Katalog - Auktion 438

Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“

Ergebnisse 121-140 von 475
Seite von 24
Auktion 438 - Teil 2 (Lose 301 - 775)
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GRIECHISCHE MÜNZEN BACTRIA
Los 421 1 Video
Euthydemos II., 200-190 v. Chr.

AR-attische Tetradrachme, Balkh; 16,95 g. Drapierte Büste r. mit Diadem//Herakles steht v. v. mit Kranz, Keule und Löwenfell. BN Bact. 1 C; Glenn O 27/R 72; Hoover 72; Mitchiner, Indogreek 113 d; SNG ANS 216. R Feine Tönung, winz. Schrötlingsfehler auf dem Avers, vorzüglich

Exemplar der Sammlung Melinda, Auktion Triton XXV, New York 2022, Nr. 554.

Ex US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung AU, Strike: 5/5, Surface: 4/5.

Ob Euthydemos II. ein Sohn oder ein jüngerer Bruder des Demetrios I. war, ist bisher nicht abschließend geklärt. In der numismatischen Forschung wurde sogar seine Existenz generell angezweifelt und seine Münzen Euthydemos I. oder dessen Sohn Demetrios I. zugewiesen. Die Münzen des Euthydemos II. weisen allerdings abweichend ein jüngeres Porträt und einen stehenden statt auf einem Felsen sitzenden Herakles auf. Holt, F. L., Did King Euthydemus II Really Exist?, in: NC 160 (2000), S. 81-91.

Schätzpreis
1.500 €
Startgebot
1.200 €

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Los 422 1 Video
Antimachos I., 174-165 v. Chr.

AR-attische Tetradrachme, Balkh; 16,78 g. Drapierte Büste r. mit Kausia//Poseidon steht v. v. mit Dreizack und Palmzweig mit Taenie. BN Bact. 1 D; Glenn O 33/R -; Hoover 106; Mitchiner, Indogreek 124 b; SNG ANS 276. Herrliche Tönung, winz. Reinigungsspuren, vorzüglich

Exemplar der Sammlung Oxus, Auktion Roma Numismatics XX, London 2020, Nr. 345.

Die Münzen des Antimachos I. unterscheiden sich durch die auffällige Kopfbedeckung des Herrschers deutlich von den Prägungen seiner Vorgänger. Die Kausia, eine flache, aus Makedonien stammende Mütze, hier in Form der einen Herrscher kennzeichnenden, purpurfarbenen Kausia diadematophoros, ist ein eindeutig makedonisches Attribut. Die Darstellung der Kausia soll hier aber nicht den Herrscher mit Makedonien in Verbindung bringen, sondern mit dem Alexanderheer und Alexander dem Großen selbst, sowie mit dessen Sieghaftigkeit (Janssen, S. 47 ff.). Auch einige Nachfolger wie Eukratides und spätere indo-griechische Könige übernahmen diese Ikonografie. Auch bei der Reversgestaltung zeigen sich deutliche Unterschiede zu den ersten graeco-baktrischen Herrschern: Während Euthydemos I. und II. sowie Demetrios I. Herakles als präferierte Gottheit zeigten, heben sich ihre Nachfolger durch einen Schwerpunkt auf Zeus ab. Antimachos I. ist allerdings der erste graeco-baktrische Herrscher, der mit Poseidon einen maritim konnotierten Gott abbildete. Diese Wahl wurde durch die hohe Bedeutung des Flusses Oxus sowie seine Funktion als Gott der Pferde und seiner Verbindung zu Erdbeben erklärt. Glenn, S., Money and Power in Hellenistic Bactria, New York 2020, S. 37-39 und 46; Janssen, E. Die Kausia. Symbolik und Funktion der makedonischen Kleidung, Dissertation Georg-August Universität zu Göttingen, Göttingen 2007.

Schätzpreis
1.000 €
Startgebot
800 €

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Los 423 1 Video
Eukratides I., 170-155 v. Chr.

AR-attische Tetradrachme, Balkh; 16,93 g. Drapierte Büste r. mit Diadem//Dioskuren reiten r. BN Bact. 1 D; Hoover 130; Mitchiner, Indogreek 168 a; SNG ANS 432. Herrliche Tönung, prägefrisch

Exemplar der Sammlung Oxus, Auktion Roma Numismatics XX, London 2020, Nr. 349.

Nachdem sich Demetrios I. Indien zugewandt hatte, gab es nördlich des Hindukush entweder ein Machtvakuum, oder die dortigen Griechen fühlten sich vernachlässigt, jedenfalls gab es 171 v. Chr. eine Rebellion mit Eukratides an der Spitze. Dieser konnte sich in Baktrien bis 168 völlig durchsetzen. Später griff er auch nach Indien aus und engte den Machtbereich Menanders ein. Er selbst wurde von einem Sohn, vermutlich Plato, grausam ermordet.

Schätzpreis
750 €
Startgebot
600 €

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Los 424 1
Eukratides I., 170-155 v. Chr.

AR-attische Tetradrachme, unbestimmte Münzstätte (Balkh?); 16,96 g. Drapierte Büste r. mit Helm//Dioskuren reiten r. BN Bact. 6 X; Hoover 131; Mitchiner, Indogreek 177 e; SNG ANS 472. Seltene Monogrammvariante. In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung Ch AU, Strike: 5/5, Surface: 4/5 (3602403-015). Sehr attraktives, gut zentriertes Exemplar, vorzüglich

Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".

Exemplar des Long Beach Signature Sale Heritage 3026, Long Beach 2013, Nr. 23231 und der Auktion Triton XXV, New York 2022, Nr. 5187.

Nachdem sich Demetrios I. Indien zugewandt hatte, gab es nördlich des Hindukush entweder ein Machtvakuum, oder die dortigen Griechen fühlten sich vernachlässigt, jedenfalls gab es 171 v. Chr. eine Rebellion mit Eukratides an der Spitze. Dieser konnte sich in Baktrien bis 168 völlig durchsetzen. Später griff er auch nach Indien aus und engte den Machtbereich Menanders ein. Er selbst wurde von einem Sohn, vermutlich Plato, grausam ermordet.

Die Münzprägung des Eukratides I. zeichnet sich durch eine auffällige Ikonografie auf dem Avers aus: Auf all seinen Prägungen ab der Zeit des Indienfeldzugs ist der Herrscher mit einem böotischen Kavalleriehelm zu sehen, der an den Seiten mit Stierhörnern geschmückt ist. Damit bediente er sich, so Julian Wünsch (S. 117), derselben Repräsentation wie bereits Seleukos I. bei seinem Feldzug gegen den indischen Maurya-König Chandragupta und verglich seine eigene militärische Leistungsfähigkeit mit der des großen Seleukiden. Allerdings ist der dargestellte Helm zwar als böotisch bezeichnet, war aber in der Kavallerie des Alexanderheeres verbreitet und wurde laut Eric Janssen – ähnlich wie bei der Kausia diadematophoros auf den Münzvorderseiten des Antimachos – verwendet, um den damit dargestellten Herrscher in Verbindung mit Alexander dem Großen und dessen Sieghaftigkeit zu bringen, und zwar parallel in Baktrien und im Seleukidenreich. In diesem Fall wäre bei der vorliegenden Münze also kein Vergleich der militärischen Leistungsfähigkeit des Eukratides mit der des Seleukos, sondern mit jener Alexanders des Großen intendiert gewesen, siehe Janssen, S. 63 ff. Auch der zugehörige Revers verweist mit den Schlachtenbeihelfern Kastor und Pollux im Kontrast zu Zeus, Herakles und Poseidon auf den Münzen seiner Vorgänger deutlich auf die militärische Begründung seines Königtums. Janssen, E. Die Kausia. Symbolik und Funktion der makedonischen Kleidung, Dissertation Georg-August Universität zu Göttingen, Göttingen 2007. Wünsch, J., Die Feldzüge des Eukratides I. von Baktrien und der Kampf um seine Nachfolge, in: JNG 71 (2021), S. 117-146.


Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.

Schätzpreis
1.000 €
Startgebot
800 €

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Los 425 1
Eukratides I., 170-155 v. Chr.

AR-attische Tetradrachme, unbestimmte Münzstätte (Balkh?); 16,96 g. Drapierte Büste r. mit Helm//Dioskuren reiten r. BN Bact. 6 E; Hoover 131; Mitchiner, Indogreek 177 ee; SNG ANS 465. Herrliche Tönung, vorzüglich

Exemplar der Auktion Lanz 86, München 1998, Nr. 222 und der Auktion Triton XXV, New York 2022, Nr. 560.

Ex US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung Ch MS, Strike: 5/5, Surface: 5/5.

Nachdem sich Demetrios I. Indien zugewandt hatte, gab es nördlich des Hindukush entweder ein Machtvakuum, oder die dortigen Griechen fühlten sich vernachlässigt, jedenfalls gab es 171 v. Chr. eine Rebellion mit Eukratides an der Spitze. Dieser konnte sich in Baktrien bis 168 völlig durchsetzen. Später griff er auch nach Indien aus und engte den Machtbereich Menanders ein. Er selbst wurde von einem Sohn, vermutlich Plato, grausam ermordet.
Die Münzprägung des Eukratides I. zeichnet sich durch eine auffällige Ikonografie auf dem Avers aus: Auf all seinen Prägungen ab der Zeit des Indienfeldzugs ist der Herrscher mit einem böotischen Kavalleriehelm zu sehen, der an den Seiten mit Stierhörnern geschmückt ist. Damit bediente er sich, so Julian Wünsch (S. 117), derselben Repräsentation wie bereits Seleukos I. bei seinem Feldzug gegen den indischen Maurya-König Chandragupta und verglich seine eigene militärische Leistungsfähigkeit mit der des großen Seleukiden. Allerdings ist der dargestellte Helm zwar als böotisch bezeichnet, war aber in der Kavallerie des Alexanderheeres verbreitet und wurde laut Eric Janssen – ähnlich wie bei der Kausia diadematophoros auf dem Avers von Los 422 – verwendet, um den damit dargestellten Herrscher in Verbindung mit Alexander dem Großen und dessen Sieghaftigkeit zu bringen, und zwar parallel in Baktrien und im Seleukidenreich. In diesem Fall wäre bei der vorliegenden Münze also kein Vergleich der militärischen Leistungsfähigkeit des Eukratides mit der des Seleukos, sondern mit jener Alexanders des Großen intendiert gewesen, siehe Janssen, S. 63 ff. Auch der zugehörige Revers verweist mit den Schlachtenbeihelfern Kastor und Pollux im Kontrast zu Zeus, Herakles und Poseidon auf den Münzen seiner Vorgänger deutlich auf die militärische Begründung seines Königtums. Janssen, E. Die Kausia. Symbolik und Funktion der makedonischen Kleidung, Dissertation Georg-August Universität zu Göttingen, Göttingen 2007. Wünsch, J., Die Feldzüge des Eukratides I. von Baktrien und der Kampf um seine Nachfolge, in: JNG 71 (2021), S. 117-146.

Schätzpreis
1.000 €
Startgebot
800 €

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Los 426 1
Eukratides I., 170-155 v. Chr.

AR-attische Tetradrachme, unbestimmte Münzstätte (Balkh?); 16,99 g. Drapierte Büste r. mit Helm//Dioskuren reiten r. BN Bact. 6 E; Hoover 131; Mitchiner, Indogreek 177 ee; SNG ANS 465. In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung Ch AU, Strike: 5/5, Surface: 5/5 (4934010-002). Herrliche Tönung, vorzüglich

Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".


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Schätzpreis
400 €
Startgebot
320 €

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Los 427 1
Eukratides I., 170-155 v. Chr.

AR-attische Tetradrachme, unbestimmte Münzstätte (Balkh?); 16,99 g. Drapierte Büste r. mit Helm//Dioskuren reiten r. BN Bact. 6 E; Hoover 131; Mitchiner, Indogreek 177 ee; SNG ANS 465. Feine Tönung, vorzüglich

Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".

Nachdem sich Demetrios I. Indien zugewandt hatte, gab es nördlich des Hindukush entweder ein Machtvakuum, oder die dortigen Griechen fühlten sich vernachlässigt, jedenfalls gab es 171 v. Chr. eine Rebellion mit Eukratides an der Spitze. Dieser konnte sich in Baktrien bis 168 völlig durchsetzen. Später griff er auch nach Indien aus und engte den Machtbereich Menanders ein. Er selbst wurde von einem Sohn, vermutlich Plato, grausam ermordet.


Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.

Schätzpreis
400 €
Startgebot
320 €

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GRIECHISCHE MÜNZEN INDIA
Los 428 1
Menander, 155-130 v. Chr.

AR-indische Drachme, unbestimmte Münzstätte; 2,54 g. Büste l. mit Pantherfell und Speer vom Rücken gesehen//Athena Alkidemos geht r. mit Aegis und Blitz. BN Bact. 6 C; Hoover 187; Mitchiner, Indogreek 221 d; SNG ANS 716. Feine Tönung, vorzüglich

Exemplar der Auktion Triton XXV, New York 2022, Nr. 6267 (dort im US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung Ch AU ★, Strike: 5/5, Surface: 5/5).

Menander war der bedeutendste der griechischen Herrscher in Indien. Zeitweise wurde er im Norden von Eukratides I. verdrängt. Er unternahm einen Feldzug bis Pataliputra am Ganges. Er ist der einzige indo-griechische Herrscher, der in der indischen Literatur erwähnt wird.

Schätzpreis
150 €
Startgebot
120 €

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Los 429 1
Menander, 155-130 v. Chr.

AR-indische Drachme, unbestimmte Münzstätte; 2,47 g. Drapierte Büste r. mit Helm//Athena Alkidemos l. mit Schild und Blitz. BN Bact. 16 E; Hoover 193; Mitchiner, Indogreek 218 b; SNG ANS 868. Feine Tönung, winz. Stempelfehler auf dem Avers, vorzüglich

Exemplar der Sammlung K. G. (erworben in den 1960er Jahren bis 2003), Auktion Giessener Münzhandlung 284, München 2022, Nr. 450.

Schätzpreis
75 €
Startgebot
60 €

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Los 430 1
Zoilos, 130-120 v. Chr.

AR-indische Drachme, unbestimmte Münzstätte; 2,43 g. Drapierte Büste r. mit Diadem//Herakles steht v. v. mit Kranz, Keule und Löwenfell. BN Bact. 3 B; Hoover 218; Mitchiner, Indogreek 256 b; SNG ANS 968 ff. RR Feine Tönung, gutes vorzüglich

Exemplar der Auktion Sternberg XXVII, Zürich 1994, Nr. 38; der Auktion Tkalec, Zürich 29. Februar 2000, Nr. 206; der Sammlung Pierre Strauss und der Auktion NAC 132, Zürich 2022, Nr. 387.

Schätzpreis
500 €
Startgebot
400 €

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Los 431 1
Antialkidas, 115-100 v. Chr.

AR-indische Drachme, Panjhir; 2,47 g. Drapierte Büste r. mit Kausia//Zeus Nikephoros sitzt l., davor Elefantenprotome l. BN Bact. 13 A; Hoover 259; Mitchiner, Indogreek 277 a; SNG ANS 1085 ff. Herrliche Patina, sehr schön-vorzüglich

Exemplar der Auktion Triton XXV, New York 2022, Nr. 5188.

Schätzpreis
100 €
Startgebot
80 €

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Los 432 1
Amyntas, 95-90 v. Chr.

AR-Drachme, unbestimmte Münzstätte; 2,53 g. Büste l. mit Aegis, Diadem und Speer//Zeus Nikephoros sitzt l. BN Bact. 9 B; Hoover 425; Mitchiner, Indogreek 392 a; SNG ANS 1248. Sehr selten, besonders in dieser Erhaltung. Leichte Auflagen, fast Stempelglanz

Exemplar der Sammlung Rubellite, Auktion Roma Numismatics XXIII, London 2022, Nr. 466.

Schätzpreis
750 €
Startgebot
600 €

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Los 433 1 Video
Hermaios, 90-70 v. Chr.

AR-indische Tetradrachme, unbestimmte Münzstätte; 9,28 g. Drapierte Büste r. mit Diadem//Zeus thront halbl. mit Zepter. BN Bact. 2 G; Hoover 290; Mitchiner, Indogreek 414 l; Senior, Hermaios H3bT. Feine Tönung, vorzüglich

Exemplar der Sammlung K. G. (von diesem erworben vor 2004), Auktion Giessener Münzhandlung 284, München 2022, Nr. 459.

Hermaios war der letzte griechische König in Paropanisadae, bevor die Skythen das Land eroberten. Die Ikonografie der greaco-baktrischen, bzw. der indo-baktrischen Münzen beeinflusste auch die Gestaltung ihrer Prägungen. So findet sich beispielsweise die hellenistische Nike auch noch auf den Münzen der Indo-Parther, der Indo-Skythen, aber auch noch auf Prägungen der Kushan. Die Prägungen von Hermaios mit thronendem Zeus wurden von Letzteren dabei besonders häufig imitiert. Zeus wurde dabei schließlich schrittweise durch Herakles abgelöst. Taasob, R., Development of Greek Religious Iconography in Early Kushan Coinage: Adaptation, Integration and Transformation, in: Studia Hercynia XXVII.1 (2023), S. 178-188.

Schätzpreis
1.000 €
Startgebot
800 €

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GRIECHISCHE MÜNZEN AEGYPTUS
Los 434 1
Ptolemaios I., 323-305-283 v. Chr.

AR-Tetradrachme, um 294 v. Chr., Alexandria; 14,14 g. Kopf r. mit Diadem//Adler auf Blitz l., davor Ρ und Monogramm. CPE 132; SNG Cop. 69; Svoronos 252. Herrliche Tönung, fast vorzüglich/vorzüglich

Exemplar der Auktion Peus Nachf. 334, Frankfurt am Main 1992, Nr. 687 und der Auktion Peus Nachf. 337, Frankfurt am Main 1993, Nr. 266.

Schätzpreis
1.250 €
Startgebot
1.000 €

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Los 435 1
Ptolemaios I., 323-305-283 v. Chr.

AR-Tetradrachme, um 294 v. Chr., Alexandria; 14,3 g. Kopf r. mit Diadem//Adler auf Blitz l., davor Ρ und Monogramm. CPE 132; SNG Cop. 69; Svoronos 252. Feine Tönung, sehr schön/fast vorzüglich

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 419, Osnabrück 2025, Nr. 297.

Schätzpreis
1.000 €
Startgebot
800 €

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Los 436 1 Video
Ptolemaios III., 246-222 v. Chr für Ptolemaios II., Arsinoë II., Ptolemaios I. und Berenike I.

AV-Oktodrachme (Mnaion), Alexandria; 27,71 g. Büsten des Ptolemaios II. und der Arsinoë II. r., dahinter Schild//Büsten des Ptolemaios I. und der Berenike I. r. CPE 313; Olivier/Lorber in RBN 159 (2013), Av 12/Rv 44; SNG Cop. 132; Svoronos 603. RR Kl. Kratzer, etwas dunkler Belag, leichte Reinigungsspuren, sehr schön

Exemplar der Sammlung Antike Münzen aus adeligem Privatbesitz (abgeschlossen vor dem Ersten Weltkrieg).

Schätzpreis
4.000 €
Startgebot
3.200 €

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Los 437 1 Video
Ptolemaios III., 246-222 v. Chr. für Berenike II.

AR-Pentekaidekadrachme, um 245 v. Chr., Alexandria; 50,85 g. Drapierte Büste r. mit Diadem und Schleier//Füllhorn mit Taenie zwischen Pilei der Dioskuren. CPE 734; Sewell-Lasater in RN 177 (2020), O1/R1; SNG Cop. -; Svoronos 988. RR Reparierter Randausbruch, min. Bearbeitungsspuren am Rand, min. gereinigt, fast vorzüglich

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 84, München 1997, Nr. 5467.

Das Nominal dieses Typs ist von Svoronos ursprünglich als Dodekadrachme im attischen Münzfuß identifiziert worden, die jüngere Forschung jedoch spricht sich eher für die Bezeichnung als Pentekaidekadrachme nach ptolemäischen Standard aus (s. Lorber, Coins of the Ptolemaic Empire, Pt. 1, Vol. 1, New York 2018, S. 394).

Berenike II. wurde um 270 v. Chr. als Tochter des Magas von Kyrene und der syrischen Prinzessin Apama geboren. Um 250 v. Chr. wurde sie von Magas mit Ptolemaios III. verlobt, nach dem Tod ihres Vaters wurde diese Verlobung jedoch gelöst und ihre Mutter verheiratete Berenike mit einem Bruder des Antigonos Gonatas, der jedoch bald ermordet wurde. Berenike heiratete 246 v. Chr. Ptolemaios III., der in den Dritten Syrischen Krieg zog und die Regierungsgeschäfte in der Heimat seiner Gemahlin überließ. Aus dieser Zeit stammt die Geschichte von der "Locke der Berenike": Die Königin gelobte, für die glückliche Heimkehr ihres Mannes eine Haarlocke zu opfern, die in den Tempel der Arsinoe gebracht wurde, dort jedoch am nächsten Tag verschwunden war. Der Mathematiker und Hofastronom Konon von Samos soll die Locke als Sternbild am Himmel wiederentdeckt haben. Aus der Ehe mit Ptolemaios III. gingen sechs Kinder hervor, u. a. Ptolemaios IV., der jedoch seine Mutter bald nach dem Tod des Ptolemaios III. ermorden ließ. Berenike wurde bereits zu Lebzeiten kultisch verehrt, Ptolemaios IV. richtete 211/210 v. Chr. anläßlich der Ptolemaia ein Priesteramt, die Athlophore der Berenike Euergetis ein, welche im Rang noch vor dem Priesteramt der Arsinoe II. rangierte.

Schätzpreis
17.500 €
Startgebot
14.000 €

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Los 438 1 Video
Ptolemaios IV., 221-205 v. Chr.

AV-Oktodrachme, 219/217 v. Chr., Alexandria; 26,09 g. Büste Ptolemaios III. r. mit Strahlenbinde, Dreizack und Aegis//Füllhorn mit Diadem und Strahlenbinde, unten ΔΙ. CPE 888; Olivier/Lorber in RBN 159 (2013), Av. 4/Rv. 15; SNG Cop. 196; Svoronos 1117. RR In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung AU, Strike: 5/5, Surface: 4/5, light marks (8583429-001). Feine Reste von Prägeglanz, winz. Kratzer, sonst knapp vorzüglich

Erworben bei Numismatica Genevensis (NGSA), Genf.

Der vergöttlichte Ptolemaios III. trägt die Attribute von Helios, Poseidon und Athena, eine im Hellenismus beliebte Kombination von Göttern.

Schätzpreis
20.000 €
Startgebot
16.000 €

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Los 439 1
Ptolemaios V., 204-180 v. Chr.

AR-Tetradrachme, Alexandria; 14,28 g. Kopf Ptolemaios I. r. mit Diadem//Adler auf Blitz l. CPE 968; SNG Cop. 244 f.; Svoronos 1231. Feine irisierende Tönung, vorzüglich-Stempelglanz

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 265, München 2019, Nr. 655.

Schätzpreis
400 €
Startgebot
320 €

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Los 440 1
Ptolemaios V., 204-180 v. Chr.

AR-Tetradrachme, Alexandria; 14,02 g. Kopf Ptolemaios I. r. mit Diadem//Adler auf Blitz l. CPE 968; SNG Cop. 244 f.; Svoronos 1231. Feine Tönung, winz. Kratzer auf dem Avers, fast vorzüglich

Exemplar der Auktion Elsen 147, Brüssel 2021, Nr. 103.

Schätzpreis
200 €
Startgebot
160 €

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