Auction 415
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Orders, decorations, coins and medals from the collections of the high nobility and private possesions

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Estimated price 3,500 €
Result 8,000 €

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BAYERN, KUFÜRSTENTUM (BIS 1806) UND KÖNIGREICH (1806-1918).  
Preismedaille des Landwirtschaftlichen Vereins für die Aussteller der Deutschen Molkerei- Ausstellung in München 1884. Goldmedaille zu 14 Dukaten, von Alois Börsch, Durchmesser 41,5 mm, 986/000 Gold, 48,8 g, Ausprägung in polierter Platte. Sitzende Göttin Flora nach links, mit Putte und Füllhorn vor Stadtansicht von München, unten Stempelschneider-Signatur "A.BÖRSCH.F." // Inschrift im Kranz mit deutschem und bayerischem Wappen. Im Originaletui. Gebhardt 221.
Von allergrößter Seltenheit. Winz. Kratzer, Polierte Platte
Provenienz: Aus dem Nachlaß von Carl Theodor Herzog in Bayern (1839-1909) an dessen Erben.
Im Herbst des Jahres 1884 fand im Glaspalast in München die Deutsche Molkerei-Ausstellung statt. Hierzu gab der im Jahre 1810 gegründete Landwirtschaftliche Verein in Bayern bei Alois Börsch (1855-1923) die Schaffung der Preismedaillen in Auftrag, wozu er die Stempel schnitt. Laut Gebhardt (in Gebhardt S. 110) wurden im September 1884 zehn Exemplare in Gold (zum Preis von je 142,10 M), 50 Exemplare in Silber (zum Preis von je 9,17 M) und eine unbekannte Anzahl in Bronze ausgeprägt. Es existieren auch Probeabschläge in Zinn.
Carl Theodors Mutter Ludovika Wilhelmine erbte 1875 von ihrem Halbbruder Karl Prinz von Bayern (1795-1875) das ehemalige Kloster Tegernsee mit dem Wildbad Kreuth im gleichnamigen Ort im heutigen Landkreis Miesbach im Regierungsbezirk Oberbayern, und das Gut Kaltenbrunn in Gmund am Tegernsee, ebenfalls im heutigen Landkreis Miesbach im Regierungsbezirk Oberbayern. Carl Theodor bewirtschaftete das Gut fortan selbst bis zu seinem Tod.
Als Gutsherr wurde ihm auf der Deutschen Molkerei-Ausstellung diese Preismedaille verliehen.