eLive Auction literature 2025 - day 3 (Lots 7408 - 8107)
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NUMISMATIC LITERATURE AUKTIONSKATALOGE UND LAGERLISTEN

Lot 7491

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ADOLPH E. CAHN, Auktion 78 vom 15.9.1932, Frankfurt/Main.

Versteigerungs-Katalog 78. Das fürstlich fürstenbergische Münzkabinett zu Donaueschingen. Teil IV: Die Serien der Schweiz und des Elsass. [Ferner:] Eine Sammlung Mittelaltermünzen aus deutschem Privatbesitz. 6 unpaginierte S. (mit dem Register), 99 S., 19 Tfn. 1877 Nrn. Beigebunden: ADOLPH E. CAHN, Auktion 79 vom 14.12.1932, Frankfurt/Main. Versteigerungs-Katalog 79. Das fürstlich fürstenbergische Münzkabinett zu Donaueschingen. Teil VII: Die Münzen von Lothringen, der französischen Feodalen, der Merowinger und Karolinger sowie der französischen Könige bis inclusive Franz I. Zumeist aus der ehemaligen Sammlung F. de Saulcy. 6 unpaginierte, 85 S., 19 Tfn. 1563 Nrn. Einband aus Bibliotheksleinen, wohl des letzten Viertels des 20. Jahrhunderts, mit weißgeprägtem Rücken. 923 Gramm.

 

Seit dem frühen 19. Jahrhundert hatte das fürstliche Haus Fürstenberg seine Bibliothek sowie die Münzsammlung, die sich beide in Donaueschingen, dem Stammsitz der Familie befanden, durch systematische Erwerbungen erheblich erweitert. Mit Ausnahme der familiengeschichtlich oder unmittelbar regional relevanten Partien wurden die umfangreichen und reichhaltigen Bestände des fürstenbergischen Münzkabinetts indes in den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts im Zuge von 14 Versteigerungen aufgelöst und so in alle Himmelsrichtungen verstreut. Mit dieser Liquidation wurden die Firmen Adolph E. Cahn in Frankfurt und Otto Helbing Nachf. in München betraut. Die Frankfurter Firma versteigerte überwiegend die nichtdeutschen Gebiete (Cahn Auktionen 75 [Teil 1], 77 [Teil 3], 78 [Teil 4], 79 [Teil 7], 81 [Teil 8] und 85 [Teil 12]), während Otto Helbing Nachf. einen entsprechenden Auftrag für die Münzen und Medaillen der deutschen und österreichischen Münzstände erhielt (Helbing Auktion 67 [Teil 2], 68 [Teil 5], 69 [Teil 6], 71 [Teil 9], 72 [Teil 10], 73 [Teil 11], 74 [Teil 13] und 75 [Teil 14]). Auch die bedeutende Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek ist heute verloren, sie wurde zwischen 1980 und 2001 teils direkt an das Bundesland Baden-Württemberg, teils über Auktionshäuser veräußert.


[Louis] Félicien [Joseph Caignart] de Saulcy (* 1807 in Lille, † 1880 in Paris) hatte in früher Jugend auf dem Gebiet der Numismatik, aber auch der Insektenkunde, ein sammlerisches Interesse entwickelt. Auf diesen Gebieten wurde er zu einem ausgewiesenen Fachmann und Autor. Als Ingenieur und Absolvent der renommierten Ecole polytechnique in Metz durchlief er zunächst eine militärische Ausbildung und wurde Lehrer für Maschinenbau und Mechanik an einer Kadettenanstalt. Im Zuge seiner späteren Tätigkeit als Konservator am Artilleriemuseum zu Paris betrieb er u. a. die wissenschaftliche Aufnahme und Erfassung von Insektenarten und deren Unterarten in einigen Gebieten Europas und des Nahen Ostens, wohin ihn diverse Exkursionen und Forschungsreisen führten. Im Vorderen Orient, insbesondere in Palästina führte er zudem diverse Ausgrabungen durch, die er ebenfalls publizierte. Manche seiner damaligen Interpretationen werden zwar kritisch gesehen, aber dennoch ist sein Ruf als Mitbegründer der Christlichen Archäologie unumstößlich. Daneben stehen seine Verdienste als vielfältiger und fleißiger numismatischer Autor. Neben seinen zahlreichen Veröffentlichungen zur antiken Münzkunde verfasste er etliche Publikationen zur mittelalterlichen und neuzeitlichen, insbesondere lothringischen Numismatik. Schon sein 1835 erschienenes zweibändiges Werk 'Essai de classification des suites monétaires byzantines' erhielt einen Akademiepreis.