Katalog - Auktion 438

Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“

Ergebnisse 861-880 von 1078
Seite von 54
Auktion 438 - Teil 3 (Lose 776 - 1078)
Startet in 1 Monat(en) 6 Tag(en)
RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT
Los 861 1
Theodosius II., 408-450.

AV-Solidus, 430/440, Constantinopolis, 5. Offizin; 4,47 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Helm, Speer und Schild//Constantinopolis sitzt l. mit Kreuzglobus und Zepter, dahinter Stern. RIC 257. Winz. Kratzer auf dem Avers, fast vorzüglich/gutes sehr schön

Erworben auf der Münzbörse in Dortmund.

Schätzpreis
500 €
Startgebot
400 €

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Los 862 1
Theodosius II., 408-450 für Aelia Eudocia.

AV-Solidus, 430, Constantinopolis; 4,41 g. Drapierte Büste r. mit Diadem, gekrönt von der Hand Gottes//Victoria steht l. mit Kreuz. RIC 256. RR Attraktives Exemplar, sehr schön

Exemplar der Auktion Bankhaus Aufhäuser 10, München 1993, Nr. 712.

Aelia Eudocia, Tochter eines Atheners Leontius, trug als Anhängerin der alten Religion den Namen Athenais, erst 420 wurde sie getauft. Aelia Pulcheria führte sie ihrem Bruder zu. Sie heiratete 421 Theodosius II. und führte bis 441 weitgehend die Regierung. Danach zog sie sich nach Jerusalem zurück und führte ein religiöses Leben bis zu ihrem Tod 460.

Schätzpreis
1.250 €
Startgebot
1.000 €

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Los 863 1
Valentinianus III., 425-455.

AV-Solidus, 426/430, Ravenna; 4,39 g. Drapierte Büste r. mit Rosettendiadem//Kaiser steht v. v. mit Langkreuz und Victoria auf Globus, den Fuß auf menschenköpfiger Schlange. RIC 2011. Leichte Fassungsspuren, min. Auflagen auf dem Avers, fast vorzüglich

Exemplar der Auktion Peus Nachf. 364, Frankfurt am Main 2000, Nr. 442.

Schätzpreis
600 €
Startgebot
480 €

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Los 864 1 Video
Valentinianus III., 425-455, für Justa Grata Honoria.

AV-Tremissis, Ravenna oder Rom; 1,46 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//In Kranz: Kreuz. RIC 2068. Von großer Seltenheit. Sehr schön/vorzüglich

Erworben im Januar 2013 bei der Firma Creusy Numismatique, Lyon.

Über Justa Grata Honoria ist wenig bekannt. Die Hauptquelle über die Ereignisse ihrer Lebenszeit bildet der Bericht des zeitgenössischen Geschichtsschreibers Priskos von Panion. Sie war die Tochter des weströmischen Kaisers Constantius III. und der Galla Placidia. Ihr Bruder, der Kaiser Valentinianus III., wollte sie zwingen, einen gewissen Herculanus Bassus zu heiraten. Grata Honoria rief den Hunnen Attila zu Hilfe und wollte sich mit diesem vermählen. Hochzeiten wurden auch von anderen Herrscherinnen dieser Zeit eingesetzt, um in machtvolle Positionen zu gelangen. So wurde beispielsweise Galla Placidia durch die Hochzeit mit Athaulf zur Herrscherin der Westgoten und später als Frau des Constantius III. zur Augusta des Westens. Valentinian III. soll die Heirat zwischen Galla Honoria und Attila verhindert haben, um einem Anspruch auf den Kaiserthron vorzubeugen, was schließlich zum Krieg und der Schlacht auf den katalaunischen Feldern führte. Bei dieser Schlacht im Jahr 451 konnten die Römer im Bündnis mit den Westgoten unter Theoderich I. unter erheblichen Verlusten einen Sieg gegen die Hunnen erringen und sie zum Rückzug aus Gallien zwingen. Dazu: King, C. W., Attila, Honoria, and the Nature of Hunnic Rule, in: Olster, D. M./Lanham, Md (Hgg.), Radical Traditionalism: The Influence of Walter Kaegi in Late Antique, Byzantine, and Medieval Studies, 2019, S. 97-114.

Schätzpreis
3.000 €
Startgebot
2.400 €

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Los 865 1
Marcianus, 450-457.

AV-Solidus, Constantinopolis, 3. Offizin; 4,43 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Helm, Speer und Schild//Victoria steht l. mit Langkreuz, dahinter Stern. RIC 510. R Graffito auf dem Avers, min. gereinigt, winz. Druckstelle am Rand, knapp vorzüglich

Exemplar der Auktion Hirsch Nachf. 250, München 2007, Nr. 1065.

Schätzpreis
500 €
Startgebot
400 €

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Los 866 1
Leo I., 457-474.

AV-Solidus, 462/466, Constantinopolis, 2. Offizin; 4,44 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Helm, Speer und Schild//Victoria steht l. mit Langkreuz, dahinter Stern. RIC 605. Rand min. bearbeitet, kl. Schrötlingsfehler, min. Doppelschlag, sehr schön

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Kölner Münzkabinett 92, Köln 2009, Nr. 550.

Schätzpreis
350 €
Startgebot
280 €

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Los 867 1
Leo I., 457-474.

AV-Solidus, 462/466, Constantinopolis, 4. Offizin; 4,47 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Helm, Speer und Schild//Victoria steht l. mit Langkreuz, dahinter Stern. RIC 605. Kl. Kratzer, sonst Stempelglanz

Exemplar der Auktion Hess-Divo 328, Zürich 2015, Nr. 318; der eLive Auction Hess-Divo 14, Zürich 2016, Nr. 1096; der Auktion Rauch 103, Wien 2017, Nr. 554 und der Auktion Rauch 111, Wien 2020, Nr. 800.

Schätzpreis
600 €
Startgebot
480 €

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Los 868 1
Leo I., 457-474.

AV-Solidus, 462/466, Constantinopolis, 8. Offizin; 4,43 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Helm, Speer und Schild//Victoria steht l. mit Langkreuz, dahinter Stern. RIC 605. Min. Auflagen, Rand min. bearbeitet, fast vorzüglich/gutes sehr schön

Erworben im Jahr 2007 auf der Münzbörse in Hannover.

Schätzpreis
400 €
Startgebot
320 €

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Los 869 1 Video
Libius Severus, 461-465.

AV-Solidus, 462, Rom; 4,39 g. Drapierte Büste r. mit Rosettendiadem//Kaiser steht v. v. mit Kreuz und Victoria auf Globus, Fuß auf menschenköpfiger Schlange. RIC 2704. RR Unregelmäßiger Schrötling, kl. Kratzer und Schürfspur, sehr schön

Erworben bei der Degussa, Frankfurt a. Main, im April 2021.

Nach dem Tod des Valentinianus III. und der kurzen Regierung des Petronius Maximus gab es zwischen 456 und 472 vier (teils vom Augustus des Ostens nicht anerkannte) Augusti des Westens. Diese hatten gemeinsam, dass ihre eigene politische Macht stark begrenzt war, weil sie fast vollständig vom Wohlwollen des einflussreichen magister militum Ricimer abhängig waren. Nachdem Maiorian bei diesem in Ungnade gefallen und in der Folge getötet worden war, erhob Ricimer Libius Severus zum Kaiser. Severus, selbst ein italischer Senator, hatte jedoch wenig Einfluss auf das politische Geschehen und starb 465 vermutlich eines natürlichen Todes (allerdings sind auch Quellen überliefert, die einen Tod durch Gift erwähnen). Siehe hierzu Flomen, M., The Original Godfather: Ricimer and the Fall of Rome, Hirundo 7, 2009/2010, S. 9-17.

Schätzpreis
3.000 €
Startgebot
2.400 €

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Los 870 1
Zeno, 474-491.

AV-Solidus, Constantinopolis, 2. Offizin; 4,42 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Helm, Speer und Schild//Victoria steht l. mit Langkreuz, r. Stern. RIC 910. Min. Auflagen auf dem Avers, fast vorzüglich/vorzüglich

Erworben im Jahr 2008 auf der Münzbörse in Dortmund.

Schätzpreis
400 €
Startgebot
320 €

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Los 871 1
Zeno, 474-491.

AV-Solidus, Constantinopolis, 6. Offizin; 4,48 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Helm, Speer und Schild//Victoria steht l. mit Langkreuz, dahinter Stern. RIC 910. Prachtexemplar. In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung Ch AU, Strike: 5/5, Surface: 4/5 (6290599-039). Fast Stempelglanz

Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".

Abgesehen von der kurzen Unterbrechung durch Iohannes (423-425) wurden beide Reichsteile des römischen Imperiums bis in die 450er Jahre hinein von Mitgliedern der theodosianischen Dynastie regiert. Sie führten ihre Truppen zumeist nicht selbst in die zahlreichen Schlachten dieser Zeit, was die Vormachtstellung wichtiger Feldherren wie Stilicho und Aspar stärkte. Auch Tarasicodissa vom westanatolischen Stamm der Isaurier diente bereits unter Kaiser Leo I. als magister militum und wurde mit dessen Tochter Ariadne vermählt. Der aus dieser Verbindung hervorgegangene Sohn Leo II. folgte seinem Großvater Leo I. auf den byzantinischen Kaiserthron. Kurz darauf wurde sein Vater Zeno zum Mitkaiser ernannt. Leo II. verstarb allerdings bereits kurz darauf im November des Jahrs 474, was die Legitimation seines Vaters stark gefährdete. Seine Schwiegermutter Verina versuchte mit Basiliscus einen Gegenkaiser zu etablieren und die thrakischen Goten unterstützten den Umsturz im Kaiserpalast. Dennoch konnte Zeno seine Machtposition weiterhin halten. Nach dem Tod des bereits im Jahr 475 aus Italien vertriebenen Julius Nepos avancierte er 480 zum Alleinherrscher des römischen Imperiums, faktisch kontrollierte allerdings Odoaker die westliche Reichshälfte. Crawford, P., The Roman Emperor Zeno. The Perils of Power Politics in Fifth-Century Constantinople, Barnsley 2019.


Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.

Schätzpreis
600 €
Startgebot
480 €

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Los 872 1
Zeno, 474-491.

AV-Solidus, Constantinopolis, 9. Offizin; 4,48 g. Gepanzerte Büste v. v. mit Helm, Speer und Schild//Victoria steht l. mit Langkreuz, dahinter Stern. RIC 910. Kl. Schürfstelle auf dem Revers, sonst Stempelglanz

Exemplar der Auktion Leu Numismatik AG 11, Winterthur 2022, Nr. 311.

Abgesehen von der kurzen Unterbrechung durch Iohannes (423-425), wurden beide Reichsteile des römischen Imperiums bis in die 450er Jahre hinein von Mitgliedern der theodosianischen Dynastie regiert. Sie führten ihre Truppen zumeist nicht selbst in die zahlreichen Schlachten dieser Zeit, was die Vormachtstellung wichtiger Feldherren wie Stilicho und Aspar stärkte. Auch Tarasicodissa vom westanatolischen Stamm der Isaurier, diente bereits unter Kaiser Leo I. als magister militum und wurde mit dessen Tochter Ariadne vermählt. Der aus dieser Verbindung hervorgegangene Sohn Leo II. folgte seinem Großvater Leo I. auf den byzantinischen Kaiserthron. Kurz darauf wurde sein Vater Zeno zum Mitkaiser ernannt. Leo II. verstarb allerdings bereits kurz darauf im November des Jahrs 474, was die Legitimation seines Vaters stark gefährdete. Seine Schwiegermutter Verina versuchte mit Basiliscus einen Gegenkaiser zu etablieren und die thrakischen Goten unterstützten den Umsturz im Kaiserpalast. Dennoch konnte Zeno seine Machtposition weiterhin halten. Nach dem Tod des bereits im Jahr 475 aus Italien vertriebenen Julius Nepos avancierte er 480 zum Alleinherrscher des römischen Imperiums, faktisch kontrollierte allerdings Odoaker die westliche Reichshälfte. Crawford, P., The Roman Emperor Zeno. The Perils of Power Politics in Fifth-Century Constantinople, Barnsley 2019.

Schätzpreis
750 €
Startgebot
600 €

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VÖLKERWANDERUNG WESTGOTEN
Los 873 1 Video
Anonym.

AV-Solidus im Namen des Libius Severus, 461/470, gallische Münzstätte; 4,25 g. Drapierte Büste r. mit Rosettendiadem//Kaiser steht v. v. mit Kreuz und Victoria auf Globus, Fuß auf menschenköpfiger Schlange. RIC 3755. Sehr selten, besonders in dieser Erhaltung. Winz. Kratzer auf dem Avers, Schrötlingsfehler auf dem Revers, fast vorzüglich

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 138, München 2005, Nr. 291.

Libius Severus, ein Lukanier, wurde von Ricimer laut den Fasti Vindobonenses Priores am 19. November 461 zum Augustus erhoben, doch nennt Theophanes den 7. Juli als Tag der Kaisererhebung. Wenn das letztere Datum zuträfe, entfiele das Interregnum zwischen der Hinrichtung des Maiorianus im Juli 461 und der Erhebung des Libius Severus. Siehe Scharf, R., Zu einigen Daten der Kaiser Libius Severus und Maiorianus, in: Rheinisches Museum für Philologogie NF 139/2 (1996), S. 180-188. Die Macht blieb freilich in Ricimers Händen und nach 4 Jahren bedeutungloser Regierung starb Libius Severus, der nie durch Leo anerkannt worden war, entweder eines natürlichen Todes (Sidonius Apollinaris) oder auf Veranlassung Ricimers durch Gift (Cassiodorus). Zwar ist die Lobrede des Sidonius Apollinaris auf Anthemius die zeitlich näher am Ereignis liegende Quelle, doch wäre es für den Autor, der sich von Anthemius einen Karrieresprung erhoffte, nicht opportun gewesen, dessen politisch wichtigen Schwiegersohn des Giftmordes zu beschuldigen. Die Frage ist letztlich ungeklärt.

Schätzpreis
2.000 €
Startgebot
1.600 €

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Los 874 1
Anonym.

AV-Tremissis im Namen des Iustinus I., Narbonne (?); 1,38 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Victoria geht r. mit Kranz und Palmzweig. Grierson/Blackburn -; Tomasini Gruppe JI 1, 161. Kl. Randfehler, winz. Kratzer, sehr schön

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Kölner Münzkabinett 41, Köln 1986, Nr. 495 und der Auktion Kölner Münzkabinett 74, Köln 2001, Nr. 209.

Schätzpreis
400 €
Startgebot
320 €

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VÖLKERWANDERUNG LANGOBARDEN
Los 875 1 Video
Desiderius, 757-773.

AV-Tremissis, Trevisio; 0,87 g. +FLAV TARVISIOC Stern//DN DESIDERIUS REX Kreuz. Bernareggi S. 189; Fb. vgl. 1194. Von größter Seltenheit. Fast vorzüglich

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Schätzpreis
3.000 €
Startgebot
2.400 €

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Los 876 1 Video
BENEVENT. Grimoald III., 788-806.

AV-Solidus, im Namen Karl des Großen, 788/792; 3,96 g. Drapierte Büste v. v. mit Krone und Kreuzglobus//Kreuz auf drei Stufen. CNI XVIII, S. 154, 1; Grierson/Blackburn -. RR Fast vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Lanz 128, München 2006, Nr. 1000.

Grimoald III. wurde von seinem Vater Arichis II. als Geisel und Unterpfand seiner Treue an den fränkischen Hof Karl des Großen gesandt. Den Franken weiterhin die Treue haltend folgte er seinem Vater als Dux von Benevent und Salerno. Im Jahr 788 konnte er bei Kalabrien einen Sieg gegen das Heer der Byzantiner erzielen. Durch die Heirat mit der Byzantinerin und Schwägerin des Kaisers Konstantin VI. Euanthia im Jahr 790 war der Bruch mit den Karolingern vorgezeichnet. Ab 792 revoltierte er dann offen gegen die Franken und ließ Münzen prägen, die nur noch seinen eigenen Namen trugen, statt Karl den Großen als König mitzunennen. Cawley, C., Medieval Lands. A prosopography of medieval European noble and royal families: https://fmg.ac/Projects/MedLands/ (zuletzt aufgerufen am 1. Dezember 2025).

Schätzpreis
1.500 €
Startgebot
1.200 €

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Los 877 1
BENEVENT. Sicard, 832-839.

El-Solidus; 3,55 g. Drapierte Büste v. v. mit Krone und Kreuzglobus//Kreuz auf zwei Stufen zwischen S-I. CNI XVIII, S. 173, 2; Grierson/Blackburn 1108. Feine, leicht irisierende Tönung, Rand min. ausgebrochen, vorzüglich

Erworben bei der Degussa, Frankfurt a. Main, im Oktober 2017.

Schätzpreis
1.000 €
Startgebot
800 €

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VÖLKERWANDERUNG BURGUNDER
Los 878 1 Video
Gundobad, 480-516.

AV-Tremissis im Namen des Anastasius I., Lyon; 1,27 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Victoria geht r. mit Kranz und Palmzweig, r. Monogramm. Grierson/Blackburn 337; Tomasini 107. RR Winz. Schrötlingsrisse, leichte Prägeschwächen, gutes sehr schön

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Sammlung Dr. Bernard Jean, Auktion Bourgey, Paris 13.-15. November 1992, Nr. 835; später erworben im Juni 2010 bei der Firma Jacquier, Kehl am Rhein.

Herrscher wie der Ostgotenkönig Theoderich der Große versuchten in der Tradition römischer Kaiser andere Herrscher durch ausgefeilte technische Errungenschaften von ihrer Überlegenheit zu überzeugen. Auf diese Weise wollte Theoderich den Burgunderkönig Gundobad mit einer Wasser- und einer Sanduhr vom Eintritt in den Krieg der Franken gegen die Westgoten abhalten. Scholl, C., Imitatio Imperii? Elements of Imperial Rule in the Barbarian Successor States of the Roman West, in: Scholl, C. u. a. (Hgg.), Transcultural Approaches to the Concept of Imperial Rule in the Middle Ages, Frankfurt am Main 2017, S. 19-39, bes. S. 29.

Schätzpreis
1.500 €
Startgebot
1.200 €

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Los 879 1 Video
Gundomar II., 524-532.

AV-Tremissis im Namen des Iustinus I.; 1,44 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Victoria geht r. mit Kranz, r. im Feld Monogramm, l. Stern. Grierson/Blackburn 341; Tomasini Gruppe JI 5. RR Min. Prägeschwäche, Randfehler, sonst vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Erworben im Juni 2010 bei der Firma Jacquier, Kehl am Rhein.

Schätzpreis
1.500 €
Startgebot
1.200 €

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VÖLKERWANDERUNG MEROWINGER
Los 880 1 Video

AV-Tremissis, 6./7. Jahrhundert, Banassac, Münzmeister Elafius; 1,28 g. Brustbild r. mit Diadem, davor vier Kugeln an Band//ELAFIVS MONT Kelch. Belfort 650 var.; Prou 2075 var.; Stahl 165. RR Vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Sammlung Bernward Chwartz, Auktion Alde, 18. Juni Paris 2009, Nr. 24.

Banassac war seit römischer Zeit ein bekanntes Töpfereizentrum und erlangte durch die Herstellung von Siegelkeramik erheblichen Wohlstand. Es verlor im Frühmittelater an Bedeutung, dennoch erscheint auf den Münzrückseiten immer noch ein Gefäß als Töpfereierzeugnis. Dazu: https://recherche.smb.museum/detail/2361547/merowinger-charibert-ii- (zuletzt aufgerufen am 27. Oktober 2025).

Schätzpreis
1.500 €
Startgebot
1.200 €

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