Minted history of the Thirty Years' War and the Peace of Westphalia
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DAS ERZBISTUM MAGDEBURG. Christian Wilhelm von Brandenburg, 1598-1608-1631 Dicker doppelter Reichstaler 1625, Halle. 57,62 g. : CHRIS ° WILH ° D ° GR ° POSTVL ° ADMI ° ARCH ° MAGD Geharnischtes Brustbild r. mit hoher Halskrause und umgelegtem Mantel//* E ° EPISC ° HALBER ° MAR ° BRAND ° DVX ° PRVS 16Z5 Verziertes, mehrfeldiges Wappen, unten zu den Seiten die geteilte Signatur A - K (Anton Koburger der Jüngere, Münzmeister in Halle 1623-1625). Dav. 5489; v. Schr. 409 (dort falsche Vorderseitenbesch.).
Von großer Seltenheit. Vorderseite min. berieben, attraktives, sehr schönes Exemplar
Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 90, Osnabrück 2004, Nr. 5533.
Erzbischof Siegmund von Brandenburg (1553-1566) hatte offiziell die Reformation im Erzbistum Magdeburg eingeführt, nachdem bereits unter Erzbischof Albrecht von Brandenburg (1513-1545) große Teile des Erzbistums zum neuen Glauben gewechselt waren. Nach 1566 regierten brandenburgische Provinzen in Magdeburg. Der Münzherr des vorliegenden Doppeltalers, Christian Wilhelm, löste seinen Vater Joachim Friedrich 1598 als Administrator des Erzbistums Magdeburg ab, der Kurfürst von Brandenburg wurde. Zur Prägezeit des Doppeltalers befand sich Magdeburg im Brennpunkt des Dreißigjährigen Krieges. Seit 1624 kämpfte Christian Wilhelm mit den Truppen von König Christian IV. von Dänemark. Er nahm sogar persönlich an der Schlacht an der Dessauer Brücke am 25. April 1626 teil, die für die protestantische Seite allerdings eine schwere Niederlage bedeutete. Im Jahr 1631 wurde Christian Wilhelm durch Tilly gefangengenommen. Er trat in der Gefangenschaft zum Katholizismus über und erhielt im Frieden von Prag 1635 eine Rente zugesprochen. Wir freuen uns, mit dem Doppeltaler von 1625 eine der seltensten Münzen von Magdeburg anbieten zu können, die eine der bedeutenden Persönlichkeiten des Dreißigjährigen Krieges zeigt.
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