Auction 362
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The Salton Collection, part II - European Goldcoins

Lot 1132

Lot 1132

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Estimated price 20,000 €
Result 38,000 €

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THE MARK & LOTTIE SALTON COLLECTION, PART II. EUROPEAN GOLD COINS AND MEDALS. ITALIEN. KIRCHENSTAAT/VATIKAN. Leo X., 1513-1521.
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2 1/2 Ducati o. J., Rom. 8,68 g. LEO • X • PONTIFEX • MAXIMVS • Brustbild l. in geistlichem Ornat//° LVX • VERA - IN • TENE BRIS LVCET Die Heiligen drei Könige reiten l, im Abschnitt: ° ROMA ° / (Dreizack) ° . Fb. 43; Muntoni 1.
GOLD. Von großer Seltenheit. Sehr schön-vorzüglich

Wir konnten für dieses Stück keine Auktionsprovenienz oder einen Hinweis auf die Einkaufsquelle finden. Andere Exemplare fanden sich in Slg. Ramon (Bourgey 1914), Nr. 131, bei Hirsch 1955, Nr. 136, in Slg. Magnaguti 1956, Nr. 98 und bei MM AG 1962, Nr. 89.
Mark Salton sah die Erscheinung eines Kometen kurz nach der Wahl von Leo X. oder eine Gesandtschaft des portugiesischen Königs als Anlass dieser Münze. Wahrscheinlicher ist ein anderer Grund: Leo X. stammte aus der Familie der Medici. Er erbte von seinem Amtsvorgänger Julius II. das Fünfte Laterankonzil. Doch statt sich wie geplant mit der Kirchenreform zu beschäftigen - in seine Regierungszeit fällt der Beginn der deutschen Reformation -, lenkte der Medici-Papst die Diskussion auf eine Union mit der orthodoxen Kirche und den Türkenkrieg. Damit knüpfte er an den größten diplomatischen Erfolg der Medici an. Sie waren am Konzil zu Florenz von 1439 federführend beteiligt. Dort besiegelte der byzantinische Kaiser Johannes VIII. in der Hoffnung auf Hilfe gegen die Türken die Kirchenunion. Zum Denkmal dieses Erfolges wurde ein Fresko im Palazzo Medici Riccardi. Es zeigt den Zug der hl. Drei Könige und versah die darauf Dargestellten mit den Porträts der wichtigsten Protagonisten des Konzils. Leo X. verknüpfte also mit seinem Münzmotiv den größten diplomatischen Erfolg seiner Familie mit der eigenen Politik.