Minted history of the Thirty Years' War and the Peace of Westphalia | Numismatic Rarities from over the World
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DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN AUS DER ERSTEN HÄLFTE DES 17. JAHRHUNDERTS. DAS FÜRSTENTUM BRAUNSCHWEIG-LÜNEBURG-CELLE. Christian, Bischof von Minden, 1611-1633
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Löser zu 3 Reichstalern 1629, Clausthal. Ohne Wertpunze; 87,34 g. Münzmeister Henning Schreiber. Geharnischtes Kniebild halbr. mit umgelegter Feldbinde und Kommandostab in der Rechten, die Linke am Schwertgriff, r. Tisch, darauf Helm auf Handschuhen//Fünffach behelmtes, neunfeldiges Wappen mit Mittelschild von Minden, zu den Seiten je ein aufrecht stehender Löwe als Schildhalter. Dav. 123 (dort mit Wertpunze); Duve 2; Preussag Collection (Auktion London Coin Galleries/Künker 1) 121; Welter Nachtrag 914 C.
Von großer Seltenheit. Winz. Kratzer im Feld der Vorderseite, vorzüglich
Exemplar der Sammlung des Carnegie Museum of Natural History, Pittsburgh, Auktion Spink & Son 9, Zürich 1983, Nr. 343 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 316, Berlin 2019, Nr. 93.
Der auf diesem Löser in voller Rüstung zu sehende Celler Herzog Christian war bereits seit 1599 Administrator des Bistums Minden, was in der Vorderseitenlegende auch hervorgehoben wird. Es gelang Christian und seinen Geschwistern, sich am 3. Dezember 1610 in Celle friedlich und einvernehmlich über die Erbfolge in den welfischen Herzogtümern zu einigen. Vereinbart wurde, daß durch das Los bestimmt werden sollte, welcher der herzoglichen Brüder sich vermählen und den Stamm fortführen durfte. Dadurch, daß nur ein Bruder Nachfahren zeugte, sollten die Unteilbarkeit des Herzogtums gesichert und Erbstreitigkeiten vermieden werden. Das Los fiel auf Christians jüngeren Bruder Georg, der in Calenberg-Hannover von 1636 bis 1641 regierte.
