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Katalog 335 - Teil 2
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EUROPÄISCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN NIEDERLANDE
Los 5181 1
MEDAILLEN (HISTORIEPENNINGEN)

Silberne Hohlgußmedaille 1696,

unsigniert, auf den Tod des Pfarrers Johannes Wilkens. Wilkens auf Predigtstuhl, das Abendmahl feiernd mit der Gemeinde//Totenträger mit Sarg gehen nach l., r. Stadtansicht von Haarlem. 67,80 x 55,87 mm; 42,42 g.

Bemolt van Loghum Slaterus 551. Von größter Seltenheit. Felder ziseliert, sehr schön

Exemplar der Auktion Jacques Schulman 203, Amsterdam 1938, Nr. 489 und der Auktion Jacques Schulman 278, Amsterdam 1984, Nr. 1422.

Schätzpreis
1.000 €
Zuschlag
1.700 €

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Los 5182 1
MEDAILLEN (HISTORIEPENNINGEN)

Silbermedaille o. J. (1786),

von De Meyer, auf die Silberhochzeit von Nicolaas Kien und Margaretha Buck. Mann und Frau reichen sich über brennendem Altar mit Familienwappen die Hand, oben strahlendes Dreieck//14 Zeilen Schrift. 44,21 mm; 30,63 g.

Bemolt van Loghum Slaterus 1414; Verv. v. Loon 640. Hübsche Patina, kl. Randfehler, vorzüglich-Stempelglanz

Schätzpreis
100 €
Zuschlag
220 €

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Los 5183 1
MEDAILLEN (HISTORIEPENNINGEN)

Moritz von Oranien, Statthalter der Niederlande 1584-1625. Silbermedaille 1597,

unsigniert, von G. v. Bijlaer, auf seinen Sieg bei Turnhout über die Spanier sowie die Einnahme der Städte Alpen, Rheinberg, Moers, Groenlo, Brevort, Enschede, Oldenzaal, Ootmarsum und Lingen. Schlachtszene, im Hintergrund Stadtansicht von Turnhout//Vier Zeilen Schrift, umher Ring, in dem die Ansichten der neun eroberten Städte dargestellt sind. 51,23 mm; 45,64 g.

v. Loon I, S. 494. RR Hübsche Patina, vorzüglich

Schätzpreis
1.500 €
Zuschlag
2.000 €

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Los 5184 1
MEDAILLEN (HISTORIEPENNINGEN)

Moritz von Oranien, Statthalter der Niederlande 1584-1625. Ovale Silbergußmedaille 1615,

unsigniert, auf seine Aufnahme in den Hosenbandorden. Geharnischtes Brustbild mit Mühlsteinkragen fast v. v.//Gekröntes, mehrfeldiges Wappen, umher der Hosenbandorden. 55,82 x 45,32 mm; 33,29 g.

Slg. Vielhaber (Moers in Nummis) 68; v. Loon II, S. 87 (dort mit Jahreszahl 1613). Scharfer, zeitgenössischer Guß. Kl. Henkelspur, vorzüglich

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
1.100 €

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Los 5185 1

Stadt. Einseitiger Taler o. J. (Septemberemission 1573).

Gegossene Notausgabe aus einer Blei-/Zinnlegierung, gefertigt während der Belagerung durch spanische Truppen unter Fadrique Álvarez de Toledo. 21,02 g. Stadtwappen (Burg).

Brause-Mansfeld Tf. 38, 2; Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.1.1; Purmer/van der Wiel Al 01; Vanhoudt 468 (R1). RR Sehr schön

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 77, Osnabrück 2002, Nr. 849.

Von der am 13. Juli 1583 eroberten Stadt Haarlem wandten sich die Truppen des 'Don Frederico' (Fadrique Álvarez de Toledo), des Sohnes des spanischen Feldherrn Herzog Alba, gegen Alkmaar. Die Belagerung der Stadt und die Erstürmungsattacken blieben jedoch erfolglos, so dass die Belagerer am 9. Oktober 1573 wieder abziehen mussten. Es existieren aus dieser Zeit zwei verschiedene städtische Notgeldemissionen vom September und vom Oktober.

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
650 €

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Los 5186 1

Stadt. Einseitiger 1/4 Taler 1573 (Oktoberemission).

Gegossene Notausgabe aus einer Blei-/Zinnlegierung, gefertigt während der Belagerung durch spanische Truppen unter Fadrique Álvarez de Toledo. 6,76 g. Stadtwappen (Burg), zu den Seiten die abgekürzte Jahreszahl 7 - 3.

Brause-Mansfeld Tf. 38, 3; Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.1.4; Purmer/van der Wiel Al 03; Vanhoudt 469 (R1) Anm. R Sehr schön

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Auktion Hans M. F. Schulman 5, New York 1970, Nr. 1376 (Lot).

Von der am 13. Juli 1583 eroberten Stadt Haarlem wandten sich die Truppen des 'Don Frederico' (Fadrique Álvarez de Toledo), des Sohnes des spanischen Feldherrn Herzog Alba, gegen Alkmaar. Die Belagerung der Stadt und die Erstürmungsattacken blieben jedoch erfolglos, so dass die Belagerer am 9. Oktober 1573 wieder abziehen mussten. Es existieren aus dieser Zeit zwei verschiedene städtische Notgeldemissionen vom September und vom Oktober.

Schätzpreis
200 €
Zuschlag
650 €

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EUROPÄISCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN NIEDERLANDE
Los 5187 1
AMSTERDAM

Stadt. Achteckige Klippe zu 40 Stübern 1578,

geprägt während der Blockade durch Truppen der Generalstaaten. 26,49 g. Gekröntes Stadtwappen, von zwei Löwen gehalten, im Abschnitt die Jahreszahl 1578 Û XL Û, oben im Winkel Lötgefäß//g P g / g AR Û ET g / g FO g, umher Kranz.

Brause-Mansfeld Tf. 14, 17; Delm. 186 (R1); Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.2.1; Purmer/van der Wiel Am 01; Vanhoudt 508 A. R Feine Patina, sehr schön

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Slg. Ruis de Perez, Auktion Schulman, Amsterdam 1913, Nr. 9 und der Lagerliste Schulman 234, Amsterdam 1987, Nr. 2253.

Holland, Zeeland und die südlichen Provinzen hatten am 8. November 1576 die Pazifikation von Gent verabschiedet, deren Hauptziel die gemeinschaftliche Beseitigung der spanischen Gewaltherrschaft beinhaltete. Da sich Amsterdam standhaft weigerte, der Erhebung gegen Philipp II. beizutreten, begannen Streitkräfte der Staaten von Holland in den letzten Tagen des Jahres 1577 mit der Blockade, die mit der Aufgabe der Stadt am 8. Februar 1578 endete. Schon am 5. Januar beschloss der Magistrat, das Ratssilber einzuschmelzen und daraus Notmünzen zu 40, 20, 10 und 5 Stüber schlagen zu lassen. Die nach diesem Ratsentscheid geprägten silbernen Klippen wurden erst am 31. Januar in Verkehr gesetzt, nun aber infolge der verschlechterten Situation schon mit einer höheren Bewertung, nämlich mit 50, 25, 12 ½ und 6 1/4 Stüber, trotz der entsprechend dem Beschluß vom 5. Januar niedrigeren Wertangaben im Gepräge. Es existieren zwei grundsätzlich verschiedene Grundtypen dieser Amsterdamer Klippen. Der eine Typus ist vertreten durch ein- oder auch zweiseitige Gepräge, die auf der Vorderseite einen großen Stempel mit dem Stadtwappen, der Wertangabe und der Jahreszahl im geperlten Rund aufweist und eine zweite kleine Stempelung mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds tragen. Der zweite Typus besteht aus einseitigen Klippen, die mit drei verschiedenen Stempelungen gekennzeichnet wurden, nämlich mit einer großen Stempelung mit dem frei stehenden gekrönten Wappenschild, einer weiteren mit der Jahreszahl und Wertbezeichnung im vertieften Feld und einer dritten mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds. Vom zuerst genannten Typ existiert ein Exemplar, das seit dem Jahre 1580 in Basel archiviert worden ist. Der zweite Typ ist erstmals in dem 1631 verlegten Arendt'schen Münzbuch abgebildet und dokumentiert worden. Da die Amsterdamer Ratsprotokolle keine Hinweise auf zwei zeitlich verschiedene städtische Münzemissionen aus der Zeit der Blockade von 1577/1578 geben, hat man erwogen, ob die Münzen des zweiten Typs nach der Belagerung, zweifelsohne aber vor 1632 entstanden sind. Da man aber nicht von der Vollständigkeit der auf uns gekommenen schriftlichen Überlieferung ausgehen kann, ist es unseres Erachtens wahrscheinlich, dass auch der zweite Grundtypus dieser Amsterdamer Notprägungen zur Zeit der Blockade entstanden ist.

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
600 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 5188 1
AMSTERDAM

Stadt. Achteckige Klippe zu 40 Stübern 1578,

geprägt während der Blockade durch Truppen der Generalstaaten. 26,82 g. Gekröntes Stadtwappen, von zwei Löwen gehalten, zu den Seiten der Krone, die Wertangabe X - L, im Abschnitt die Jahreszahl 1578, oben im Winkel PG (Roelant Pigge Goverts)//g P g / g AR Û ET g / g FO g, umher Kranz.

Brause-Mansfeld Tf. 14, 8; Delm. 193 (R1); Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.2.2; Purmer/van der Wiel Am 01.1; Vanhoudt 508 B (R2). R Attraktives Exemplar mit feiner Patina, winz. Graffiti auf Vorder- und Rückseite, vorzüglich

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Auktion Emile Bourgey, Paris, Juni 1989, Nr. 790.

Holland, Zeeland und die südlichen Provinzen hatten am 8. November 1576 die Pazifikation von Gent verabschiedet, deren Hauptziel die gemeinschaftliche Beseitigung der spanischen Gewaltherrschaft beinhaltete. Da sich Amsterdam standhaft weigerte, der Erhebung gegen Philipp II. beizutreten, begannen Streitkräfte der Staaten von Holland in den letzten Tagen des Jahres 1577 mit der Blockade, die mit der Aufgabe der Stadt am 8. Februar 1578 endete. Schon am 5. Januar beschloss der Magistrat, das Ratssilber einzuschmelzen und daraus Notmünzen zu 40, 20, 10 und 5 Stüber schlagen zu lassen. Die nach diesem Ratsentscheid geprägten silbernen Klippen wurden erst am 31. Januar in Verkehr gesetzt, nun aber infolge der verschlechterten Situation schon mit einer höheren Bewertung, nämlich mit 50, 25, 12 ½ und 6 1/4 Stüber, trotz der entsprechend dem Beschluß vom 5. Januar niedrigeren Wertangaben im Gepräge. Es existieren zwei grundsätzlich verschiedene Grundtypen dieser Amsterdamer Klippen. Der eine Typus ist vertreten durch ein- oder auch zweiseitige Gepräge, die auf der Vorderseite einen großen Stempel mit dem Stadtwappen, der Wertangabe und der Jahreszahl im geperlten Rund aufweist und eine zweite kleine Stempelung mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds tragen. Der zweite Typus besteht aus einseitigen Klippen, die mit drei verschiedenen Stempelungen gekennzeichnet wurden, nämlich mit einer großen Stempelung mit dem frei stehenden gekrönten Wappenschild, einer weiteren mit der Jahreszahl und Wertbezeichnung im vertieften Feld und einer dritten mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds. Vom zuerst genannten Typ existiert ein Exemplar, das seit dem Jahre 1580 in Basel archiviert worden ist. Der zweite Typ ist erstmals in dem 1631 verlegten Arendt'schen Münzbuch abgebildet und dokumentiert worden. Da die Amsterdamer Ratsprotokolle keine Hinweise auf zwei zeitlich verschiedene städtische Münzemissionen aus der Zeit der Blockade von 1577/1578 geben, hat man erwogen, ob die Münzen des zweiten Typs nach der Belagerung, zweifelsohne aber vor 1632 entstanden sind. Da man aber nicht von der Vollständigkeit der auf uns gekommenen schriftlichen Überlieferung ausgehen kann, ist es unseres Erachtens wahrscheinlich, dass auch der zweite Grundtypus dieser Amsterdamer Notprägungen zur Zeit der Blockade entstanden ist.

Schätzpreis
1.000 €
Zuschlag
1.100 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 5189 1
AMSTERDAM

Stadt. Achteckige Klippe zu 40 Stübern 1578,

geprägt während der Blockade durch Truppen der Generalstaaten. 26,82 g. Gekröntes Stadtwappen, von zwei Löwen gehalten, zu den Seiten der Krone, die Wertangabe X - L, im Abschnitt die Jahreszahl 1578, oben l. im Winkel Feuereisen.

Brause-Mansfeld Tf. 14, 10; Delm. 188 (R1); Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.2.2; Purmer/van der Wiel Am 01.1; Vanhoudt 508 C (R2). R Starke Schrötlingsrisse, Doppelschlag, sehr schön

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Auktion Karla W. Schenk-Behrens 58, Essen 1989, Nr. 5052.

Holland, Zeeland und die südlichen Provinzen hatten am 8. November 1576 die Pazifikation von Gent verabschiedet, deren Hauptziel die gemeinschaftliche Beseitigung der spanischen Gewaltherrschaft beinhaltete. Da sich Amsterdam standhaft weigerte, der Erhebung gegen Philipp II. beizutreten, begannen Streitkräfte der Staaten von Holland in den letzten Tagen des Jahres 1577 mit der Blockade, die mit der Aufgabe der Stadt am 8. Februar 1578 endete. Schon am 5. Januar beschloss der Magistrat, das Ratssilber einzuschmelzen und daraus Notmünzen zu 40, 20, 10 und 5 Stüber schlagen zu lassen. Die nach diesem Ratsentscheid geprägten silbernen Klippen wurden erst am 31. Januar in Verkehr gesetzt, nun aber infolge der verschlechterten Situation schon mit einer höheren Bewertung, nämlich mit 50, 25, 12 ½ und 6 1/4 Stüber, trotz der entsprechend dem Beschluß vom 5. Januar niedrigeren Wertangaben im Gepräge. Es existieren zwei grundsätzlich verschiedene Grundtypen dieser Amsterdamer Klippen. Der eine Typus ist vertreten durch ein- oder auch zweiseitige Gepräge, die auf der Vorderseite einen großen Stempel mit dem Stadtwappen, der Wertangabe und der Jahreszahl im geperlten Rund aufweist und eine zweite kleine Stempelung mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds tragen. Der zweite Typus besteht aus einseitigen Klippen, die mit drei verschiedenen Stempelungen gekennzeichnet wurden, nämlich mit einer großen Stempelung mit dem frei stehenden gekrönten Wappenschild, einer weiteren mit der Jahreszahl und Wertbezeichnung im vertieften Feld und einer dritten mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds. Vom zuerst genannten Typ existiert ein Exemplar, das seit dem Jahre 1580 in Basel archiviert worden ist. Der zweite Typ ist erstmals in dem 1631 verlegten Arendt'schen Münzbuch abgebildet und dokumentiert worden. Da die Amsterdamer Ratsprotokolle keine Hinweise auf zwei zeitlich verschiedene städtische Münzemissionen aus der Zeit der Blockade von 1577/1578 geben, hat man erwogen, ob die Münzen des zweiten Typs nach der Belagerung, zweifelsohne aber vor 1632 entstanden sind. Da man aber nicht von der Vollständigkeit der auf uns gekommenen schriftlichen Überlieferung ausgehen kann, ist es unseres Erachtens wahrscheinlich, dass auch der zweite Grundtypus dieser Amsterdamer Notprägungen zur Zeit der Blockade entstanden ist.

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
460 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 5190 1
AMSTERDAM

Stadt. Achteckige Klippe zu 20 Stübern 1578,

geprägt während der Blockade durch Truppen der Generalstaaten. 13,44 g. Gekröntes Stadtwappen, oben zu den Seiten der Krone die Wertangabe X - X, zu den Seiten des Schildes die geteilte Jahreszahl 15 - 78, oben im Winkel Lötgefäß//g P g / g AR Û ET g / g FO g, umher Kranz.

Brause-Mansfeld Tf. 14, 22; Delm. 185 (R1); Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.2.3 (dort irrtümlich als 40 Stuiver bezeichnet); Purmer/van der Wiel Am 02; Vanhoudt 509 A (R2). R Doppelschlag, sehr schön

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Auktion Jacques Schulman 288, Amsterdam 1988, Nr. 125.

Holland, Zeeland und die südlichen Provinzen hatten am 8. November 1576 die Pazifikation von Gent verabschiedet, deren Hauptziel die gemeinschaftliche Beseitigung der spanischen Gewaltherrschaft beinhaltete. Da sich Amsterdam standhaft weigerte, der Erhebung gegen Philipp II. beizutreten, begannen Streitkräfte der Staaten von Holland in den letzten Tagen des Jahres 1577 mit der Blockade, die mit der Aufgabe der Stadt am 8. Februar 1578 endete. Schon am 5. Januar beschloss der Magistrat, das Ratssilber einzuschmelzen und daraus Notmünzen zu 40, 20, 10 und 5 Stüber schlagen zu lassen. Die nach diesem Ratsentscheid geprägten silbernen Klippen wurden erst am 31. Januar in Verkehr gesetzt, nun aber infolge der verschlechterten Situation schon mit einer höheren Bewertung, nämlich mit 50, 25, 12 ½ und 6 1/4 Stüber, trotz der entsprechend dem Beschluß vom 5. Januar niedrigeren Wertangaben im Gepräge. Es existieren zwei grundsätzlich verschiedene Grundtypen dieser Amsterdamer Klippen. Der eine Typus ist vertreten durch ein- oder auch zweiseitige Gepräge, die auf der Vorderseite einen großen Stempel mit dem Stadtwappen, der Wertangabe und der Jahreszahl im geperlten Rund aufweist und eine zweite kleine Stempelung mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds tragen. Der zweite Typus besteht aus einseitigen Klippen, die mit drei verschiedenen Stempelungen gekennzeichnet wurden, nämlich mit einer großen Stempelung mit dem frei stehenden gekrönten Wappenschild, einer weiteren mit der Jahreszahl und Wertbezeichnung im vertieften Feld und einer dritten mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds. Vom zuerst genannten Typ existiert ein Exemplar, das seit dem Jahre 1580 in Basel archiviert worden ist. Der zweite Typ ist erstmals in dem 1631 verlegten Arendt'schen Münzbuch abgebildet und dokumentiert worden. Da die Amsterdamer Ratsprotokolle keine Hinweise auf zwei zeitlich verschiedene städtische Münzemissionen aus der Zeit der Blockade von 1577/1578 geben, hat man erwogen, ob die Münzen des zweiten Typs nach der Belagerung, zweifelsohne aber vor 1632 entstanden sind. Da man aber nicht von der Vollständigkeit der auf uns gekommenen schriftlichen Überlieferung ausgehen kann, ist es unseres Erachtens wahrscheinlich, dass auch der zweite Grundtypus dieser Amsterdamer Notprägungen zur Zeit der Blockade entstanden ist.

Schätzpreis
400 €
Zuschlag
340 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 5191 1
AMSTERDAM

Stadt. Achteckige Klippe zu 20 Stübern 1578,

geprägt während der Blockade durch Truppen der Generalstaaten. 13,52 g. Gekröntes Stadtwappen, oben zu den Seiten der Krone die Wertangabe X - X, zu den Seiten des Schildes die geteilte Jahreszahl 15 - 78, oben im Winkel PG (Roelant Pigge Goverts)//g P g / g AR Û ET g / g FO g, umher Kranz.

Brause-Mansfeld Tf. 14, 21; Delm. 194 (R1); Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.2.3 (dort irrtümlich als 40 Stuiver bezeichnet); Purmer/van der Wiel Am 02; Vanhoudt 509 B (R2). R Schrötlingsriß, Prägeschwäche, sehr schön

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Lagerliste Robert Schulman 239, Amsterdam 1990, Nr. 85.

Holland, Zeeland und die südlichen Provinzen hatten am 8. November 1576 die Pazifikation von Gent verabschiedet, deren Hauptziel die gemeinschaftliche Beseitigung der spanischen Gewaltherrschaft beinhaltete. Da sich Amsterdam standhaft weigerte, der Erhebung gegen Philipp II. beizutreten, begannen Streitkräfte der Staaten von Holland in den letzten Tagen des Jahres 1577 mit der Blockade, die mit der Aufgabe der Stadt am 8. Februar 1578 endete. Schon am 5. Januar beschloss der Magistrat, das Ratssilber einzuschmelzen und daraus Notmünzen zu 40, 20, 10 und 5 Stüber schlagen zu lassen. Die nach diesem Ratsentscheid geprägten silbernen Klippen wurden erst am 31. Januar in Verkehr gesetzt, nun aber infolge der verschlechterten Situation schon mit einer höheren Bewertung, nämlich mit 50, 25, 12 ½ und 6 1/4 Stüber, trotz der entsprechend dem Beschluß vom 5. Januar niedrigeren Wertangaben im Gepräge. Es existieren zwei grundsätzlich verschiedene Grundtypen dieser Amsterdamer Klippen. Der eine Typus ist vertreten durch ein- oder auch zweiseitige Gepräge, die auf der Vorderseite einen großen Stempel mit dem Stadtwappen, der Wertangabe und der Jahreszahl im geperlten Rund aufweist und eine zweite kleine Stempelung mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds tragen. Der zweite Typus besteht aus einseitigen Klippen, die mit drei verschiedenen Stempelungen gekennzeichnet wurden, nämlich mit einer großen Stempelung mit dem frei stehenden gekrönten Wappenschild, einer weiteren mit der Jahreszahl und Wertbezeichnung im vertieften Feld und einer dritten mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds. Vom zuerst genannten Typ existiert ein Exemplar, das seit dem Jahre 1580 in Basel archiviert worden ist. Der zweite Typ ist erstmals in dem 1631 verlegten Arendt'schen Münzbuch abgebildet und dokumentiert worden. Da die Amsterdamer Ratsprotokolle keine Hinweise auf zwei zeitlich verschiedene städtische Münzemissionen aus der Zeit der Blockade von 1577/1578 geben, hat man erwogen, ob die Münzen des zweiten Typs nach der Belagerung, zweifelsohne aber vor 1632 entstanden sind. Da man aber nicht von der Vollständigkeit der auf uns gekommenen schriftlichen Überlieferung ausgehen kann, ist es unseres Erachtens wahrscheinlich, dass auch der zweite Grundtypus dieser Amsterdamer Notprägungen zur Zeit der Blockade entstanden ist.

Schätzpreis
400 €
Zuschlag
340 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 5192 1
AMSTERDAM

Stadt. Achteckige Klippe zu 20 Stübern 1578,

geprägt während der Blockade durch Truppen der Generalstaaten. 13,49 g. Gekröntes Stadtwappen, oben zu den Seiten der Krone die Wertangabe XX, zu den Seiten des Schildes die geteilte Jahreszahl 15 - 78, oben im Winkel Feuereisen//g P g / g AR Û ET g / g FO g, umher Kranz.

Brause-Mansfeld Tf. 14, 25; Delm. 189 (R1); Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.2.3 (dort irrtümlich als 40 Stuiver bezeichnet); Purmer/van der Wiel Am 02; Vanhoudt 508 (R2). R Winz. Prägeschwäche, sehr schön

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Lagerliste Laurens Schulman, Bussum, Oktober 1987, Nr. 87.

Holland, Zeeland und die südlichen Provinzen hatten am 8. November 1576 die Pazifikation von Gent verabschiedet, deren Hauptziel die gemeinschaftliche Beseitigung der spanischen Gewaltherrschaft beinhaltete. Da sich Amsterdam standhaft weigerte, der Erhebung gegen Philipp II. beizutreten, begannen Streitkräfte der Staaten von Holland in den letzten Tagen des Jahres 1577 mit der Blockade, die mit der Aufgabe der Stadt am 8. Februar 1578 endete. Schon am 5. Januar beschloss der Magistrat, das Ratssilber einzuschmelzen und daraus Notmünzen zu 40, 20, 10 und 5 Stüber schlagen zu lassen. Die nach diesem Ratsentscheid geprägten silbernen Klippen wurden erst am 31. Januar in Verkehr gesetzt, nun aber infolge der verschlechterten Situation schon mit einer höheren Bewertung, nämlich mit 50, 25, 12 ½ und 6 1/4 Stüber, trotz der entsprechend dem Beschluß vom 5. Januar niedrigeren Wertangaben im Gepräge. Es existieren zwei grundsätzlich verschiedene Grundtypen dieser Amsterdamer Klippen. Der eine Typus ist vertreten durch ein- oder auch zweiseitige Gepräge, die auf der Vorderseite einen großen Stempel mit dem Stadtwappen, der Wertangabe und der Jahreszahl im geperlten Rund aufweist und eine zweite kleine Stempelung mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds tragen. Der zweite Typus besteht aus einseitigen Klippen, die mit drei verschiedenen Stempelungen gekennzeichnet wurden, nämlich mit einer großen Stempelung mit dem frei stehenden gekrönten Wappenschild, einer weiteren mit der Jahreszahl und Wertbezeichnung im vertieften Feld und einer dritten mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds. Vom zuerst genannten Typ existiert ein Exemplar, das seit dem Jahre 1580 in Basel archiviert worden ist. Der zweite Typ ist erstmals in dem 1631 verlegten Arendt'schen Münzbuch abgebildet und dokumentiert worden. Da die Amsterdamer Ratsprotokolle keine Hinweise auf zwei zeitlich verschiedene städtische Münzemissionen aus der Zeit der Blockade von 1577/1578 geben, hat man erwogen, ob die Münzen des zweiten Typs nach der Belagerung, zweifelsohne aber vor 1632 entstanden sind. Da man aber nicht von der Vollständigkeit der auf uns gekommenen schriftlichen Überlieferung ausgehen kann, ist es unseres Erachtens wahrscheinlich, dass auch der zweite Grundtypus dieser Amsterdamer Notprägungen zur Zeit der Blockade entstanden ist.

Schätzpreis
400 €
Zuschlag
340 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 5193 1
AMSTERDAM

Stadt. Einseitige, achteckige Klippe zu 10 Stübern 1578,

geprägt während der Blockade durch Truppen der Generalstaaten. 6,62 g. Gekröntes Stadtwappen, oben zu den Seiten der Krone die Wertangabe X Û - Û S, zu den Seiten des Schildes die geteilte Jahreszahl 15 - 78, oben im Winkel PG (Roelant Pigge Goverts).

Brause-Mansfeld Tf. 14, 29; Delm. 197 (R1); Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.2.5; Purmer/van der Wiel Am 03; Vanhoudt 510 B (R2). R Feine Patina, sehr schön +

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Auktion Galerie des Monnaies 2, Düsseldorf 1969, Nr. 1116.

Holland, Zeeland und die südlichen Provinzen hatten am 8. November 1576 die Pazifikation von Gent verabschiedet, deren Hauptziel die gemeinschaftliche Beseitigung der spanischen Gewaltherrschaft beinhaltete. Da sich Amsterdam standhaft weigerte, der Erhebung gegen Philipp II. beizutreten, begannen Streitkräfte der Staaten von Holland in den letzten Tagen des Jahres 1577 mit der Blockade, die mit der Aufgabe der Stadt am 8. Februar 1578 endete. Schon am 5. Januar beschloss der Magistrat, das Ratssilber einzuschmelzen und daraus Notmünzen zu 40, 20, 10 und 5 Stüber schlagen zu lassen. Die nach diesem Ratsentscheid geprägten silbernen Klippen wurden erst am 31. Januar in Verkehr gesetzt, nun aber infolge der verschlechterten Situation schon mit einer höheren Bewertung, nämlich mit 50, 25, 12 ½ und 6 1/4 Stüber, trotz der entsprechend dem Beschluß vom 5. Januar niedrigeren Wertangaben im Gepräge. Es existieren zwei grundsätzlich verschiedene Grundtypen dieser Amsterdamer Klippen. Der eine Typus ist vertreten durch ein- oder auch zweiseitige Gepräge, die auf der Vorderseite einen großen Stempel mit dem Stadtwappen, der Wertangabe und der Jahreszahl im geperlten Rund aufweist und eine zweite kleine Stempelung mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds tragen. Der zweite Typus besteht aus einseitigen Klippen, die mit drei verschiedenen Stempelungen gekennzeichnet wurden, nämlich mit einer großen Stempelung mit dem frei stehenden gekrönten Wappenschild, einer weiteren mit der Jahreszahl und Wertbezeichnung im vertieften Feld und einer dritten mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds. Vom zuerst genannten Typ existiert ein Exemplar, das seit dem Jahre 1580 in Basel archiviert worden ist. Der zweite Typ ist erstmals in dem 1631 verlegten Arendt'schen Münzbuch abgebildet und dokumentiert worden. Da die Amsterdamer Ratsprotokolle keine Hinweise auf zwei zeitlich verschiedene städtische Münzemissionen aus der Zeit der Blockade von 1577/1578 geben, hat man erwogen, ob die Münzen des zweiten Typs nach der Belagerung, zweifelsohne aber vor 1632 entstanden sind. Da man aber nicht von der Vollständigkeit der auf uns gekommenen schriftlichen Überlieferung ausgehen kann, ist es unseres Erachtens wahrscheinlich, dass auch der zweite Grundtypus dieser Amsterdamer Notprägungen zur Zeit der Blockade entstanden ist.

Schätzpreis
300 €
Zuschlag
825 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 5194 1
AMSTERDAM

Stadt. Einseitige, achteckige Klippe zu 5 Stübern 1578,

geprägt während der Blockade durch Truppen der Generalstaaten. 3,35 g. Gekröntes Stadtwappen, oben zu den Seiten der Krone die Wertangabe V - S, zu den Seiten des Schildes die geteilte Jahreszahl 15 - 78, oben r. im Winkel Lötgefäß.

Brause-Mansfeld - (vgl. Tf. 14, 28); Delm. S. 55 Anm.; Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.2.7; Purmer/van der Wiel Am 04; Vanhoudt 511 A (R3). R Kl. Prägeschwäche, sehr schön

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Lagerliste Leu Numismatik, Zürich, Juli 1992, Nr. 475.

Holland, Zeeland und die südlichen Provinzen hatten am 8. November 1576 die Pazifikation von Gent verabschiedet, deren Hauptziel die gemeinschaftliche Beseitigung der spanischen Gewaltherrschaft beinhaltete. Da sich Amsterdam standhaft weigerte, der Erhebung gegen Philipp II. beizutreten, begannen Streitkräfte der Staaten von Holland in den letzten Tagen des Jahres 1577 mit der Blockade, die mit der Aufgabe der Stadt am 8. Februar 1578 endete. Schon am 5. Januar beschloss der Magistrat, das Ratssilber einzuschmelzen und daraus Notmünzen zu 40, 20, 10 und 5 Stüber schlagen zu lassen. Die nach diesem Ratsentscheid geprägten silbernen Klippen wurden erst am 31. Januar in Verkehr gesetzt, nun aber infolge der verschlechterten Situation schon mit einer höheren Bewertung, nämlich mit 50, 25, 12 ½ und 6 1/4 Stüber, trotz der entsprechend dem Beschluß vom 5. Januar niedrigeren Wertangaben im Gepräge. Es existieren zwei grundsätzlich verschiedene Grundtypen dieser Amsterdamer Klippen. Der eine Typus ist vertreten durch ein- oder auch zweiseitige Gepräge, die auf der Vorderseite einen großen Stempel mit dem Stadtwappen, der Wertangabe und der Jahreszahl im geperlten Rund aufweist und eine zweite kleine Stempelung mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds tragen. Der zweite Typus besteht aus einseitigen Klippen, die mit drei verschiedenen Stempelungen gekennzeichnet wurden, nämlich mit einer großen Stempelung mit dem frei stehenden gekrönten Wappenschild, einer weiteren mit der Jahreszahl und Wertbezeichnung im vertieften Feld und einer dritten mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds. Vom zuerst genannten Typ existiert ein Exemplar, das seit dem Jahre 1580 in Basel archiviert worden ist. Der zweite Typ ist erstmals in dem 1631 verlegten Arendt'schen Münzbuch abgebildet und dokumentiert worden. Da die Amsterdamer Ratsprotokolle keine Hinweise auf zwei zeitlich verschiedene städtische Münzemissionen aus der Zeit der Blockade von 1577/1578 geben, hat man erwogen, ob die Münzen des zweiten Typs nach der Belagerung, zweifelsohne aber vor 1632 entstanden sind. Da man aber nicht von der Vollständigkeit der auf uns gekommenen schriftlichen Überlieferung ausgehen kann, ist es unseres Erachtens wahrscheinlich, dass auch der zweite Grundtypus dieser Amsterdamer Notprägungen zur Zeit der Blockade entstanden ist.

Schätzpreis
250 €
Zuschlag
240 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 5195 1
AMSTERDAM

Stadt. Einseitige, achteckige Klippe zu 5 Stübern 1578,

geprägt während der Blockade durch Truppen der Generalstaaten. 3,35 g. Gekröntes Stadtwappen, oben zu den Seiten der Krone die Wertangabe V - S, zu den Seiten des Schildes die geteilte Jahreszahl 15 - 78, oben im Winkel PG (Roelant Pigge Goverts).

Brause-Mansfeld Tf. 14, 27; Delm. S. 55 Anm.; Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.2.7; Purmer/van der Wiel Am 04; Vanhoudt 511 B (R3). R Fast vorzüglich

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Auktion Kurpfälzische Münzhandlung 20, Mannheim 1981, Nr. 2390.

Holland, Zeeland und die südlichen Provinzen hatten am 8. November 1576 die Pazifikation von Gent verabschiedet, deren Hauptziel die gemeinschaftliche Beseitigung der spanischen Gewaltherrschaft beinhaltete. Da sich Amsterdam standhaft weigerte, der Erhebung gegen Philipp II. beizutreten, begannen Streitkräfte der Staaten von Holland in den letzten Tagen des Jahres 1577 mit der Blockade, die mit der Aufgabe der Stadt am 8. Februar 1578 endete. Schon am 5. Januar beschloss der Magistrat, das Ratssilber einzuschmelzen und daraus Notmünzen zu 40, 20, 10 und 5 Stüber schlagen zu lassen. Die nach diesem Ratsentscheid geprägten silbernen Klippen wurden erst am 31. Januar in Verkehr gesetzt, nun aber infolge der verschlechterten Situation schon mit einer höheren Bewertung, nämlich mit 50, 25, 12 ½ und 6 1/4 Stüber, trotz der entsprechend dem Beschluß vom 5. Januar niedrigeren Wertangaben im Gepräge. Es existieren zwei grundsätzlich verschiedene Grundtypen dieser Amsterdamer Klippen. Der eine Typus ist vertreten durch ein- oder auch zweiseitige Gepräge, die auf der Vorderseite einen großen Stempel mit dem Stadtwappen, der Wertangabe und der Jahreszahl im geperlten Rund aufweist und eine zweite kleine Stempelung mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds tragen. Der zweite Typus besteht aus einseitigen Klippen, die mit drei verschiedenen Stempelungen gekennzeichnet wurden, nämlich mit einer großen Stempelung mit dem frei stehenden gekrönten Wappenschild, einer weiteren mit der Jahreszahl und Wertbezeichnung im vertieften Feld und einer dritten mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds. Vom zuerst genannten Typ existiert ein Exemplar, das seit dem Jahre 1580 in Basel archiviert worden ist. Der zweite Typ ist erstmals in dem 1631 verlegten Arendt'schen Münzbuch abgebildet und dokumentiert worden. Da die Amsterdamer Ratsprotokolle keine Hinweise auf zwei zeitlich verschiedene städtische Münzemissionen aus der Zeit der Blockade von 1577/1578 geben, hat man erwogen, ob die Münzen des zweiten Typs nach der Belagerung, zweifelsohne aber vor 1632 entstanden sind. Da man aber nicht von der Vollständigkeit der auf uns gekommenen schriftlichen Überlieferung ausgehen kann, ist es unseres Erachtens wahrscheinlich, dass auch der zweite Grundtypus dieser Amsterdamer Notprägungen zur Zeit der Blockade entstanden ist.

Schätzpreis
400 €
Zuschlag
420 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 5196 1
AMSTERDAM

Stadt. Einseitige, achteckige Klippe zu 5 Stübern 1578,

geprägt während der Blockade durch Truppen der Generalstaaten. 2,94 g. Gekröntes Stadtwappen, oben zu den Seiten der Krone die Wertangabe V - S, zu den Seiten des Schildes die geteilte Jahreszahl 15 - 78, oben im Winkel Feuereisen.

Brause-Mansfeld Tf. 14, 26; Delm. S. 55 Anm.; Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.2.7; Purmer/van der Wiel Am 04; Vanhoudt 511 C (R3). R Min. Prägeschwäche, sehr schön

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Auktion Robert Schulman 294, Amsterdam 1993, Nr. 118.

Holland, Zeeland und die südlichen Provinzen hatten am 8. November 1576 die Pazifikation von Gent verabschiedet, deren Hauptziel die gemeinschaftliche Beseitigung der spanischen Gewaltherrschaft beinhaltete. Da sich Amsterdam standhaft weigerte, der Erhebung gegen Philipp II. beizutreten, begannen Streitkräfte der Staaten von Holland in den letzten Tagen des Jahres 1577 mit der Blockade, die mit der Aufgabe der Stadt am 8. Februar 1578 endete. Schon am 5. Januar beschloss der Magistrat, das Ratssilber einzuschmelzen und daraus Notmünzen zu 40, 20, 10 und 5 Stüber schlagen zu lassen. Die nach diesem Ratsentscheid geprägten silbernen Klippen wurden erst am 31. Januar in Verkehr gesetzt, nun aber infolge der verschlechterten Situation schon mit einer höheren Bewertung, nämlich mit 50, 25, 12 ½ und 6 1/4 Stüber, trotz der entsprechend dem Beschluß vom 5. Januar niedrigeren Wertangaben im Gepräge. Es existieren zwei grundsätzlich verschiedene Grundtypen dieser Amsterdamer Klippen. Der eine Typus ist vertreten durch ein- oder auch zweiseitige Gepräge, die auf der Vorderseite einen großen Stempel mit dem Stadtwappen, der Wertangabe und der Jahreszahl im geperlten Rund aufweist und eine zweite kleine Stempelung mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds tragen. Der zweite Typus besteht aus einseitigen Klippen, die mit drei verschiedenen Stempelungen gekennzeichnet wurden, nämlich mit einer großen Stempelung mit dem frei stehenden gekrönten Wappenschild, einer weiteren mit der Jahreszahl und Wertbezeichnung im vertieften Feld und einer dritten mit dem Kontrollzeichen des verantwortlichen Silberschmieds. Vom zuerst genannten Typ existiert ein Exemplar, das seit dem Jahre 1580 in Basel archiviert worden ist. Der zweite Typ ist erstmals in dem 1631 verlegten Arendt'schen Münzbuch abgebildet und dokumentiert worden. Da die Amsterdamer Ratsprotokolle keine Hinweise auf zwei zeitlich verschiedene städtische Münzemissionen aus der Zeit der Blockade von 1577/1578 geben, hat man erwogen, ob die Münzen des zweiten Typs nach der Belagerung, zweifelsohne aber vor 1632 entstanden sind. Da man aber nicht von der Vollständigkeit der auf uns gekommenen schriftlichen Überlieferung ausgehen kann, ist es unseres Erachtens wahrscheinlich, dass auch der zweite Grundtypus dieser Amsterdamer Notprägungen zur Zeit der Blockade entstanden ist.

Schätzpreis
250 €
Zuschlag
340 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 5197 1
AMSTERDAM

Stadt. Silbermedaille 1659,

von G. Pooll, auf die Einweihung des neuen Rathauses. Ansicht des neuen Rathauses, darüber schwebender Hermes, im Vordergrund sitzt Amphion auf den Trümmern des alten Rathauses, auf einem Stein die Namen der Bürgermeister und Schatzmeister//Stadtansicht von Amsterdam mit zahlreichen Schiffen im Hafen, im Vordergrund sitzt die Stadtgöttin zwischen zwei Löwen in einer Umzäunung, oben drei Engel mit Spruchbändern, darüber der strahlende Name Jehovas; umher Wappenkreis der 36 Stadträte. Mit Randschrift: CORN Ü DEGRAEF Ü IOAN Ü HVYDECOPER Ü HENR Ü THEOD Ü SPIEGEL Ü SIMON Ü AB Ü HOORN Ü COSS Ü CORN Ü WITSN Ü NICOL Ü TVLP Ü ÆDIL Ü MDCLIX Ü 70,07 mm; 88,01 g.

v. Loon II, S. 399, 1 var. Von großer Seltenheit. Winz. Randfehler und Kratzer, fast vorzüglich

Bei diesem Stück handelt es sich um eine seltene Variante der zahlreich ausgeprägten Medaillen Poolls auf die Einweihung des neuen Amsterdamer Rathauses. Unsere Prägung unterscheidet sich durch die Angabe einer Randschrift mit dem Datum 1659 von den übrigen Stücken ohne Randschrift aus dem Jahr 1655. J. Pelsdonk, Van Pool tot Valckenaer. De stadhuispenning van 1655, in: De Beeldenaar 2013/3, S. 114 kennt nur zwei Exemplare mit Randschrift (Teylers Museum, Haarlem; Geldmuseum, Utrecht). Von diesen weist eines zusätzlich eine Punzierung mit der Darstellung eines Jagdfalken auf, die als Meisterzeichen Simon Andrieszoon Valckenaers gilt. Dies könnte laut Pelsdonk darauf hinweisen, dass die Medaillen in der Werkstatt von Valckenaer mit den Stempeln von G. Pooll hergestellt worden sind.

Schätzpreis
1.000 €
Zuschlag
2.200 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 5198 1
BREDA

Stadt. Einseitige Zinn-3 Stüber 1577 (Septemberemission),

geprägt während der Belagerung durch Truppen der Generalstaaten, mit Gegenstempel auf der Vorderseite: Jagdhorn. 6,03 g. BRE / DÆ, umher Schrift.

Brause-Mansfeld Tf. 16, 8; Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.4.7; Vanhoudt 506 (R3). Von großer Seltenheit. Sehr schön

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Auktion Karla W. Schenk-Behrens 64, Essen 1992, Nr. 3996.

Da die aus deutschen Soldaten bestehende Garnison von Breda dem spanischen König treu ergeben war, wurde die Stadt ab August 1577 von Truppen der Generalstaaten belagert. Am 4. Oktober erklärte sich die Besatzung bereit, gegen freien Abzug den Niederländern die Stadt zu überlassen. Die Belagerung brachte verschiedene Notgeldausgaben hervor. Am 23. August wurden silberne Klippen verschiedener Nominale geprägt, Anfang September erfolgte die Ausgabe einer zweiten Serie silberner Klippen sowie von Notmünzen auf runden und eckigen Blei-/Zinnschrötlingen. Letztere sind bereits im November 1577 wieder eingezogen worden.

Schätzpreis
300 €
Zuschlag
750 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 5199 1
BREDA

Stadt. Einseitige Klippe zu 40 Stübern 1625,

geprägt während der Belagerung durch spanische Truppen unter Ambrosio Spinola. 9,99 g. Ohne Punkt nach der Jahreszahl I625. Gekröntes, vierfeldiges Wappen mit Mittelschild, oben im Winkel 40, unten Rose, zu den Seiten je ein Stadtwappen.

Brause-Mansfeld Tf. 16, 12; Delm. 322 (R1); Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.5.3 var.; Vanhoudt 678 var. (R1). Attraktives Exemplar mit feiner Tönung, sehr schön +

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 25, Osnabrück 1993, Nr. 1121.

Ende Juli 1624 schlossen Streitkräfte des Barons von Spinola die Stadt ein. Die Verteidiger konnten sich fast ein Jahr lang behaupten, doch schließlich kamen sie nicht umhin, die Stadt dem Feind am 5. Juli 1625 zu überlassen. Anfangs versuchte man die Ausmünzung von Notgeld zu vermeiden, im Januar 1625 schritt man schließlich zur Prägung von Silbermünzen in Klippenform, in den darauf folgenden Frühjahrsmonaten infolge mangelnder Edelmetallreserven sodann zur Ausgabe kupfernen Kreditgeldes. Die Gegenstempelung von Goldmünzen durch die Stadt Breda während dieser rund einjährigen Belagerung zählt noch zu den kaum näher erforschten Bereichen der niederländischen Numismatik. Nach unserem Ermessen dürfte die Kennzeichnung der während der Belagerung innerhalb der Stadt vorhandenen oder kursierenden Goldmünzen vorgenommen worden sein, um dem markierten Geld eine nominelle Werterhöhung zu verleihen, die über dem normalen Kurs lag. Der Magistrat konnte sich durch dieses Agio kurzfristig einen Kredit verschaffen, der nach der Beendigung der Belagerung beim Umtausch bzw. bei der Einziehung der gekennzeichneten und heute sehr seltenen Münzen zugunsten der Besitzer wieder ausgeglichen wurde.

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
850 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 5200 1
BREDA

Stadt. Einseitige Klippe zu 40 Stübern 1625,

geprägt während der Belagerung durch spanische Truppen unter Ambrosio Spinola. 9,85 g. Mit Punkt nach der Jahreszahl 1625 Û . Gekröntes, vierfeldiges Wappen mit Mittelschild, oben im Winkel 40, unten Rose, zu den Seiten je ein Stadtwappen.

Brause-Mansfeld Tf. 16, 19; Delm. 322 var. (R1); Engel/Fabre/Perret/Wattier 4.17.5.3; Vanhoudt 678 (R1). Sehr schönes Exemplar

Aus der Sammlung Eberhard Link.

Exemplar der Lagerliste Dombrowski 47, Münster 1972, Nr. 974.

Schätzpreis
400 €
Zuschlag
360 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

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