Auction 441 - Part 3 (Lots 4644 - 4939)
Starts in 1 month(s) 11 day(s)

Orders and Decorations from the Estate of Wilhelm, Duke of Bavaria (1752–1837), among others

In cooperation with Philipp Württemberg Art Advisory GmbH


Coins and Medals from the Middle Ages and Modern times, particularly Denmark, Habsburg, Norway, and Saxony, including items from the Collection of Commercial Councilor Dr. Herbert Wenzel (Habsburg), the Collection of Dr. Wolfgang Kümpfel (Ernestine in Coburg and Gotha), the Collection of Jürgen and Erika Schmidt, Bovenden, and a Collection from former Aristocratic Estates.

THE HOLY ROMAN EMPIRE/AUSTRIAN COINS HOLY ROMAN EMPIRE

Lot 4647

Lot 4647

Bid


Estimated price 1,500 €
Starting price 1,200 €

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Maximilian I., 1490-1519.

Guldiner o. J. (1508), Hall. Kaiserguldiner. 30,55 g. Stempel von Ulrich Ursentaler.  Dav. 8005; Egg S. 120, 9; M./T. vgl. 70 (dort als Goldabschlag); Voglh. 11. RR Leichte Glättungsspuren, sehr schön

Aus der Sammlung Kommerzialrat Dr. Herbert Wenzel, Wien.

Erworben 1947 von Lukastik.

Maximilian I., *1459 Wiener Neustadt, Ó1519 Wels, heiratete 1477 Maria von Burgund, wurde 1486 römischer König und folgte seinem Vater Friedrich III. 1490 in der Regierung. Da eine Kaiserkrönung durch den Papst wegen der angespannten militärischen und politischen Lage in Italien nicht möglich war, nahm Maximilian 1508 den Titel "Erwählter römischer Kaiser" an. Obwohl er persönlich tapfer kämpfte und daher im Volksmund als "der letzte Ritter" bezeichnet wurde, liegt seine Bedeutung weniger auf militärischem Gebiet als in seiner groß angelegten, den wechselnden Fronten angepassten Heirats- und Vertragspolitik, mit der er die Macht des Hauses Habsburg stärkte. Durch die Verheiratung seines Sohnes Philipp des Schönen mit Johanna der Wahnsinnigen legte er den Grundstein für die Weltgeltung seiner Familie. Innenpolitisch führte der letzte Ritter bedeutende Reformen durch (z. B. Ewiger Landfriede, Einführung des Gemeinen Pfennigs) und richtete zentrale Reichsbehörden ein (z. B. Reichskammergericht, Reichsregiment). Maximilian betätigte sich auch literarisch und veranlaßte die Abfassung des "Theuerdank", einer Darstellung seiner Brautfahrt, sowie des "Weißkunig", einer Verherrlichung seiner Taten.