Orders and Decorations from the Estate of Wilhelm, Duke of Bavaria (1752–1837), among others
In cooperation with Philipp Württemberg Art Advisory GmbH
Coins and Medals from the Middle Ages and Modern times, particularly Denmark, Habsburg, Norway, and Saxony, including items from the Collection of Commercial Councilor Dr. Herbert Wenzel (Habsburg), the Collection of Dr. Wolfgang Kümpfel (Ernestine in Coburg and Gotha), the Collection of Jürgen and Erika Schmidt, Bovenden, and a Collection from former Aristocratic Estates.
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| Estimated price | 400 € |
| Starting price | 320 € |
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Satirische Silbermedaille 1710, unsigniert, vermutlich in Hamburg geprägt, auf den schwedischen Sieg über die Dänen bei Helsingborg am 28. Februar (nach gregorianischem Kalender am 10. März). Fama fliegt l. mit Trompete und Schild, worauf SCANIA LIBERATA, im Abschnitt das Datum der Schlacht nach dem gregorianischen Kalender//Ein Steinbock (= Magnus Stenbock) schlägt einen Elefanten (= Dänemark). 32,53 mm; 14,22 g. Coll. Fieweger 981 (dort in Zinn); Hildebrand I, S. 571, 158. Von großer Seltenheit. Vorzüglich
Exemplar der Sammlung Münzen und Medaillen aus adeligem Privatbesitz.
Die Dänen waren 1709 in Schonen und Blekinge einmarschiert und hatten Helsingborg besetzt. Der schwedische Generalgouverneur von Schonen, Graf Magnus Stenbock, hatte sich ins småländische Växjö zurückgezogen, da er zur Gegenwehr nicht über ausreichende Streitkräfte verfügte. Anfang 1710 zog er - hauptsächlich mit frisch eingezogenen Bauernjungen - gegen die Dänen und schlug bei Helsingborg die deutlich stärkeren dänischen Truppen, die unter dem Kommando von Graf Rantzau standen. Die Dänen flohen über den Öresund nach Seeland.
Die Rückseite stellt die provokante Frage: QUIS CREDERET SIC MONSTRA PELLERE REGNO (= "Wer hätte gedacht, daß man das Monster so leicht aus dem Reich werfen kann").
