Katalog - Auktion 438

Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“

Ergebnisse 81-100 von 1078
Seite von 54
Auktion 438 - Teil 1 (Lose 1 - 300)
Startet in 1 Monat(en) 7 Tag(en)
KELTISCHE MÜNZEN GERMANIA
Los 81 1
ANONYM.

AR-Quinar, Typ Nauheim, 100/50 v. Chr.; 1,47 g. Kopf r. in Torques//Vogelmännchen l. mit Torques. Castelin, Zürich 1113 ff.; Dembski 354 ff.; Slg. Flesche 405. Dunkle Tönung, kl. Schrötlingsausbruch, sehr schön

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Erworben 1994.

Zur Datierung siehe M. Nick: Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006, S. 70.

Schätzpreis
125 €
Startgebot
100 €

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Los 82 1
ANONYM.

AR-Quinar, 1. Jahrhundert v. Chr.; 1,48 g. Hinterkopf r. in Halbkreis, l. Wulst//Vogelmännchen l. mit Torques, r. Rinne. Keller, H., Wulst-Rinnenprägungen auf Keltenmünzen, in: JNG 36 (1986), S. 13 ff. und Tf. 1; Slg. Flesche 406. RR Feine Tönung, winz. Loch, sehr schön

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Erworben 1999.

Diese Stücke imitieren die 100/50 v. Chr. geprägten Quinare des Nauheimer Typs. Die Prägung erfolgte mittels einer speziellen Prägetechnik (Verwendung einer Fixierhilfe), häufig (wenn nicht sogar ausschließlich) wurden ältere gallische oder süddeutsche Prägungen als Schrötlinge verwendet. Siehe Nick, Michael, Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006, S. 67.
Keller hält es für möglich, daß die Wulst-Rinnenprägungen rituellen Zwecken dienten (S. 22). Auch andere Anlässe für diese Überprägungen sind denkbar: Zum Beispiel die Aufteilung einer großen Charge ortsfremder Gepräge, Tributzahlungen an Germanen oder Rohmaterialmangel. Siehe auch Ziegaus in SFMA 19, S. 25 ff.

Schätzpreis
100 €
Startgebot
80 €

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Los 83 1
ANONYM.

AR-Quinar, 65/40 v. Chr.; 1,59 g. "Tanzendes Männlein" mit Torques und Schlange//Pferd r., Kopf zurückgewandt. Schulze-Forster Gruppe I; Slg. Flesche 408 var. RR Fast vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Erworben 1995.

Schätzpreis
300 €
Startgebot
240 €

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Los 84 1 Video
ANONYM.

AV-Stater (Regenbogenschüsselchen), 50/25 v. Chr.; 7,2 g. Triskelis in Blätterkranz//Drei Doppelringe und fünf Punktringe in Zickzackeinfassung. Kellner Typ IX A; Slg. Flesche 402. Fast vorzüglich

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 243, Osnabrück 2013, Nr. 4391.

Zur Datierung siehe Nick, Michael, Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006.


Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.

Schätzpreis
2.000 €
Startgebot
1.600 €

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Los 85 1 Video
ANONYM.

AV-Stater (Regenbogenschüsselchen), 50/25 v. Chr.; 6,87 g. Triskelis in Blätterkranz//Drei Doppelringe und fünf Punktringe in Zickzackeinfassung. Kellner Typ IX A; Slg. Flesche 402. Winz. Schrötlingsriß, vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Münz Zentrum 167, Solingen-Ohligs 2013, Nr. 15.

Zur Datierung siehe Nick, Michael, Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006.

Schätzpreis
2.000 €
Startgebot
1.600 €

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Los 86 1 Video
ANONYM.

AV-Stater (Regenbogenschüsselchen), 50/25 v. Chr.; 6,81 g. Triskelis in Blätterkranz//Drei Doppelringe und fünf Punktringe in Zickzackeinfassung. Kellner Typ IX A; Slg. Flesche 402. Fast vorzüglich

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 243, Osnabrück 2013, Nr. 4392.

Zur Datierung siehe Nick, Michael, Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006.


Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.

Schätzpreis
2.000 €
Startgebot
1.600 €

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Los 87 1
ANONYM.

AV-Stater (Regenbogenschüsselchen), 50/25 v. Chr.; 7,22 g. Triskelis in Blätterkranz//Drei Doppelringe und fünf Punktringe in Zickzackeinfassung. Kellner Typ IX A; Slg. Flesche 402. Prägeschwächen auf dem Avers, sonst knapp vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Münz Zentrum 168, Solingen-Ohligs 2013, Nr. 34.

Zur Datierung siehe Nick, Michael, Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006.

Schätzpreis
1.500 €
Startgebot
1.200 €

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Los 88 1
ANONYM.

EL-Stater (Regenbogenschüsselchen), 50/25 v. Chr.; 5,31 g. Triskelis in Blätterkranz//Drei Doppelringe und fünf Punktringe in Zickzackeinfassung. Kellner Typ IX B; Slg. Flesche 403. Winz. Kratzer auf dem Avers, sehr schön-vorzüglich/vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Grün 35, Heidelberg 2001, Nr. 22.

Zur Datierung siehe Nick, Michael, Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006.

Schätzpreis
750 €
Startgebot
600 €

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Los 89 1
ANONYM.

AR-Stater (Regenbogenschüsselchen), 50/25 v. Chr.; 6,08 g. Triskelis in Blätterkranz//Drei Doppelringe und fünf Punktringe in Zickzackeinfassung. Kellner Typ IX B; Slg. Flesche 403. Leichte Prägeschwächen, sehr schön

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Datierung nach M. Nick: Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006, S. 30.

Schätzpreis
500 €
Startgebot
400 €

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Los 90 1 Video
VINDELIKER.

AV-1/24 Stater, 3./2. Jahrhundert v. Chr.; 0,22 g. Januskopf//Pferd l., darüber Kopf l. Kellner Typ Kellner II; Slg. Flesche 344; Steffgen/Ziegaus 14 f. Sehr selten, besonders in dieser Erhaltung. Hübsche Goldtönung, winz. Auflagen, vorzüglich

Erworben bei der Degussa, Frankfurt a. Main, im Januar 2022.

In den 1/24-Stateren mit Doppelporträt und Pferd mit stilisiertem Reiter erkannte Kellner die ältesten in Süddeutschland geprägten keltischen Münzen. Die unregelmäßige Schrötlingsform lässt vermuten, dass sie aus Goldblech ausgeschnitten oder ausgestanzt wurden. Charakteristisch für den Typus sind die nach hinten gekämmten Haare der beiden Köpfe sowie die durch Punkte stilisierten Nasen und Lippen. Kellner vermutete in römischen Didrachmen mit bartlosem Janusporträt von 222 bis 205 v. Chr. die stilisitische Vorlage für diese Statere der Vindeliker. Während Mannsperger in den im Auftrag Hannibals geprägten Pseudo-Quadrigati in Gold das Vorbild für das Reversmotiv sah, verweisen Steffgen und Ziegaus auf römische Litren von 225 bis 212 v. Chr. Statt einer Quadriga ist hier auf dem Revers ein gallopierendes Pferd und die Beischrift ROMA zum Doppelkopf auf dem Avers zu sehen. Steffgen, U./Ziegaus, B., Untersuchungen zum Beginn der keltischen Goldprägung in Süddeutschland, JNG 44 (1994), S. 9-34.

Schätzpreis
2.000 €
Startgebot
1.600 €

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Los 91 1 Video
VINDELIKER.

AV-1/24 Stater, 3./2. Jahrhundert v. Chr.; 0,33 g. Kopf r.//Androkephales Pferd r., zurückblickend. Kellner Typ Manching A; Slg. Flesche 345; Steffgen/Ziegaus 19. Prachtexemplar. Sehr selten, besonders in dieser Erhaltung. Vorzüglich

Erworben bei der Degussa, Frankfurt a. Main, im Januar 2022.

Schätzpreis
2.000 €
Startgebot
1.600 €

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Los 92 1
VINDELIKER.

AV-1/24 Stater, 3./2. Jahrhundert v. Chr.; 0,31 g. Kopf r.//Androkephales Pferd l., zurückblickend, auf der Kruppe ein vogelartiges Wesen, unten Vogel. Kellner Typ Manching B; Slg. Flesche 349; Steffgen/Ziegaus 32. Von großer Seltenheit. Winz. Schürfspur, sehr schön +

Erworben bei der Degussa, Frankfurt a. Main, im Januar 2022.

Da das androkephale Pferd auf dem Revers an Vorder- und Hinterläufen gleichermaßen Krallen statt Hufen aufweist, wurde die Ansprache als Fabelwesen statt als Pferd diskutiert. Die Struktur oberhalb des Pferdes wurde ebenfalls unterschiedlich gedeutet, von Overbeck beispielsweise als Rest eines nach oben gerichteten Schweifs, bei Zieghaus zur Sammlung Flesche als Verprägung bedingt durch einen korrodierten Stempel und durch Steffgen/Zieghaus als weiteres Bildmotiv, möglicherweise ein Menschenkopf. Steffgen, U./Ziegaus, B., Untersuchungen zum Beginn der keltischen Goldprägung in Süddeutschland, JNG 44 (1994), S. 9-34.

Schätzpreis
1.250 €
Startgebot
1.000 €

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Los 93 1
VINDELIKER.

AV-Stater (Regenbogenschüsselchen), 220/115 v. Chr.; 7,52 g. Buckel mit Stempelnase//Glatt. Kellner Typ V A; Slg. Flesche 319 f. Sehr schön

Erworben bei der Degussa, Frankfurt a. Main, im November 2018.

Datierung nach M. Nick: Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006, S. 30.

Schätzpreis
750 €
Startgebot
600 €

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Los 94 1
VINDELIKER.

AV-Stater (Regenbogenschüsselchen), 175/100 v. Chr.; 7,61 g. Glatt//Kreuz. Kellner Typ V D; Slg. Flesche 331. R Sehr schön

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Erworben 1996.

Datierung nach M. Nick, Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006, S. 30.

Schätzpreis
600 €
Startgebot
480 €

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Los 95 1
VINDELIKER.

AV-Stater (Regenbogenschüsselchen), 175/100 v. Chr.; 7,33 g. Glatt//Kreuz. Kellner Typ V D; Slg. Flesche 332. R Sehr schön

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 243, Osnabrück 2013, Nr. 4400.

Datierung nach M. Nick, Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006, S. 30.


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Schätzpreis
500 €
Startgebot
400 €

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Los 96 1
VINDELIKER.

AV-1/4 Stater (Regenbogenschüsselchen), 150/75 v. Chr.; 1,88 g. Vogelkopf r., davor (kaum sichtbarer) Dreiviertelkranz//Torques mit drei Kugeln. Kellner Typ III A; Slg. Flesche 309. Von großer Seltenheit. Min. gereinigt, Prüfeinhieb am Rand, Avers leicht dezentriert, fast sehr schön

Erworben bei der Degussa, Frankfurt a. Main, im August 2015.

Datierung nach M. Nick: Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006, S. 30.

Aufgrund des Untergewichtes hat B. Ziegaus bereits vermutet, das Stück sei gefüttert. Eine Dichtemessung (11 g/cm³) hat dies bestätigt.

Schätzpreis
1.250 €
Startgebot
1.000 €

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Los 97 1 Video
VINDELIKER.

AV-Stater (Regenbogenschüsselchen), 150/50 v. Chr.; 7,59 g. Rolltier//Sechs Kugeln in Torques. Kellner Typ I A; Slg. Flesche 286 f. Sehr selten in dieser Erhaltung. Leichte Prägeschwächen, kl. Auflagen und winz. Kratzer auf dem Revers, sonst knapp vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 107, München 2001, Nr. 2.

Datierung nach M. Nick: Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006, S. 30.

Castelin stellt die Nähe des skythischen Drachen oder Rolltiers auf der Münzvorderseite der böhmischen Prägungen zu antiken Darstellungen auf Schmuckstücken und als Metallverzierungen auf Schwertscheiden aus Südrussland, Sibieren und China heraus. Das luchsartige Raubtier wird mit langen Ohren, geöffnetem Maul mit spitzen Zähnen, langen Rückenborsten und eingerolltem Schwanz gezeigt. Möglicherweise stellen die süddeutschen Keltenprägungen eine Adaption dieses böhmischen Rolltiertyps dar. Bei den vindelikischen Prägungen bildet das zugehörige Reversmotiv ein Torques mit drei bis sechs Kugeln. Das Tragen von Torques war für gallische Krieger und Mitglieder der Oberschicht üblich. Bereits Livius beschreibt wie der Römer T. Manlius im Jahre 361 v.Chr. nach gewonnenem Zweikampf einem keltischen Krieger den goldenen Torques und den Ehrennamen Torquatus führte. Die goldenen Ringe hatten ebenfalls eine Bedeutung im kultischen Bereich. Torques wurden beispielsweise dem Gott Cernunnos geopfert. Durch die Goldringe als Grabbeigabe wurde der Vestorbene wahrscheinlich in die Nähe des Göttlichen gerückt. Castelin, K., Der böhmische Rolltierstater und die süddeutschen Regenbogenschüsselchen, in: JNG 14 (1964), S. 117-145; Nick, M., Am Ende des Regenbogens... – Ein Interpretationsversuch von Hortfunden mit keltischen Goldmünzen, in: Haselgrove, C./Wigg-Wolf, D. (Hgg.), Iron Age Coinage and Ritual Practices. Studien zu Fundmünzen der Antike 20, Mainz 2005, S. 115–155.

Schätzpreis
1.500 €
Startgebot
1.200 €

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Los 98 1
VINDELIKER.

AV-Stater (Regenbogenschüsselchen), 150/50 v. Chr.; 7,4 g. Vogelkopf l., davor Dreiviertelkranz, dahinter Spange//Torques mit drei Kugeln. Kellner Typ II A; Slg. Flesche 296. Sehr schön

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Kölner Münzkabinett 75, Köln 2001, Nr. 4.

Datierung nach M. Nick: Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006, S. 30.

Die Masse der keltischen Regenbogenschüsselchen wurde von ca. 150 bis 50 v. Chr. wahrscheinlich in Bayern geprägt. Die Kelten waren als Söldner und durch den Handel im Vergleich zu weiten Teilen des Mittelmeerraums erst verhältnismäßig spät mit der hellenistischen Münzprägung in Kontakt gekommen. Während die ersten keltischen Goldmünzen in Süddeutschland wahrscheinlich bereits in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts v. Chr. emittiert wurden, nahmen sie eher eine Funktion als Opfergabe als als Zahlungsmittel ein (Nick 2006, S. 82). Erst in der Mitte des 2. Jahrhunderts nimmt ihr Verbreitungsgebiet erheblich zu. Die sogenannten Vogelkopfstatere zeigen auf dem Avers einen Vogelkopf im Blattkranz, der aufgrund des gebogenen Schnabels möglicherweise als Adler zu deuten ist. Vögel spielen in zahlreichen keltischen Mythen eine zentrale Rolle. So verwandelt sich beispielsweise Morrígan, die große Mutter- und Kriegsgottheit, bei ihrem Flug über das Schlachtfeld in einen Vogel. Botheroyd, S. und P. F., Lexikon der keltischen Mythologie, Wien 2004, S. 401.

Schätzpreis
1.250 €
Startgebot
1.000 €

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Los 99 1
VINDELIKER.

AV-Stater (Regenbogenschüsselchen), 150/50 v. Chr.; 7,4 g. Vogelkopf l., davor Dreiviertelkranz, dahinter Spange//Torques mit drei Kugeln. Kellner Typ II A; Slg. Flesche 296. Sehr schön

Erworben bei der Degussa, Frankfurt a. Main, im August 2015.

Datierung nach M. Nick: Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006, S. 30.

Die Masse der keltischen Regenbogenschüsselchen wurde von ca. 150 bis 50 v. Chr. wahrscheinlich in Bayern geprägt. Die Kelten waren als Söldner und durch den Handel im Vergleich zu weiten Teilen des Mittelmeerraums erst verhältnismäßig spät mit der hellenistischen Münzprägung in Kontakt gekommen. Während die ersten keltischen Goldmünzen in Süddeutschland wahrscheinlich bereits in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts v. Chr. emittiert wurden, nahmen sie eher eine Funktion als Opfergabe als als Zahlungsmittel ein (Nick 2006, S. 82). Erst in der Mitte des 2. Jahrhunderts nimmt ihr Verbreitungsgebiet erheblich zu. Die sogenannten Vogelkopfstatere zeigen auf dem Avers einen Vogelkopf im Blattkranz, der aufgrund des gebogenen Schnabels möglicherweise als Adler zu deuten ist. Vögel spielen in zahlreichen keltischen Mythen eine zentrale Rolle. So verwandelt sich beispielsweise Morrígan, die große Mutter- und Kriegsgottheit, bei ihrem Flug über das Schlachtfeld in einen Vogel. Botheroyd, S. und P. F., Lexikon der keltischen Mythologie, Wien 2004, S. 401.

Schätzpreis
1.250 €
Startgebot
1.000 €

Vorgebote können bis zum Start der Auktion auf kuenker.de mit Ihrem myKünker Account abgegeben werden.

Los 100 1
VINDELIKER.

AV-Stater (Regenbogenschüsselchen), 150/50 v. Chr.; 7,52 g. Vogelkopf l. zwischen zwei Kugeln, davor Dreiviertelkranz//Torques mit Kugeln. Kellner Typ II C; Slg. Flesche 298 ff. R Attraktives Exemplar, Riß auf dem Avers, sehr schön

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 243, Osnabrück 2013, Nr. 4410.

Datierung nach M. Nick: Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa, Band 1, Rahden 2006, S. 30.

Die Masse der keltischen Regenbogenschüsselchen wurde von ca. 150 bis 50 v. Chr. wahrscheinlich in Bayern geprägt. Die Kelten waren als Söldner und durch den Handel im Vergleich zu weiten Teilen des Mittelmeerraums erst verhältnismäßig spät mit der hellenistischen Münzprägung in Kontakt gekommen. Während die ersten keltischen Goldmünzen in Süddeutschland wahrscheinlich bereits in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts v. Chr. emittiert wurden, nahmen sie eher eine Funktion als Opfergabe als als Zahlungsmittel ein (Nick 2006, S. 82). Erst in der Mitte des 2. Jahrhunderts nimmt ihr Verbreitungsgebiet erheblich zu. Die sogenannten Vogelkopfstatere zeigen auf dem Avers einen Vogelkopf im Blattkranz, der aufgrund des gebogenen Schnabels möglicherweise als Adler zu deuten ist. Vögel spielen in zahlreichen keltischen Mythen eine zentrale Rolle. So verwandelt sich beispielsweise Morrígan, die große Mutter- und Kriegsgottheit, bei ihrem Flug über das Schlachtfeld in einen Vogel. Botheroyd, S. und P. F., Lexikon der keltischen Mythologie, Wien 2004, S. 401.


Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.

Schätzpreis
1.250 €
Startgebot
1.000 €

Vorgebote können bis zum Start der Auktion auf kuenker.de mit Ihrem myKünker Account abgegeben werden.

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Auktion 438, Teil 2 (Lose 301 - 775), Teil 1 (Lose 1 - 300), Teil 3 (Lose 776 - 1078)
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