Coins from the Ancient World
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IMPERATORISCHE PRÄGUNGEN. Marcus Antonius, † 30 v. Chr.
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- und Marcus Antonius Antyllus. AV-Aureus, 34 v. Chr., syrische oder armenische Münzstätte; 8,10 g. Beiderseits Kopf r. Bab. 91; Banti 1/1 (dies Exemplar); BMC 174; Calicó 118 (Revers stempelgleich); Crawf. 541/2; Sear 344; Syd. 1207.
Von größter Seltenheit. Kl. Kratzer, sehr schön
Exemplar der Auktion Münzen und Medaillen AG 25, Basel 1962, Nr. 586.
Marcus Antonius Antyllus war der Sohn des Triumvirn Marcus Antonius und dessen Ehefrau Fulvia. Schon früh baute Marcus Antonius seinen Sohn zu einem potenziellen Nachfolger auf. Davon zeugt auch dieser Aureus. Antyllus wurde außerdem im Zuge des Vertrags von Tarent 37 v. Chr. mit der erst zweijährigen Tochter Octavians, Iulia, verlobt, um die gegenseitige Bindung der Väter an das Triumvirat zu stärken. Nachdem jedoch die Ehe zwischen Marcus Antonius und Octavia zugunsten Kleopatras gescheitert war, zog sich Antyllus zusammen mit seinem Vater nach Ägypten zurück. Im Anschluss an die Niederlage bei Actium, so berichtet Plutarch (71,3), erhielt Antyllus die toga virilis, wurde damit für volljährig erklärt und für Friedensverhandlungen zu Octavian entsandt. Dieser wies das Angebot entschieden zurück, sodass Antyllus nur der Rückzug und schließlich die Flucht in den Tempel des Divus Iulius blieb, wenn man Sueton (17,5) glauben mag. Octavian fand ihn jedoch und ließ ihn, zusammen mit dem Sohn von Kleopatra und Caesar, Kaisarion, töten. Auf diese Weise entledigte sich der spätere Augustus zweier Thronprätendenten, die seinem eigenen Herrschaftsanspruch gefährlich hätten werden können. Siehe hierzu auch Sear, S. 227.
