Auktion 400
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Ausgewählte Löser der Welfenherzöge aus der Sammlung Friedrich Popken | Numismatische Kostbarkeiten aus Mittelalter und Neuzeit, u. a. ‚‚Mehrfachporträts" aus einer westfälischen Privatsammlung

EUROPEAN COINS AND MEDALS

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UNGARN. SIEBENBÜRGEN, FÜRSTEN. Georg Rakoczi I., 1630-1648
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10 Dukaten 1647 NB, Nagybánya. 34,50 g. GEORG ° RAKo - ° D ± G ° PRI ° TRA ° Geharnischtes Hüftbild r. mit Kalpag (Pelzhaube), mit der Rechten das Zepter schulternd//PAR ° REG ° HVN ° DOM ° ET ° SI ± COMES ° 1647 Gekröntes Wappen, zu den Seiten Münzzeichen N - B. Fb. 377; Resch 56.
GOLD. Von größter Seltenheit.
Feine Kratzer im Feld der Vorderseite, Kopf leicht nachgraviert, sonst vorzüglich

Georg Rakoczi war der Sohn von Sigismund Rakoczi und dessen zweiter Frau Anna Gerendi und kam 1593 zur Welt. Zwischen 1606 und 1608 war sein Vater der Fürst von Siebenbürgen, was Georg über seine Standesgenossen hinaushob. Während des Dreißigjährigen Krieges fiel er mehrfach, seit 1630 als siebenbürgischer Fürst, 1644 im Verbund mit Schweden in die habsburgischen Teile von Ungarn ein. Dieser letzte Vorstoß war erfolgreich und ein Marsch Richtung Wien kam infrage, doch sein Lehensherr, der osmanische Sultan, unterband dieses Vorhaben. Es kam zum Vertrag von Linz 1645, in dem die Habsburger Teile Ungarns abgeben mußten. In der Folge wurden jedes Jahr 10 Dukaten-Stücke, wie das vorliegende, bis zu seinem Tod 1648 ausgegeben.