Monographs, collected works and essays: Germany and the world, Orders and decorations
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SAMLUNG MERKWÜRDIGER MEDAILLEN. Hrsg. von J. H. Lochner.
In welcher wöchentlich ein curiöses Gepräg, meistens von modernen Medaillen, ausgesuchet, und nicht nur fleisig in Kupfer vorgestellet, sondern auch durch eine historische Erläuterung hinlänglich erkläret, nun aber, so wol mit vollständigen Registern, an das Licht gegeben worden. Vollständige Reihe, Nürnberg (Peter Conrad Monath) 1737-1744, beinhaltend: Erstes Jahr 1737. Frontispiz, 16 unpaginierte, 432 S., 53 Kupferstiche im Text, 64 unpaginierte S. (letztere beinhalten stets das Register); Zweytes Jahr 1738. Frontispiz, 34 unpaginierte, 424 S., Abb., 24 unpaginierte S., 1 gefaltete Tf.; Drittes Jahr 1739: Frontispiz, 42 unpaginierte, 424 S., 53 Abb., 40 unpaginierte S.; Viertes Jahr 1740: Frontispiz, 38 unpaginierte, 424 S., 53 Kupferstiche, 24 unpaginierte S.; Fünftes Jahr 1741: Frontispiz, 24 unpaginierte, 424 S., 53 Kupferstiche, 36 unpaginierte S.; Sechstes Jahr 1742, Frontispiz, 22 unpaginierte, 420 S., 53 Kupferstiche, 40 unpaginierte S.; Siebendes Jahr 1743: Frontispiz, 42 unpaginierte, 424 S., 53 Kupferstiche, 36 unpaginierte S.; Achtes Jahr 1744. Frontispiz, 26 unpaginierte, 424 S., 53 Kupferstiche, 24 unpaginierte S. Lipsius S. 233. Sämtliche Jahrgänge in separaten, gleichartigen Einbänden. Halbledereinbände auf 5 Bünden, mit Sprenkelschnitt, Eckbezügen, goldgeprägten Rücken einem Titelschild aus braunem und einem Bandnumeraturschild aus schwarzem Leder. Die Buchdecken etwas berieben und an den Ecken bestoßen, einige Rückenschilder mit Defekten, das Numeraturschild des 6. Jahres ist nicht mehr vorhanden. Beigefügt: JAECKEL, F. Personen-, Sach- und Spruch-Register zu sämmtlichen acht Bänden der Sammlung merkwürdiger Medaillen von Johann Hieronynus Lochner (1737 bis 1744). Dresden (Selbstverlag) 1889. Titelblatt, 2 unpaginierte, 60 S. Gebundene Fotokopie, Halbledereinband im Oktavformat, wohl des letzten Viertels des 20. Jahrhunderts, mit kaschierten Eckbezügen und goldgeprägtem Rücken, die Deckel außen bezogen mit in Streichtechnik dekoriertem Papier. 6545 Gramm. (9)
Johannes Hieronymus Lochner (* 1700 in Lichtenau, † 1769 in Nürnberg) nahm 1740 eine Lehrtätigkeit an der Schule zu St. Sebald in Nürnberg auf und wurde dort vier Jahre später Konrektor. (Georg Andreas Will, Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon. 2. Teil, Nürnberg 1756, S. 495f). Diese Stelle bekleidete er bis zu seinem Ableben (Georg Andreas Will/Christian Conrad Nopitsch, Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon. 5. Teil [respektive 1. Supplementband, Altdorf 1802, S. 320).
Auf dem Spiegel des Vorderdeckels ein mit der handschriftlichen Ordnungssigle S 10 gekennzeichnetes rundes bedrucktes Etikett der ROSENHEIM COLLECTION. Die deutsch-britischen Brüder Max Rosenheim (* 1849 in Heidungsfeld, heute eingemeindeter Stadtteil von Würzburg, gestorben 1911 in London) und Maurice (ursprünglich: Moritz) Rosenheim (* 1852 in Heidungsfeld, gestorben 1922 in London) stammte aus einer fränkischen Weinhändlerfamilie. Sie wanderten in jungen Jahren nach London aus, arbeiteten dort im Weinhandelsunternehmen 'L. Rosenheim & Sons', das 1883 in London von Verwandten gegründet worden war, nahmen die britische Staatsbürgerschaft an und wurden dort zu vermögenden Kaufleuten. Ihre Kooperation beschränkte sich keineswegs allein auf ihren familiären Zusammenhalt und ihre professionelle Tätigkeit, sie teilten auch ihre Freude am gemeinsamen Sammeln von Kunst: ihre Kollektionen umfassten Medaillen, Plaketten und Münzen, insbesondere der Renaissance, Gemälde und Zeichnungen alter Meister, Porzellan und Keramik, kunsthandwerkliche Arbeiten, Schmuckstücke, Elfenbeinarbeiten, Bronzen, Petschaften, Handschriften, illustrierte Manuskripte und nicht zuletzt eine umfangreiche Bibliothek. Beide Brüder, Fellows der Society of Antquaries, förderten nicht nur das British Museum und das Victoria and Albert Museum, sondern bedachten auch öffentliche Sammlungen in ihrer deutschen Heimat, so in Nürnberg und Berlin mit Schenkungen. Nach dem Tode des Älteren führte der Jüngere das gemeinschaftliche Werk fort. Wenige Monate nach seinem Ableben erfolgte durch Sotheby, Wilkinson & Hodge die Auflösung eines Großteils der Sammlungsbestände im Zuge vom 6 Auktionen vom 30. April bis zum 11. Mai 1923 (https://bibliotheque-numerique.inha.fr/collection?navigation=&perpage=&page=1&search=Rosenheim+Collections&fulltext=1&bookmarks=1&sort=_score#page).
Unterhalb der oben aufgeführten Sammlungskennung jeweils das Exlibris für Hasso Schwänke.
