Auction 438 - Teil 3 (Lose 776 - 1078)
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Coins of the Ancient World

From the Topp Collection, Dormagen, the Jürgen and Erika Schmidt Collection, Bovenden, and The Everglades Collection

ROMAN COINS MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Maximianus II. Galerius, 293-311.

AR-Argenteus, 298, Antiochia, 4. Emission; 3,36 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Lagertor. Gautier 30 g (dies Exemplar); RIC 38 b. RR Winz. Druckstelle und min. Prägeschwächen auf dem Avers, vorzüglich/Stempelglanz

Exemplar der Auktion Bankhaus Aufhäuser 12, München 1996, Nr. 767 und der Auktion Giessener Münzhandlung 284, München 2022, Nr. 1017.

Der Argenteus wurde im Zuge der Währungsreform Diocletians im Jahr 294 eingeführt und unter Constantin I. 320 (möglicherweise aber auch erst in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts, siehe Vondrovec, K., in: MÖNG 55/2 (2015), S. 98-103, bes. S. 99) durch die Siliqua ersetzt. Das innovative Motiv der vier gemeinsam opfernden Herrscher vermittelte auf den ersten Argentei die einträchtige Regentschaft im neu eingerichteten System der Tetrarchie. Gautier (Le monnayage en argent de la réforme de Dioclétien (294-312 p.C.), 2021, S. 36) bemerkt, dass die Tetrarchen dabei wie bei der Porphyrgruppe am Markusdom in einer hierarchischen Ordnung aufgestellt sind: die höherrangigen Augusti im Vordergrund und dahinter ihre Caesares. Das Motiv steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem militärischen Erfolg Diocletians und Galerius' über die Sarmaten. Die Architektur im Bildhintergrund könnte daher auf ein Kastell verweisen (Stoll, R., Die Münzstätte der römischen Kaiser von Trier, 2000, S. 22).