eLive Auction literature 2025 - day 2 (Lots 6707 - 7407)
Ended

Monographs, collected works and essays: Germany and the world, Orders and decorations

NUMISMATIC LITERATURE MONOGRAPHIEN, SAMMELWERKE UND AUFSÄTZE

Lot 7128

Lot 7128

Bid


Estimated price 200 €
Result 260 €

This lot is not available for purchase anymore.

POLEN, RUSSLAND, BALTIKUM KRUG, P.J. (hier anonym).

KRUG, P.J. (hier anonym).

Zur Münzkunde Russlands. Herausgegeben von der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. St. Petersburg 1805. 200, 4 unpaginierte S. Leitzmann S. 96 (ohne Nennung des Autors). Halbledereinband des 19. Jahrhunderts im Oktavformat, mit goldgeprägtem Rücken. Die Vorsätze aus Steinmarmorpapier. Die Buchdecke mit leichten Gebrauchsspuren, der Buchblock leicht stockfleckig. 309 Gramm.

 

Auf dem Spiegel des Vorderdeckels gestochenes Wappenexlibris der Bibliotheque de Th. de Jonghe. Der vermögende belgische Anwalt und Diplomat Baron [Jean Baptiste] Théodore de Jonghe (* 1801, † 1860) baute im Laufe von 30 Jahren eine umfangreiche Bibliothek auf, die in seinem Heimatland den bedeutendsten privaten Bestand von Büchern zur Geschichte, Genealogie, Heraldik und Numismatik darstellte. Die Auflösung seiner auf 10.920 Lose verteilten bibliophilen Schätze erfolgte 1860 und 1861 an insgesamt 33 Tagen in seinem Anwesen in Brüssel, 37, Boulevard de l'Observatoir, verteilt auf drei Versteigerungskampagnen (Auktionen vom 5.-15.11.1860, 3.-17.12.1860, 28.1.-7.2.1861) (Catalogue des Livres et Manuscrits formant la Bibliothèque de feu M. J. B. Th. de Jonghe, officier de l'Ordre de Léopold. 3 Bände Brüssel [F. Heussner] 1860).


Auf dem Spiegel des Vorderdeckels Exlibris für P. C. Stroehlin (1864-1908). Paul Frédéric Charles Stroehlin (* 1864 in Genf, † 1908 in Les Eaux-Vives bei Genf) stammte aus einer württembergischen Familie, die Anfang des 19. Jahrhunderts nach Genf eingewandert war und sich dort rasch etablieren konnte. Von 1882 bis 1888 studierte er Geschichte und Numismatik an den Universitäten Berlin und Leipzig. 1889 kehrte er in seine Heimatstadt zurück und führte als Münzenhändler und sammelnder Privatier ein reges Leben. So redigierte er seit 1891 die Schweizerische Numismatische Rundschau und stand von 1899 bis zu seinem Ableben der Schweizerischen Numismatischen Gesellschaft als Präsident vor. In Eigeninitiative gab er das monatlich erscheinende 'Journal des collectionneurs' heraus. Als Mitglied der Freimaurer gründete er 1897 das Musée de la loge Union et Travail in Genf und betätigte sich von 1902 bis 1908 als Konservator am Musée épigraphique cantonal de Genève. Noch zu Lebzeiten trennte er sich von Teilen seiner Münzen- und Medaillensammlung, die die Firma L. & L. Hamburger, Frankfurt am Main, im Rahmen zweier Auktionen auflöste (Versteigerungen vom 20.1.1902 und folgende Tage sowie vom 26.5.1902 und folgende Tage; in der Zählung späterer Versteigerungen des numismatischen Nachlasses von Paul Stroehlin fanden diese beiden keine Berücksichtigung). Nach seinem Tode widmeten sich die Firmen Muriset-Gicaut in Genf und Sotheby, Wilkinson & Hodge in London der Verauktionierung der von Paul Stroehlin hinterlassenen Münzen und Medaillen (Muriset-Gricaut Auktionen vom 15.-20.11.1909 [première partie] und vom 20.2.1911 u.f.T. [troisième partie]; Sotheby, Wilkinson & Hodge 30.5.1910 u.f.T. [second portion]).