eLive Auction literature 2025 - day 2 (Lots 6707 - 7407)
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Monographs, collected works and essays: Germany and the world, Orders and decorations

NUMISMATIC LITERATURE MONOGRAPHIEN, SAMMELWERKE UND AUFSÄTZE

Lot 6850

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DEUTSCHLAND HELMSCHROTT, K. u. R.

HELMSCHROTT, K. u. R.

Würzburger Münzen und Medaillen von 1500-1800. Kleinrinderfeld 1977. 364 S., mit zahlreichen Abb., Orig.-Ganzleineneinband, die Orig.-Schätzpreisliste lose inliegend. Beigefügt: HELBING O. NACHF. (Hrsg.) Sammlung Geh.-Rat Prof. Robert Piloty, Würzburg: Bistum Würzburg. Nachdruck aus dem Katalog der Auktion vom 24.10.1927, Frankfurt (Main) o. J., S. 5-43, Tf. 16-23. Orig.-Ganzleineneinband. 1286 Gramm. (2)

 

Robert Ferdinand Piloty (* 1863 in München, † 1926 in Ebenhausen bei München) studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten zu München und Berlin. Nach der Examensprüfung für den höheren Justiz- und Verwaltungsdienst erwarb er 1888 in München den Doktorgrad und 1890 in Würzburg die Habilitation. Nach kurzzeitiger Privatdozentur und Vertretungsprofessur wurde er 1895 als ordentlicher Professor für allgemeines, deutsches und bayerisches Staatsrecht an die Universität Würzburg berufen, der er über sein ganzes Arbeitsleben hinweg treu verbunden war. 1912 wurde ihm der Titel 'Geheimer Hofrat' verliehen. Insbesondere nach seiner von 1914 bis 1917 andauerndern militärischen Dienstzeit im Ersten Weltkrieg war er auch auf dem sozialen und politschen Parkett aktiv. Er nahm 1917 an der internationalen Konferenz zur Gründung des Völkerbundes teil, war 1919 Gründungsmitglied des Verbandes für internationale Verständigung und stellte sich in unterschiedlichen Funktionen in den Dienst der Demokratie und der Weimarer Republik. So gehörte er dem Bayerischen Staatsgerichtshof an und wurde 1919 als Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei in den Bayerischen Landtag gewählt. Er gilt als einer der maßgeblichen Ausarbeiter der 1919 zu Bamberg geschlossenen ersten demokratischen Verfassung in Bayern. Sein Interesse für Kunst und Kultur spiegelte sich u. a. auch in seinem Sammeln von Kunst- und Antiquitäten sowie numismatischen Objekten wider. Schon 1896 überließ er dem Fränkischen Museum in Würzburg zwei Arbeiten von Tilman Riemenschneider, bereits 1911 ließ er aus seiner Sammlung 'Antiquitäten, besonders Schmuck, Miniaturen, Kleinplastik, Holzskulpturen, Möbel, Textilien, Gemälde, Stiche und Bücher' durch Hugo Helbing in München versteigern (Auktion vom 14. bis 16. November 1911).