Auction 439 - Part 1 (Lots 2001 - 2534)
Starts in 1 month(s) 6 day(s)

Gold Coins from around the world, particularly Denmark, Habsburg, Malta, and Saxony

including Coins from the Collection of Commercial Councilor Dr. Herbert Wenzel (Habsburg) and a Collection from Private Aristocratic Ownership


German Coins after 1871 including Coins from the Collection of Jürgen and Erika Schmidt, Bovenden

THE HOLY ROMAN EMPIRE/AUSTRIAN COINS HOLY ROMAN EMPIRE

Lot 2242

Lot 2242

Bid


Estimated price 3,000 €
Starting price 2,400 €

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Ferdinand I., 1522-1558-1564.

Dukatenklippe 1529, geprägt während der Belagerung der Stadt Wien durch die Türken. 3,44 g. Gekröntes Brustbild, zu den Seiten die geteilte Jahreszahl 15 - Z9, darunter TVRK • BLE / GERT • WI / : EN :, umher vier Dreiblätter//Kreuz, in den Winkeln die gekrönten Wappenschilde von Böhmen, Niederösterreich, Kastilien und Ungarn. Brause-Mansfeld Tf. 42, 9; Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.2.2.1; Fb. 22; Markl 278. GOLD. Von großer Seltenheit. Kl. Kratzer, fast vorzüglich

Aus der Sammlung Kommerzialrat Dr. Herbert Wenzel, Wien.

Der Tod des ungarischen Königs Ludwig II. nach der gegen die Türken verlorenen Schlacht bei Mohács am 29. August 1526 führte zur vertraglich vorgesehenen Nachfolge des Habsburgers Ferdinand, der am 22. Oktober 1526 in Prag zum König von Böhmen gewählt wurde. Gegen Ferdinand ließ sich am 14. Oktober 1526 Johann Zapolya zum König von Ungarn ausrufen. Zapolya mußte jedoch vor habsburgischen Truppen nach Polen fliehen und knüpfte von dort Beziehungen zum osmanischen Sultan Süleyman. Dieser drang nach Ungarn ein, ließ am 14. September 1529 Zapolya in Ofen zum König krönen und rückte mit einem gewaltigen Aufgebot von 250.000 Mann nach Wien, der wichtigsten Stadt der Habsburgischen Erblande, vor. Die Erste Wiener Türkenbelagerung war der Höhepunkt des 1. Österreichischen Türkenkrieges (1526-1555). Die Verteidiger der Stadt trafen drastische, aber übliche Maßnahmen, um die Stadt halten zu können: Bis auf eines wurden alle Tore zugemauert, die meisten Gebäude außerhalb der Stadtmauern wurden abgerissen, um den Osmanen keine Deckungsfläche zu gewähren, die 28 Boote der Donauflottille wurden verbrannt. Das osmanische Heer versuchte zunächst erfolgreich, Tunnel unter die Stadtmauer zu graben, um so Breschen in die Mauer sprengen zu können. Aufgrund der schlechten Versorgungslage und dem nahenden Winter war eine längere Belagerung ausgeschlossen. Sultan Süleyman entschloß sich daraufhin, die Belagerung abzubrechen. In der Stadt kam Belagerungsgeld in Klippenform in Verkehr, das aus eingeschmolzenen goldenen und silbernen Gerätschaften gefertigt worden war.