Monographs, collected works and essays: General numismatics and antiquity
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SERRURE, C.P.
Notice sur le cabinet monétaire de S. A. le prince de Ligne, d'Amblise et d'Epinoy: [...] gauloises; mérovingiennes; carlovingiennes; premiers temps féodaux; duché de Brabant. 2. Ausgabe, Gent 1880. 10 unpaginierte S. inklusive Frontipizblatt, LXXX, 365, 3 unpaginierte S., 3 Münz-Tfn., 1 Wappen-Tf. Die Deckblätter der Orig.-Broschur mit eingebunden. Ganzleineneinband, wohl des letzten Drittels des 20. Jahrhunderts, mit goldgeprägtem Rückenschild und Kopfblauschnitt. 570 Gramm.
Eugène (François Charles Lamoral), Fürst von Ligne, Fürst von Amblise und Epinoy, Grande von Spanien (* 1804 in Brüssel, † 1880 ebendort) war von 1842 bis 1848 bevollmächtigter Minister des belgischen Königs am französischen Hof, 1851 Mitglied im Oberhaus des belgischen Parlaments und von 1852 bis 1879 Präsident jener Kammer des auf föderaler Ebene bestehenden gesetzgebenden Staatsorgans. Beim Aufbau seiner numismatischen Sammlung fokussierte er sich auf die Münzgeschichte Belgiens von der Antike bis in die frühe Neuzeit. Der Jurist, Historiker, Archivar und Hochschullehrer Constant Philippe Serrure (* 1805 in Antwerpen, Belgien, † 1872 in Moortsele, Ostflandern, Belgien) erstellte einen 1848 publizierten Katalog dieser Kollektion. Zu Beginn jene 441 Seiten starken Ausgabe steht eine Einleitung im Umfang von 90 Seiten, die vornehmlich eine historische Darstellung des Münzensammelns in Belgien enthält. Darauf folgt der Katalog der Kollektion de Ligne, mit Beschreibungen der Münzen Herzogtums Brabant sowie der Grafschaft Flandern, Hainaut und Namur, verknüpft mit Listen der Herrscher und einigen historischen oder numismatischen Anmerkungen, Den Schluss dieses Werks bilden einige Anhänge, darunter einer Aufstellung der von Hubert Goltzius bereits im 16./17. Jahrhundert konsultierten europäischen Sammlungen.
Die Bearbeitung der vorliegenden, im Jahre 1880 verausgabten 'Deuxième Edition' hatte ebenfalls Constant Philippe Serrure übernommen. Diese Ausgabe gelangte freilich erst etliche Jahre nach dem Ableben des Autors in Druck. Sie ist jedoch keineswegs als eine Neuauflage der Erstausgabe zu verstehen, sondern als deren Ergänzung. Auf die überarbeitete Einleitung folgen größtenteils andere numismatische Gebiete der Sammlung de Ligne. Zunächst gibt es eine Aufstellung der keltischen Münzen der 'Epoche gauloise' aus dieser Sammlung, sodann folgen die römischen und fränkischen Prägungen sowie jene der karolingischen und frühen feudalen Zeitabschnitte und schließlich die Münzen von Brabant und Limburg.
