eLive Auction literature 2025 - day 3 (Lots 7408 - 8107)
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NUMISMATIC LITERATURE AUKTIONSKATALOGE UND LAGERLISTEN

Lot 7823

Lot 7823

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DR. EUGEN MERZBACHER, Auktion [7] vom 16.1.1899 u.f.T., München.

[Katalog 7.] Verzeichnis von Münzen und Medaillen aller Länder, zum Theil aus dem Nachlasse des Herrn Franz Reichardt, weil. Kunstmaler zu München, neben hervorragenden Seltenheiten aus verschiedenen Münzgebieten, enthaltend eine ausgewählte Sammlung Regensburger Münzen und Medaillen, eine grosse Anzahl von Medaillen P. H. Müllers, sowie Münzen aus einem interessanten westphälischen Goldfunde. 50 S. 1049 Nrn. Halbleineneinband, wohl des dritten oder frühen vierten Fünftels des 20. Jahrhunderts, die goldgeprägte Rückenpartie sowie die Ecken mit dunkelrot in lederartiger Struktur beschichtetem Textil bezogen. Die bedruckten Deckblätter der Orig.-Broschur sind mit eingebunden an den ihnen gebührenden Stellen, die Orig.-Ergebnisliste hinter dem rückwärtigen Deckblatt. 4 unpaginierte, 156 S., 3 Doppel-Tfn. 2705 Nrn. Einband aus Bibliotheksleinen, wohl des letzten Viertels des 20. Jahrhunderts, mit weißgeprägtem Rücken. Die überformatigen Doppeltafeln befinden sich hier gefaltet in einer auf dem Spiegel des Rückdeckels angebrachten Tasche. Lose inliegend eine geheftete Fotokopie der Ergebnisliste. 395 Gramm.

 

Franz Reichart (* 1825 in Augsburg, † 1887 in München) lebte seit 1851 in München und erfuhr hier auch seine künstlerische Ausbildung als Kunstmaler und königlich autorisierter Gemälderestaurator (Hans Vollmer [Hrsg.], Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker, Band 27, Leipzig 1933, 101). Neben seiner numismatischen Kollektion verfügte er über eine Gemäldesammlung alter Meister, die er bereits 1854 in seinem Atelier in der oberen Frühlingstraße Nr. 30/3 fremden Besuchern zugänglich machte (Münchener Fremden-Blatt, Organ für Kunst und Gewerbe, 51/52, September 1854, S. 218). Diese und eine von ihm hinterlassene Kollektion von Kunstobjekten, 'reichhaltig in allen Gebieten der Kunst und des Kunstgewerbes' (Allgemeine Zeitung, München, Nr. 271 vom 30. September 1889, S. 4058), wurde durch das Haus J. M. Heberle (H. Lempetz' Söhne) in Köln vom 28. und 29.10.1887 versteigert, verteilt auf 1041 Lose. Seine hinterlassene Bibliothek wurde zusammen mit weiteren Bücherbeständen vom selben Auktionshaus am 23.6.1890 versteigert.