Auction 418
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Minted history of the Thirty Years' War and the Peace of Westphalia | Numismatic Rarities from over the World

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Estimated price 7,500 €
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EUROPÄISCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN. ITALIEN. PADUA.   
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Silbermedaille o. J. (16. Jahrhundert), unsigniert. Kopf des Hercules mit Eichenkranz und Löwenfell r.// Keule zwischen Löwen- und Hundekopf, im Feld HB und Adler. 34,61 mm; 26,04 g. Attwood 1236; Toderi/Vannel 976.
Von großer Seltenheit. Originalprägung. Hübsche Patina, sehr schön-vorzüglich
Die vorliegende Medaille wird gelegentlich als Arbeit des Giovanni da Cavino aus Padua (*1500, †1570) angesehen, da er eine Medaille mit einem ganz ähnlichen Hercules-Porträt geschaffen hat (Attwood 298). Auf beiden Stücken taucht das Monogramm HB (ligiert) auf, das als Signatur verstanden wird. Die Auflösung führte bisher zu einigen Diskussionen, vgl. dazu z. B. die Ausführungen bei Attwood zu Nr. 298. Michael Matzke (All'antica. Die Paduaner und die Faszination der Antike, Speyer 2018, S. 110) schlug vor, das Monogramm als die Initialen des paduanischen Bildhauers und Architekten Bartolomeo Ammannati (lateinisch: Bartolomeus Hammannatus, *1511, †1592) zu verstehen. Der Künstler schuf 1544/45 eine Monumentalstatue des Hercules, die bis heute im Hof eines Palazzos in Padua steht und deren Kopf große Ähnlichkeit mit den Porträts beider Medaillen aufweist. Er schlussfolgert, dass Ammannati neben der Statue auch den Entwurf für die Medaille geliefert habe, deren Stempel Cavino als versierterer Stempelschneider hergestellt habe. In diesem Sinne besteht die Möglichkeit, dass auch diese Medaille von Cavino geschaffen wurde.