kommission für Sachsen und Anhalt. Noch nach seinem Weggang nach Hannover erhielt er seine langjährige Mitgliedschaft im Sächsisch-Thüringischen Verein für Erdkunde in Halle an der Saale und forschte und publizierte insbesondere zur Wüstungskunde und -geschichte der preußischen Provinz Sachsen. Er erstellte aber auch einige Arbeiten mit numismatischem Bezug, so 'Der römische Goldfund von Crottorf' (Zeitschrift des Harzvereins 30, 1897 S. 455-462) oder 'Römische und nordische Münzen aus unserer Heimat' (Blätter für Handel, Gewerbe und soziales Leben, Beilage zur Magedeburger Zeitung Nr. 23, 1897).
