eLive Auction literature 2025 - day 1 (Lots 6001 - 6706)
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Monographs, collected works and essays: General numismatics and antiquity

NUMISMATIC LITERATURE MONOGRAPHIEN, SAMMELWERKE UND AUFSÄTZE

Lot 6057

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ALLGEMEINE NUMISMATIK SEYLER, G.D./BRACKENHAUSEN, J.J.

SEYLER, G.D./BRACKENHAUSEN, J.J.

George Daniel Seylers ... Historische Nachricht Von Wahrsagenden Müntzen oder Derselben Vorbedeutungen Nebst accuraten Abrissen. Welcher wegen Gleichheit der Materie beygefüget ist Jo. Jac. Brackenhausen, JCti Elb. Kurtz-gefaßte Nachricht Von denen Wahrsagenden Bilder Säulen oder Statuen. Frankfurt/Leipzig (Knochischer Buchladen) 1733. 4 unpaginierte, 44 S., Kopfvignette, 11 Kupferstiche mit Abb. von Münzen im Text. Dekesel-Dekesel-De Ruyck S341. Pappband im Oktavformat, um 1800, die Buchdecke ist außen mit Rieselmarmorpapier bezogen, das stellenweise infolge Gebrauchs einige Läsionen aufweist. Die beiden Blätter mit den Textseiten 41-44 des Brackenhausen'schen Beitrags fehlen hier im Original, doch ist diese Lücke später gefüllt worden durch eine buchbinderisch solide Einfügung von entsprechenden Kopien. 124 Gramm.

 

Während Seyler ausschließlich Münzen des 16. und 17. Jahrhunderts aus den deutschen Landen sowie Frankreichs und Englands vorstellt und bespricht, diskutiert Brackenhausen die Überlieferung antiker Schriftsteller zu diesbezüglichen Standbildern des Altertums.


Auf dem Spiegel des Vorderdeckels das Exlibris für Hasso Schwänke sowie ein kleines Exlibris mit der vierzeiligen Aufschrift Ad Bibliothecam / JOHANNIS PETRI JOBI / HERMES / TREVERI. Auf der Titelseite der handschriftliche Eintrag Bibl. publ. civ. Trier. Ex dono Dni Hermes / 1829. [d. h. Öffentliche Bibliothek der Stadt Trier. Aus der Gabe des Herrn Hermes]. Johann Peter Job Hermes (* 1765 in Trier, † 1833 ebendort), Spross einer eingesessenen wohlhabenden Trierer Patrizierfamilie, studierte Rechtswissenschaften in Trier und Mainz. In seiner Heimatstadt erhielt er 1788 einen Posten als Schöffe am Hochgericht. Als 1794 die französischen Revolutionstruppen anrückten, floh er nach Frankfurt am Main, doch kehrte er nach einigen Monaten Aufenthalt von dort aus im folgenden Jahr in seine Heimatstadt zurück, wo er im April als Richter am Kriminalgericht eingesetzt wurde. Später übernahm er die Stelle des Gerichtspräsidenten. Im Laufe seines Lebens hatte er eine umfangreiche Sammlung von Gemälden, Antiquitäten von mehr als 150 Handschriften sowie eine rund 22.000 Bände umfassende Privatbibliothek zusammengebracht. Seine Kunstwerke und kunstgewerblichen Objekte, die er 1830/1831 der Stadt Trier übertrug, bildeten den Grundstock der öffentlichen städtischen Kunstsammlung (Kentenich, Joh. Peter Job Hermes und seine Kunstsammlungen, in: Trierische Chronik Band 13, 1917, S. 83-87). Seine Privatbibliothek einschließlich der Manuskripte erhielt die Städtische Öffentliche Bibliothek (Guido Groß, Die Bibliothek des Sammlers Johann Peter Job Hermes, in: Gunther Franz [Hrsg.], Aufklärung und Tradition. Kurfürstentum und Stadt Trier im 18. Jahrhundert, Trier 1988, S. 156-159). 1830 übergab er der Stadt nicht weniger als 17.300 Bände, bis 1832 folgten weitere 4.700. Bereits einige Jahre früher hatte Hermes zumindest das eine oder andere Exemplar seiner Bücherschätze bereits früher der Stadt überlassen, so 1827 ein in die Jahre um 1500 zu datierendes handschriftliches Erbauungsbuch (Betty C. Bushey, Die deutschen und niederländischen Handschriften der Stadtbibliothek Trier bis 1600, Wiesbaden 1996, S. 44, Inv. Hs 625/1525 8°), aber auch die hier offerierte Druckschrift, von der sich der Gönner 1829 getrennt hat.