Katalog - Auktion 433

Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke

Ergebnisse 901-920 von 1448
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Auktion 433 - Teil 3 (Lose 6730 - 7183)
Beendet
RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT
Los 6901 1
Postumus, 260-268.

Æ-Medaillon, 266/267, Colonia; 6,64 g.

Kopf r. mit Lorbeerkranz//Jupiter mit Blitz und Zepter steht r., davor steht der Kaiser l. mit Patera und Zepter und opfert über Altar.

Bastien 131; Elmer 387; RIC² 344. Von großer Seltenheit. Grüne Patina, etwas korrodiert, knapp sehr schön

Exemplar der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke.

Bastien (Le Monnayage de Bronze de Postume, 1967, S. 55) bestimmt die ungewöhnliche Legende I O M SPONSORI SAECVLI AVG als direkte Adaption eines Münztypus des Commodus mit I O M SPONSOR SEC AVG (Iovi Optimo Maximo Sponsori Securitatis Augusti). Der Verweis auf die durch Jupiter garantierte Sicherheit des Kaisers wurde dabei zu der des ganzen Zeitalters abgeändert, möglicherweise aufgrund der Unkenntnis des Stempelschneiders (Mairat, J., The Coinage of the Gallic Empire, 2014, S. 134). Der Verweis auf das Saeculum und damit auf eine langandauernde stabile Herrschaft wurde im 3. Jahrhundert allerdings zu einem häufig referenzierten Thema in der Münzprägung, gerade in der Zeit schneller Herrschaftswechsel (Bilynskyj Dunning, S. C., Roman Ludi Saeculares from the Republic to Empire, 2016, S. 128 f.), was eine intentionale Abwandlung des ursprünglichen Typus vermuten lässt.

Schätzpreis
2.000 €
Zuschlag
3.800 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 6902 1
Postumus, 260-268.

B-Antoninian, 267/268, Colonia; 2,63 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Jupiter steht l., Kopf r., mit Blitz und Zepter, im Feld C-A. Elmer 570; RIC² 427 (Mitte-Ende 268, 1. Emission); Zschucke 169 (267, 18. Emission). RR Silbersudreste, gutes sehr schön

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Jacquier 37, Kehl am Rhein 2012, Nr. 474 (mit weiterer Provenienz).

Das CA auf dem Revers steht für C(olonia) A(grippinensium), also Köln.

Schätzpreis
250 €
Zuschlag
440 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 6903 1
Laelianus, 269.

Æ-Antoninian, unbestimmte Münzstätte; 3,17 g. Gepanzerte Büste r. mit Strahlenbinde//Victoria geht r. mit Kranz und Palmzweig. Elmer 625 (Treveri); RIC 9 (Mogontiacum); RIC² 472 (Colonia). Etwas korrodiert, Silbersudreste auf dem Avers, Revers etwas geglättet, sehr schön

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Erworben bei der Firma Jacquier, Kehl am Rhein.

Georg Elmer geht davon aus, daß Laelianus die von Postumus frisch eingerichtete Münzstätte in Trier in seine Gewalt gebracht hat und dort seine Münzen prägen ließ. Auch C.-F. Zschucke nimmt die Münzstätte in Trier an (Die römische Münzstätte Köln, Trier 1993, S. 34). Dies wurde u. a. von I. König angezweifelt, der die Münzstätte in Mainz vermutet (Die gallischen Usurpatoren von Postumus bis Tetricus, München 1981, S. 135/136; so auch Gilljam, Antoniniani und Aurei des Ulpius Cornelius Laelianus, Köln 1981, S. 18). Nach einer anderen Auffassung hat Laelianus kurzfristig Köln eingenommen und die Münzstätte nach Mainz verlagert (Besly/Bland, The Cunetio Treasure: Roman Coinage of the Third Century A. D., London 1983, S. 58 und 64). Dem widerspricht B. Schulte, der annimmt, daß Laelianus sich in den Besitz einer Münzstätte des Postumus setzte und dort seine Münzen prägen ließ; dort konnte er sich aber nur kurz halten, was die Seltenheit seiner Prägungen erklärt (Schulte, Die Goldprägung der gallischen Kaiser von Postumus bis Tetricus, Aarau 1983, S. 49/50). Weiser, Mainz römische Münzstätte? in: Die Münzstätten Mainz und Wiesbaden, Speyer 2003, legt sich auf Mainz fest. Jerome Mairat spricht sich in der neuen Auflage des RIC für Colonia aus.

Schätzpreis
300 €
Zuschlag
600 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 6904 1
Marius, 269.

Æ-Antoninian, Colonia oder Treveri; 4,09 g.

Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Handschlag.

Elmer 632; RIC² 482 (Treveri, 2. Emission); Zschucke 189 (Colonia, 2. Emission, 2. Offizin). Flauer Reversstempel, vorzüglich

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Erworben bei der Firma Münzen und Medaillen.

Schätzpreis
100 €
Zuschlag
340 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 6905 1
Marius, 269.

Æ-Antoninian, Colonia oder Treveri; 3,05 g.

Gepanzerte Büste r. mit Strahlenbinde, l. drapiert//Victoria geht l. mit Kranz und Palmzweig.

Elmer 638; RIC² 487 (Colonia, 1. Emission); Zschucke 249 (Treveri, 2. Emission). Revers min. geglättet und mit Prägeschwächen, gutes sehr schön

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Erworben bei der Firma Seaby, London.

Schätzpreis
100 €
Zuschlag
320 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 6906 1
Marius, 269.

Æ-Antoninian, Colonia oder Treveri; 3,51 g. Gepanzerte Büste r. mit Strahlenbinde//Soldat steht l. mit Schild und Speer. Elmer 640; RIC² 496 (Colonia, 2. Emission); Zschucke 251 (Treveri, 4. Emission). Selten in dieser Qualität. Vorzüglich/fast vorzüglich

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Bankhaus Aufhäuser 11, München 1995, Nr. 352 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 182, Osnabrück 2011, Nr. 869.

Schätzpreis
200 €
Zuschlag
600 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 6907 1
Quietus, 260-261.

AV-Aureus, Samosata; 3,84 g.

Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Victoria geht r. mit Palmzweig und Kranz.

Calicó 3705; Coh. 15; MIR 1744 e; RIC 1. Von größter Seltenheit. Gelocht, schön

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Auctiones AG 15, Basel 1985, Nr. 732 und der Liste Münzen und Medaillen AG 506, Basel 1988, Nr. 73.

Die Situation an der Ostgrenze war spätestens mit der Gefangennahme Valerians durch Shapur I. für das Römische Reich vollkommen außer Kontrolle geraten. Macrianus d. Älteren gelang es zwar im Verbund mit Callistus die Perser zurückzudrängen, vor allem die Legionen Syrias verlangten aber nach einem präsenten und starken Kaiser. Da Gallienus jedoch herausgefordert durch die Usurpatoren Ingenuus und Regalianus in Pannonien gebunden war, wurden im Osten Quietus und sein Bruder Macrianus d. Jüngere zu Augusti ausgerufen.
Während Quietus im Anschluss in Syria blieb, zogen die beiden Macriani den Truppen Gallienus' entgegen. Dessen Generälen Aureolus und Domitian gelang es den Vormarsch zu stoppen und die beiden Macriani zu töten. Quietus wurde zeitgleich von Odainat, der im Auftrag des Gallienus den Osten wieder unter Kontrolle bringen sollte, erst in Emesa eingeschlossen und anschließend ermordet.
Während ihrer kurzen Herrschaft kontrollierten Macrianus und Quietus die Münzstätte in Samosata. Die dort geprägten Münzen unterschieden sich motivisch nicht von den Standarddarstellungen des 3. Jahrhunderts. Dazu gehört auch die Victoria auf dem vorliegenden Aureus. Die Wiederholung bekannter Themen sollte u. a. die Stabilität und Kontinuität der kaiserlicher Herrschaft suggerieren. Siehe hierzu Claes, L., Coins with power? Imperial and local messages on the coinage of the usurpers of the second half of the third century (AD 253-285), Jaarboek voor Munt- en Penningkunde 102, 2015, S. 15-60, bes. S. 20-23.

Schätzpreis
25.000 €
Zuschlag
22.000 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 6908 1
Claudius II. Gothicus, 268-270.

AV-Aureus, Rom; 2,89 g.

Kopf r. mit Lorbeerkranz//Galeere r.

Calicó 3940 (dies Exemplar); Coh. -; MER-RIC -; RIC -. Von allergrößter Seltenheit. Kratzer, sehr schön-vorzüglich

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 21, Osnabrück 1992, Nr. 962.

Im Jahr 268 n. Chr. wurde Gallienus bei der Belagerung der Stadt Mediolanum, in der sich Aureolus, der zu Postumus übergelaufene Kommandeur der gallienischen Schlachtenkavallerie verschanzt hatte, vom Generalstab der Donauarmee getötet. Das Heer betrauerte allerdings den prächtigen Feldherren, und es kam zu Tumulten. Der neue Kaiser, Claudius Gothicus, verbreitete die Fabel, Gallienus habe ihn zur Nachfolge designiert und zahlte jedem Soldaten 20 Aurei aus. Claudius II. errang 269 einen bedeutenden Sieg über die Goten, wurde aber bereits im folgenden Jahr von der immer noch grassierenden Cyprianischen Pest dahingerafft.
Die Darstellung auf dem hiesigen Aureus ist wahrscheinlich von Münzen des Postumus inspiriert, der seinerseits mit den Naves lusoria möglicherweise an seine Rheinüberquerung erinnerte.

Schätzpreis
4.000 €
Zuschlag
13.000 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 6911 1
Vabalathus, 271-272.

Æ-Antoninian, Ende 271/Anfang 272, Antiochia, 2. Emission; 3,25 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Jupiter steht l. mit Globus und Zepter, davor Stern und Adler. Bland in NC 171 (2011), 26 d (dies Exemplar); MER-RIC 3127 (temporary number, dies Exemplar erwähnt); MIR 356; RIC 3. RR Gutes sehr schön

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 168, Osnabrück 2010, Nr. 7846.

Nach dem Tod des Odaenathus übernahm seine Witwe Zenobia für ihren Sohn Vabalathus die Macht in Palmyra. 269 begannen die Palmyrener ihre Macht auszuweiten: Die Truppen marschierten nach Süden, wo sie in Bostra den Tempel des Jupiter Hammon zerstörten, gewannen die Kontrolle über Antiochia und drangen nach Ägypten vor, wo der palmyrenische General Zabdas von dem Ägypter Timagenes unterstützt wurde. Eine Ursache für die ägyptische Unterstützung der palmyrenischen Sache mag in der Propaganda des Vabalathus zu finden sein, der eine Abstammung der Zenobia von den Ptolemäern proklamierte und daher Alexandria als Stadt seiner Ahnen bezeichnete (siehe Parsons, P. J., A Proklamation of Vaballathus?, Chron. d´Eg. 42 (1967), S. 397 ff.). Der Präfekt von Ägypten unterlag nach anfänglichen Erfolgen rasch. Dem Gegenschlag Aurelians hatte Zenobia wenig entgegenzusetzen: In der Schlacht bei Immae wurde der eigentlich überlegenen palmyrenischen Reiterei die schwere Panzerung in der sengenden Sonne zum Verhängnis, die römischen Truppen errangen einen glänzenden Sieg und konnten schließlich nach Palmyra vorstoßen und dort Zenobia und Vabalathus gefangennehmen. Zenobia wurde wahrscheinlich nach Rom gebracht und dort im Triumphzug Aurelians gezeigt (vergl. HA Trig. Tyr. 30.27), starb aber möglicherweise auch auf dem Weg nach Rom (siehe u. a. Eutrop. 9.13.2). Vabalathus starb wahrscheinlich auf dem Weg nach Rom (Zosimos 1.61.1).

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
2.200 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 6912 1
Zenobia, 270-272.

Æ-Tetradrachme, Jahr 5 (= 272), Alexandria (Aegyptus); 7,77 g.

Drapierte Büste r. mit Diadem//Drapierte Büste der Selene r., davor Mondsichel.

Dattari 5513; Geissen -; Kampmann/Ganschow 108.4 und 108.5; RPC online ID 75761 (unassigned). Etwas korrodiert, fast sehr schön

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Münz Zentrum 52, Köln 1984, Nr. 1232.

Ursula Kampmann und Thomas Ganschow führen für ihre Nr. 108.5 (= Dattari 5513) die Averslegende CEΠTIMIA ZHNOBIA CEB an, übernehmen hier allerdings die irrige Lesung aus Dattaris Katalog von 1901. Die korrekte Lesung CEΠTIM ZH - NOBIA CEB geht klar aus der Abbildung bei Dattari/Savio, Pl. 279, 5513 hervor. Somit gilt: Kampmann/Ganschow 108.4 = Kampmann/Ganschow 108.5.
Nach dem Tod des Odaenathus übernahm seine Witwe Zenobia für ihren Sohn Vaballathus die Macht in Palmyra. 269 begannen die Palmyrener ihre Macht auszuweiten: Die Truppen marschierten nach Süden, wo sie in Bostra den Tempel des Jupiter Hammon zerstörten, gewannen die Kontrolle über Antiochia und drangen nach Ägypten vor, wo der palmyrenische General Zabdas von dem Ägypter Timagenes unterstützt wurde. Eine Ursache für die ägyptische Unterstützung der palmyrenischen Sache mag in der Propaganda des Vaballathus zu finden sein, der eine Abstammung der Zenobia von den Ptolemäern proklamierte und daher Alexandria als Stadt seiner Ahnen bezeichnete (siehe Parsons, P. J., A Proclamation of Vaballathus?, Chron. d´Ég. 42 (1967), S. 397 ff.). Der Präfekt von Ägypten unterlag nach anfänglichen Erfolgen rasch. Dem Gegenschlag Aurelians hatte Zenobia wenig entgegenzusetzen: In der Schlacht bei Immae wurde der eigentlich überlegenen palmyrenischen Reiterei die schwere Panzerung in der sengenden Sonne zum Verhängnis, die römischen Truppen errangen einen glänzenden Sieg und konnten schließlich nach Palmyra vorstoßen und dort Zenobia und Vaballathus gefangennehmen. Zenobia wurde wahrscheinlich nach Rom gebracht und dort im Triumphzug Aurelians gezeigt (vergl. HA Trig. Tyr. 30.27), starb aber möglicherweise auch auf dem Weg nach Rom (siehe u. a. Eutrop. 9.13.2).

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
1.100 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 6913 1
Tacitus, 275-276.

AV-Aureus, November 275/Juni 276, Siscia; 4,88 g.

Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Roma sitzt l. mit Victoria und Zepter.

Calicó 4088; CBN 1718; Coh. 112; Estiot, L'or romain - (D -/R 50); MER-RIC 3597 (temporary number, dies Exemplar erwähnt); RIC 175. R Gutes vorzüglich

Exemplar der Sammlung Michael F. Price, Auktion Stack's, New York 3. Dezember 1996, Nr. 237; der Sammlung Barry Feirstein (Teil II), Auktion NAC 42, Zürich 2007, Nr. 180 (mit dem Vermerk "privately purchased from Harlan J. Berk") und der Auktion NAC 102, Zürich 2017, Nr. 556.

Laut Zosimos und Zonaras wurde Tacitus nach der Ermordung des Aurelianus von den Truppen im November 275 zum Kaiser proklamiert, möglicherweise im Alter von 76 Jahren (SHA, Vita Taciti, VII, 5). Er befand sich zu diesem Zeitpunkt in Interamna und begab sich von dort unverzüglich nach Rom, wo er vom Senat bestätigt wurde. Tacitus sah sich bald nach seiner Erhebung gezwungen, barbarische Stämme (u. a. die Goten, Heruler und die scythischen Maeotidae) zu bekämpfen, die eigentlich im geplanten Partherkrieg Aurelians auf römischer Seite kämpfen sollten, nach dessen Tod aber in Kleinasien einfielen. Bald nach seinem Sieg starb Tacitus.


Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.

Schätzpreis
15.000 €
Zuschlag
14.000 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 6914 1
Tacitus, 275-276.

AV-Binio, Anfang 276/Juni 276, Serdica; 5,08 g.

Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//VICTORIA GOTTHICA, im Abschnitt COS II, Victoria geht r. mit Palmzweig und Kranz, davor Gefangener.

Calicó 4118 var.; CBN 1781; Coh. 164; Estiot, L'or romain 92 b (dies Exemplar); MER-RIC 3921 (temporary number, dies Exemplar erwähnt); RIC 110 var. Von großer Seltenheit. Fassungsspuren, Kratzer, schön-sehr schön

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Lanz 30, München 1984, Nr. 809.

Laut Zosimos und Zonaras wurde Tacitus nach der Ermordung des Aurelianus von den Truppen im November 275 zum Kaiser proklamiert, möglicherweise im Alter von 76 Jahren (SHA, Vita Taciti, VII, 5). Er befand sich zu diesem Zeitpunkt in Interamna und begab sich von dort unverzüglich nach Rom, wo er vom Senat bestätigt wurde. Tacitus sah sich bald nach seiner Erhebung gezwungen, barbarische Stämme (u. a. die Gothen, Heruler und die scythischen Maeotidae) zu bekämpfen, die eigentlich im geplanten Partherkrieg Aurelians auf römischer Seite kämpfen sollten, nach dessen Tod aber in Kleinasien einfielen. Bald nach seinem Sieg, der auf dem Revers des vorliegenden Stücks gefeiert wird, starb Tacitus.

Schätzpreis
5.000 €
Zuschlag
4.800 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 6915 1
Tacitus, 275-276.

AV-Aureus, Anfang 276/Juni 276, Serdica; 4,75 g. IMP C M CL TACITVS AVG Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//ROMAE-AET-ERNAE Roma sitzt l. auf Schild mit Victoria auf Globus und Speer, im Abschnitt SC. Calicó 4096; CBN 1783; Coh. 116; Estiot, L'or romain 103; MER-RIC 3918 (temporary number); RIC 209. RR Fast vorzüglich

Aus der Sammlung eines hessischen Pharmazeuten.

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 89, Osnabrück 2004, Nr. 2599; der Auktion Hess-Divo 299, Zürich 2004, Nr. 145 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 100, Osnabrück 2005, Nr. 76.

Laut Zosimos und Zonaras wurde Tacitus nach der Ermordung des Aurelianus von den Truppen im November 275 zum Kaiser proklamiert, möglicherweise im Alter von 76 Jahren (SHA, Vita Taciti, VII, 5). Er befand sich zu diesem Zeitpunkt in Interamna und begab sich von dort unverzüglich nach Rom, wo er vom Senat bestätigt wurde. Tacitus sah sich bald nach seiner Erhebung gezwungen, barbarische Stämme (u. a. die Gothen, Heruler und die scythischen Maeotidae) zu bekämpfen, die eigentlich im geplanten Partherkrieg Aurelians auf römischer Seite kämpfen sollten, nach dessen Tod aber in Kleinasien einfielen. Bald nach seinem Sieg starb Tacitus.

Schätzpreis
6.000 €
Zuschlag
6.000 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Los 6916 1
Tacitus, 275-276.

B-Antoninian, 276, Serdica, 2. Emission; 4,51 g.

Kopf l. mit Strahlenbinde, r. drapiert//Kaiser steht l. mit Zepter und empfängt Globus von Mars mit Speer.

CBN S. 404; MER-RIC 3896 (temporary number); RIC -. RR Sehr schön-vorzüglich

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Schätzpreis
200 €
Zuschlag
650 €

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Los 6917 1
Florianus, 276.

Æ-Quinar, Rom; 1,49 g. Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Kaiser steht r. mit Speer und Globus. CBN S. 316, Pl. 98, 505; Coh. 100; King 6 i (dies Exemplar); RIC 50. Von großer Seltenheit. Sehr schön

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Sammlung Franz Trau, Auktion Gilhofer & Ranschburg/Adolph Hess AG, Wien 22. Mai 1935, Nr. 3122 (Bild) und 3123 (Text) und der Auktion Fritz Rudolf Künker 174, Osnabrück 2010, Nr. 978.

Schätzpreis
500 €
Zuschlag
2.000 €

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Los 6918 1
Florianus, 276.

Æ-Sesterz, Rom; 7,15 g.

Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Kaiser geht r. mit Speer und Globus.

CBN 1927; Coh. 96; RIC 55. Geglättet, min. korrodiert, sehr schön

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Münzen und Medaillen GmbH 34, Stuttgart 2011, Nr. 335.

Zum Nominal siehe Weiser, Wolfram, Nominale römischer Münzen des 3.-5. Jahrhunderts n. Chr., in: GN 200 (2000), S. 315.

Schätzpreis
300 €
Zuschlag
2.000 €

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Los 6919 1
Probus, 276-282.

B-Antoninian, 276/277, Serdica, 2. Emission; 3,68 g.

BONO IMP PROBO AVG Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Providentia steht r. mit zwei Feldzeichen, davor steht Sol l. mit erhobener Rechten und Globus.

RIC 850 var.; Rosenbaum 96 b. RR Vorzüglich

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 182, Osnabrück 2011, Nr. 880.

Schätzpreis
350 €
Zuschlag
900 €

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Los 6920 1
Probus, 276-282.

AV-Aureus, 278, Siscia; 5,16 g.

Gepanzerte Büste r. mit Lorbeerkranz//Victoria steht r. auf Globus mit Kranz und Palmzweig, r. und l. je ein Gefangener.

Calicó 4212 (dies Exemplar); Coh. -; Pink, Aufbau S. 52; RIC -; Rosenbaum -. Von großer Seltenheit. Fast vorzüglich

Aus der Sammlung eines hessischen Pharmazeuten.

Exemplar der Auktion NAC 27, Zürich 2004, Nr. 488; der Auktion NAC 34, Zürich 2006, Nr. 197; der Auktion Fritz Rudolf Künker 136, Osnabrück 2008, Nr. 1214 und der Auktion Hess-Divo 314, Zürich 2009, Nr. 1602.

Probus bemühte sich während seiner Regierungszeit um die Konsolidierung des Reiches durch Grenzschutz und innere Reformen, nachdem gerade unter Valerianus und Gallienus massive außenpolitische Konflikte ausgetragen worden waren. Das vorliegende Stück mag dabei auf seine erfolgreichen Operationen in Gallien um 278 verweisen. Neben Maximinus Thrax, Claudius Gothicus und Aurelian kann er als „Soldaten“kaiser par excellence begriffen werden: Als Militär aus eher einfach Verhältnissen hat er sich in der Armee hochgedient und war in den Ritterstand aufgestiegen. Er genoss die volle Unterstützung seiner Soldaten und wurde von diesen zum Kaiser ausgerufen. So gründete er seine Herrschaft einzig auf militärischen Erfolg. Dieser Umstand vereint zwar alle sogenannten „Soldatenkaiser“, jedoch stammten etwa die Gordiani, Decius, Trebonianus Gallus sowie Valerianus und Gallienus aus der senatorischen Schicht, Philippus I. und Carus waren jeweils Prätorianerpräfekte. Im Gegensatz zu Probus konnten diese Kaiser bereits auf gewisse (Macht-) Ressourcen zurückgreifen, während er sich diese selbst schaffen musste (dazu: Johne, Klaus Peter; Hartmann, Udo: Krise und Transformation des Reiches im 3. Jahrhundert, in: Johne, Klaus-Peter; Hartmann, Udo; Gerhardt, Thomas (Hrsg.): Die Zeit der Soldatenkaiser. Krise und Transformation des Römischen Reiches im 3. Jahrhundert n. Chr. (235-284), Berlin 2008, S. 1025-1053).

Schätzpreis
12.500 €
Zuschlag
32.000 €

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Auktion 433, Teil 1 (Lose 6001 - 6447), Teil 2 (Lose 6448 - 6729), Teil 3 (Lose 6730 - 7183), Teil 4 (Lose 7184 - 7448)
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