Coins from the Ancient World
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MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT. Licinius I., 308-324.
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AV-Aureus, 316, Siscia; 5,35 g. Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Jupiter steht l. mit Victoria auf Globus und Zepter, davor steht Adler l. mit Kranz im Schnabel, Kopf r. Calicó -, vergl. 5108 a; RIC -, vergl. 18.
Von allergrößter Seltenheit. Prachtexemplar. Mit dieser Büstenform wohl unediert.
Fast Stempelglanz
Exemplar der Auktion MDC 13, Monaco 2023, Nr. 1137.
In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung Ch MS, Strike: 5/5, Surface: 5/5.
Licinius I., dessen Familie aus Dakien stammte, wurde um 265 geboren. Ende 308 zum Augustus erhoben, war er ursprünglich für Thracien, Illyrien und Pannonien zuständig, weitete seinen Machtbereich aber nach und nach aus. Gemeinsam mit Constantinus I. war Licinius 313 für das - vielleicht nicht ganz treffend so bezeichnete - "Toleranzedikt von Mailand" verantwortlich, das den Christen die freie Religionsausübung zusicherte. Ab 320 erließ Licinius Gesetze, die die Christen einschränkten, in Teilen nur die Bischöfe betrafen, aber nicht in Christenverfolgungen ausarteten. Sicher waren diese Maßnahmen auch gegen Constantinus I. gerichtet.
Der Revers mit der schönen Jupiterdarstellung weist Licinius als Jovier im Sinne der tetrarchischen Ideologie aus, die die Legitimation der Herrschaft auch auf die traditionelle römische Religion stützte.
