Auction 416 - - part 2
Ended

Coins of the ancient world from various collections

Lot 1858

Lot 1858

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RÖMISCHE MÜNZEN. MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT. Augustus, 30 v.-14 n. Chr  
AR-Denar, 16 v. Chr., Rom, C. Antistius Vetus; 3,38 g. Drapierte Büste der Venus r. mit Diadem// Simpulum, Lituus, Dreifuß und Patera. BMC 98 Anm.; Coh. 348 var.; RIC² 368.
Von großer Seltenheit. Herrliche Patina, etwas korrodiert, sehr schön
Exemplar der Auktion Dorotheum November 2016, Wien 2016, Nr. 140; der Sammlung Ernst Justus Haeberlin (* 19. Juni 1847, † 5. Dezember 1925), Auktion Fritz Rudolf Künker 295, Osnabrück 2017, Nr. 642 und der Auktion Hess-Divo 338, Zürich 2019, Nr. 1101.
Die Venus auf dem Avers ist Stammmutter der Iulier und bezieht sich somit direkt auf Augustus, ist aber (gemeinsam mit der Victoria auf RIC 369) auch mit Actium verknüpft und bezieht sich möglicherweise auf die nach Actium gestifteten ludi quinquennales, die 16 v. Chr stattfanden. Damit hätte die Darstellung einen aktuellen Zeitbezug.
Der Revers verweist auf die Mitgliedschaft des Augustus in den vier großen Priesterkollegien. Zur Deutung der Avers- und Reversdarstellung des äußerst seltenen Typs siehe Küter, Alexa, Zwischen Republik und Kaiserzeit. Die Münzmeisterprägung unter Augustus, Berlin 2014, S. 211 ff.