Auction 441 - Part 3 (Lots 4644 - 4939)
Starts in 1 month(s) 10 day(s)

Orders and Decorations from the Estate of Wilhelm, Duke of Bavaria (1752–1837), among others

In cooperation with Philipp Württemberg Art Advisory GmbH


Coins and Medals from the Middle Ages and Modern times, particularly Denmark, Habsburg, Norway, and Saxony, including items from the Collection of Commercial Councilor Dr. Herbert Wenzel (Habsburg), the Collection of Dr. Wolfgang Kümpfel (Ernestine in Coburg and Gotha), the Collection of Jürgen and Erika Schmidt, Bovenden, and a Collection from former Aristocratic Estates.

THE HOLY ROMAN EMPIRE/AUSTRIAN COINS HOLY ROMAN EMPIRE

Lot 4806

Lot 4806

Bid


Estimated price 1,000 €
Starting price 800 €

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Joseph I., 1705-1711.

Silbermedaille 1710, unsigniert, vermutlich von P. H. Müller, auf die Einnahme von Douai, St. Venant, Béthune und Aire. Die geharnischten Brustbilder des Prinzen Eugen und John Churchills, Herzog von Marlborough, mit umgelegten Mänteln einander gegenüber//Fünf gekrönte Kartuschen mit Darstellungen der eroberten Plätze und einer Schlachtszene. Ohne Randschrift. 44,75 mm; 29,56 g. Eimer 448 (dort mit Randschrift); Hawkins Tf. CXXXIII, 2 (dort mit Randschrift); Popelka 174 (dort mit Randschrift); Senk 316 (dort mit Randschrift); Slg. Montenuovo 1319 (dort mit Randschrift); v. Loon IV, S. 598 (dort mit Randschrift). Hübsche Patina, winz. Kratzer und Randfehler, vorzüglich +

Der Schöpfer der Prägestempel ist u. E. nicht sicher zu bestimmen. Die Medaille steht in stilistischer Hinsicht eher den Arbeiten Müllers näher als denen von Hautsch. Die mit der Namensinitiale H signierte Vorderseite einer von Hautsch geschnittenen Medaille 1709 auf die Schlacht bei Malplaquet (Popelka 150) entspricht im Bild und Schrift zwar dem hier vorliegenden Stück, doch steht sie ihr in der stilistischen Umsetzung deutlich nach. Die beiden fünfstrahligen Sternrosetten innerhalb der Umschrift sind wohl kaum als Signatur von Philipp Heinrich Müller, sondern vielmehr als dekorative Interpunktion zu verstehen. Soweit Müller seine Arbeiten nicht mit seinen Initialen signierte, verwendete er einen sechsstrahligen Stern.