Katalog - Auktion 438

Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“

Ergebnisse 781-800 von 1078
Seite von 54
Auktion 438 - Teil 3 (Lose 776 - 1078)
Startet in 1 Monat(en) 5 Tag(en)
RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT
Los 781 1
Diocletianus, 284-305.

AR-Argenteus, 297/298, Rom, 4. Emission, 4. Offizin; 3,19 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Vier Kaiser opfern vor Mauerring. Gautier 211 b (dies Exemplar); RIC 37 a. In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung AU, Strike: 5/5, Surface: 3/5 (6639696-001). Vorzüglich-Stempelglanz

Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".

Exemplar der Auktion Hirsch Nachf. 245, München 2006, Nr. 679; der Auktion Hirsch Nachf. 249, München 2007, Nr. 2187 und der Auktion Heritage Europe/MPO Auctions 80, Ijsselstein 2023, Nr. 3992.


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Schätzpreis
250 €
Startgebot
200 €

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Los 782 1 Video
Maximianus I., 285-305.

AV-Aureus, 290/293, Cyzicus (?); 5,18 g. Kopf l. mit Lorbeerkranz//Kaiser sitzt l. auf curulischem Stuhl mit Victoria auf Globus und Schriftrolle. Calicó 4624; RIC 597. Vorzüglich

Exemplar der Auktion Rauch 90, Wien 2012, Nr. 877 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 341, Osnabrück 2020, Nr. 6054.

Schätzpreis
15.000 €
Startgebot
12.000 €

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Los 783 1
Maximianus I., 285-305.

AR-Argenteus, 300/301, Ticinum, 3. Emission; 3,61 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//In Kranz: XCVI/T. Gautier 19; RIC 20 b. Sehr selten, besonders in dieser Erhaltung. Herrliche Tönung, fast Stempelglanz

Exemplar der Auktion NAC 92 (1. Teil), Zürich 2016, Nr. 677 und der Auktion NAC 106, Zürich 2018, Nr. 809.

"XCVI" ist eine Wertangabe (= 1/96 des römischen Pfundes). Zum Nominal und zur Wertangabe siehe Weiser in GN 200 (2000), S. 315.

Schätzpreis
750 €
Startgebot
600 €

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Los 784 1
Maximianus I., 285-305.

Æ-Follis, 301, Aquileia, 2. Offizin; 9,05 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Moneta steht l. mit Waage und Füllhorn. Paolucci/Zub 38; RIC 33 b. Dunkle Patina mit etwas Silbersud, vorzüglich

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 141, München 2005, Nr. 346.

Schätzpreis
125 €
Startgebot
100 €

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Los 785 1
Maximianus I., 285-305.

Æ-Follis, 302/303, Treveri; 9,9 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Genius steht l. mit Patera und Füllhorn. RIC 524 b. Dazu fünf weitere tetrarchische Folles von hervorragender Qualität: Diocletianus (RIC Antiochia 54 a; Genius steht l.), Constantius I. (RIC Aquileia 26 a; Genius steht l.), Maximianus Galerius für seine Gattin Galeria (RIC Alexandria 81; Venus steht l.), Maximinus Daia (RIC Alexandria 103; Genius steht l.) und Maxentius (RIC Aquileia 113; Maxentius steht r., Roma sitzt l. im Tempel). 6 Stück. Alle Exemplare vorzüglich-prägefrisch

Exemplar der Auktion Münz Zentrum 175, Solingen-Ohligs 2016, Nr. 934.
Diocletianus: Erworben 2019 bei Armin Kohlross (MA-Shops), Haiger.
Constantius I.: Exemplar der Auktion Rauch 37, Wien 1986, Nr. 707; der Auktion Münz Zentrum 145, Solingen-Ohligs 2008, Nr. 1560 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 326, Osnabrück 2019, Nr. 1612.
Galeria: Exemplar der Auktion Hess-Divo 309, Zürich 2008, Nr. 220.
Maximinus Daia: Erworben bei der Münzhandlung Ritter, Düsseldorf.
Maxentius: Exemplar der Auktion Münz Zentrum 145, Solingen-Ohligs 2021, Nr. 933.

Schätzpreis
200 €
Startgebot
160 €

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Los 786 1
Constantius I., 293-306.

AR-Argenteus, 303/305, Serdica, 1. Offizin; 3,42 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Lagertor. Gautier 6 a (dies Exemplar); RIC 2 a. Prachtexemplar. RR Winz. Kratzer auf dem Avers, vorzüglich-Stempelglanz

Exemplar der Auktion Hirsch Nachf. 253, München 2007, Nr. 2709.

Auf dem zweiten Argenteus-Typus, der 298 auf die Darstellung der gemeinsam opfernden Tetrarchen folgte, befindet sich eine Lagertordarstellung zur Botschaft VIRTVS MILITVM. Nach einer längeren Propagierung der einträchtigen gemeinsamen Herrschaft sollten mit diesem Motiv wahrscheinlich stärker die wesentlichen militärischen Leistungen der Regenten betont werden. Beispielsweise sicherte Diocletian mit einer befestigten Handelsstraße (Strata Diocletiana) den Limes Arabicus an der östlichen Reichsgrenze ab. Dazu: Gautier, G., Le monnayage en argent de la réforme de Dioclétien (294-312 p.C.), 2021, bes. S. 37.

Schätzpreis
600 €
Startgebot
480 €

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Los 787 1
Constantius I., 293-306.

AR-Argenteus, 305/306, Serdica, 4. Offizin; 3,23 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Lagertor. Gautier 51; RIC 11 a. Kl. Stempelbruch auf dem Avers, vorzüglich-Stempelglanz

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 269, München 2020, Nr. 1202.

Auf dem zweiten Argenteus-Typus, der 298 auf die Darstellung der gemeinsam opfernden Tetrarchen folgte, befindet sich eine Lagertordarstellung zur Botschaft VIRTVS MILITVM. Nach einer längeren Propagierung der einträchtigen gemeinsamen Herrschaft sollten mit diesem Motiv wahrscheinlich stärker die wesentlichen militärischen Leistungen der Regenten betont werden. Beispielsweise sicherte Diocletian mit einer befestigten Handelsstraße (Strata Diocletiana) den Limes Arabicus an der östlichen Reichsgrenze ab. Dazu: Gautier, G., Le monnayage en argent de la réforme de Dioclétien (294-312 p.C.), 2021, bes. S. 37.

Schätzpreis
600 €
Startgebot
480 €

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Los 788 1 Video
Maximianus II. Galerius, 293-311.

AR-Argenteus, 298, Antiochia, 4. Emission; 3,36 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Lagertor. Gautier 30 g (dies Exemplar); RIC 38 b. RR Winz. Druckstelle und min. Prägeschwächen auf dem Avers, vorzüglich/Stempelglanz

Exemplar der Auktion Bankhaus Aufhäuser 12, München 1996, Nr. 767 und der Auktion Giessener Münzhandlung 284, München 2022, Nr. 1017.

Der Argenteus wurde im Zuge der Währungsreform Diocletians im Jahr 294 eingeführt und unter Constantin I. 320 (möglicherweise aber auch erst in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts, siehe Vondrovec, K., in: MÖNG 55/2 (2015), S. 98-103, bes. S. 99) durch die Siliqua ersetzt. Das innovative Motiv der vier gemeinsam opfernden Herrscher vermittelte auf den ersten Argentei die einträchtige Regentschaft im neu eingerichteten System der Tetrarchie. Gautier (Le monnayage en argent de la réforme de Dioclétien (294-312 p.C.), 2021, S. 36) bemerkt, dass die Tetrarchen dabei wie bei der Porphyrgruppe am Markusdom in einer hierarchischen Ordnung aufgestellt sind: die höherrangigen Augusti im Vordergrund und dahinter ihre Caesares. Das Motiv steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem militärischen Erfolg Diocletians und Galerius' über die Sarmaten. Die Architektur im Bildhintergrund könnte daher auf ein Kastell verweisen (Stoll, R., Die Münzstätte der römischen Kaiser von Trier, 2000, S. 22).

Schätzpreis
1.000 €
Startgebot
800 €

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Los 789 1
Maximianus II. Galerius, 293-311.

AR-Argenteus, 298/303, Thessalonica, 1. Emission, 3. Offizin; 3,57 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Lagertor. Gautier 7; RIC 8 (ohne diese Offizin). Vorzüglich-Stempelglanz

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 257, München 2018, Nr. 959.

Es ist ein Charakteristikum der Münzstätte von Thessalonica, dass die übliche Legende VIRTVS MILITVM zu den vier gemeinsam vor einem Lagertor opfernden Kaiser zu CONCORDIA MILITVM abgeändert und der Fokus noch deutlicher auf die Eintracht in militärischen Belangen gelegt wurde. Dazu: Gautier, G., Le monnayage en argent de la réforme de Dioclétien (294-312 p.C.), Bordeaux 2021, S. 468.

Schätzpreis
500 €
Startgebot
400 €

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Los 790 1
Maximianus II. Galerius, 293-311.

AR-Argenteus, 298/303, Thessalonica, 1. Emission, 3. Offizin; 3,53 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Lagertor. Gautier 21; RIC 12 b. Vorzüglich-Stempelglanz

Exemplar der Auktion Roma Numismatics XVI, London 2018, Nr. 803 und der Auktion CNG 117, Lancaster 2021, Nr. 611 (damals in US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS, Strike: 5/5, Surface: 4/5, Nr. 4284623-007).

Der Argenteus wurde im Zuge der Währungsreform Diocletians im Jahr 294 eingeführt und unter Constantin I. 320 (möglicherweise aber auch erst in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts, siehe Vondrovec, K., in: MÖNG 55/2 (2015), S. 98-103, bes. S. 99) durch die Siliqua ersetzt. Das innovative Motiv der vier gemeinsam opfernden Herrscher vermittelte auf den ersten Argentei die einträchtige Regentschaft im neu eingerichteten System der Tetrarchie. Gautier (Le monnayage en argent de la réforme de Dioclétien (294-312 p.C.), 2021, S. 36) bemerkt, dass die Tetrarchen dabei wie bei der Porphyrgruppe am Markusdom in einer hierarchischen Ordnung aufgestellt sind: die höherrangigen Augusti im Vordergrund und dahinter ihre Caesares. Das Motiv steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem militärischen Erfolg Diocletians und Galerius' über die Sarmaten. Die Architektur im Bildhintergrund könnte daher auf ein Kastel verweisen (Stoll, R., Die Münzstätte der römischen Kaiser von Trier, 2000, S. 22).

Schätzpreis
600 €
Startgebot
480 €

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Los 791 1
Maximianus II. Galerius, 293-311.

AR-Argenteus, 305/306, Serdica, 5. Offizin; 3,33 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Lagertor. Gautier 57as (dies Exemplar); RIC 11 b. RR Feine Tönung, stempelfrisches Prachtexemplar

Exemplar der Auktion Lanz 123, München 2005, Nr. 875 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 257, Osnabrück 2014, Nr. 8680.

Auf dem zweiten Argenteus-Typus, der 298 auf die Darstellung der gemeinsam opfernden Tetrarchen folgte, befindet sich eine Lagertordarstellung zur Botschaft VIRTVS MILITVM. Nach einer längeren Propagierung der einträchtigen gemeinsamen Herrschaft sollten mit diesem Motiv wahrscheinlich stärker die wesentlichen militärischen Leistungen der Regenten betont werden. Beispielsweise sicherte Diocletian mit einer befestigten Handelsstraße (Strata Diocletiana) den Limes Arabicus an der östlichen Reichsgrenze ab. Dazu: Gautier, G., Le monnayage en argent de la réforme de Dioclétien (294-312 p.C.), 2021, bes. S. 37.

Schätzpreis
750 €
Startgebot
600 €

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Los 792 1
Severus II., 305-307.

Æ-Follis, 305/306, Cyzicus, 1. Offizin; 8,91 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Genius steht l. mit Patera und Füllhorn. RIC 20 a. Dunkle Patina mit Silbersud, vorzüglich

Erworben am 19. August 2019 bei Armin Kohlross (MA-Shops), Haiger.

Schätzpreis
75 €
Startgebot
60 €

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Los 793 1
Severus II., 305-307.

Æ-Follis, 305/307, Treveri, 1. Offizin; 9,1 g. Gepanzerte Büste r. mit Lorbeerkranz//Genius steht l. mit Patera und Füllhorn. RIC 652 c. Dunkle Patina, vorzüglich

Exemplar der Auktion Münz Zentrum 194, Solingen-Ohligs 2021, Nr. 926.

Schätzpreis
75 €
Startgebot
60 €

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Los 794 1 Video
Maximinus II. Daia, 305-313.

AV-Aureus, 306/307, Nicomedia; 5,32 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Sol steht v. v., Kopf r., mit erhobener Rechten und Peitsche. Calicó 5042 a; RIC 43. R Fast vorzüglich

Exemplar der Auktion SBV 21, Basel 1989, Nr. 224; der Auktion Elsen 66, Brüssel 2001, Nr. 589 und der Sammlung Maître Robert Schuman (1953-2022), Auktion Fritz Rudolf Künker 397, Osnabrück 2023, Nr. 2904.

Schätzpreis
6.000 €
Startgebot
4.800 €

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Los 795 1
Maxentius, 306-312.

Æ-Follis, 308/310, Ticinum, 3. Offizin; 6,43 g. Drapierte Büste l. mit Adlerzepter//Roma sitzt l. mit Globus und Zepter in sechssäuligem Tempel. RIC 103. Dunkle Patina, vorzüglich

Exemplar der Auktion NAC B, Zürich 1992, Nr. 2245; der Auktion Baldwin's 57, London 2008, Nr. 226 und der Sammlung Dr. Klaus Berthold, Auktion Fritz Rudolf Künker 318, Osnabrück 2019, Nr. 1847.

Schätzpreis
200 €
Startgebot
160 €

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Los 796 1 Video
Licinius I., 308-324.

AV-Aureus, 310/313, Treveri; 4,15 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Kaiser steht r. mit Speer und Globus zwischen zwei Gefangenen. Calicó 5135; RIC 817 c. RR Leicht beschnitten, fast vorzüglich

Exemplar der Sammlung Dr. Grimoud, Auktion Sotheby's LN 6395, London 1996, Nr. 220 (dort mit der Angabe "Ex Münzen und Medaillen, May 1969"); der Auktion NAC 24, Zürich 2002, Nr. 268 und der Auktion Hirsch Nachf. 372, München 2022, Nr. 2304.

Schätzpreis
10.000 €
Startgebot
8.000 €

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Los 797 1 Video
Licinius I., 308-324.

AV-Aureus, 321/322, Nicomedia, 3. Offizin; 5,26 g. LICINIVS AVG OB D V FILII SVI Drapierte Büste v. v.//IOVI CONS - LICINI AVG Jupiter sitzt v. v. mit Victoria auf Globus und Zepter auf einer Plattform mit der Aufschrift SIC X/SIC XX, l. Adler mit Kranz im Schnabel, im Abschnitt SMNΓ. Calicó 5096 b; RIC 41. Von großer Seltenheit. Prachtexemplar. Winz. Kratzer auf dem Avers, vorzüglich-Stempelglanz

Exemplar der Buy or Bid Sale Harlan J. Berk 94, Chicago 1997, Nr. 22; der Auktion NAC 31, Zürich 2005, Nr. 140; der Auktion NAC 127, Zürich 2021, Nr. 349 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 376, Osnabrück 2022, Nr. 5062.

Licinius, dessen Familie aus Dakien stammte, wurde um 265 geboren. Ende 308 zum Augustus erhoben, war er ursprünglich für Thracien, Illyrien und Pannonien zuständig, weitete seinen Machtbereich aber nach und nach aus. Gemeinsam mit Constantin war Licinius 313 für das - vielleicht nicht ganz treffend so bezeichnete - "Toleranzedikt von Mailand" verantwortlich, das den Christen die freie Religionsausübung zusicherte. Ab 320 erließ Licinius Gesetze, die die Christen einschränkten, in Teilen nur die Bischöfe betrafen, aber nicht in Christenverfolgungen ausarteten. Sicher waren diese Maßnahmen auch gegen Constantinus I. gerichtet.
Der Revers mit der schönen Jupiterdarstellung erweist Licinius als Jovier im Sinne der tetrarchischen Ideologie, die die Legitimation der Herrschaft auch auf die traditionelle römische Religion stützte.


Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.

Schätzpreis
25.000 €
Startgebot
20.000 €

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Los 798 1
Constantinus I., 306-337.

Æ-Follis, 307/308, Treveri; 5,71 g. Gepanzerte Büste r. mit Lorbeerkranz//Mars geht r. mit Helm, Schild und Speer. RIC 730. Dazu fünf weitere Folles der konstantinischen Dynastie von herausragender Qualität: von Constantinus I. (RIC Londinium 89 b; Genius steht l. und RIC Treveri 216; zwei Victorien mit Vota-Schild), zwei Prägungen dieses Herrschers für seine Mutter Helena (RIC Treveri 458 und RIC Nicomedia 159; Securitas steht l.) sowie ein Follis von Constantius II. für Theodora (RIC 65; Pietas v. v. mit Kind). 6 Stück. Alle Exemplare vorzüglich-prägefrisch

Exemplar der Auktion Lanz 125, München 2005, Nr. 1072.
Constantinus I. 2: Exemplar der Auktion Münz Zentrum 194, Solingen-Ohligs 2021, Nr. 959.
Constantinus I. 3: Erworben bei der Münzhandlung Ritter, Düsseldorf.
Helena 1: Erworben bei Odysseus Numismatique (MA-Shops), Montpellier.
Helena 2: Exemplar der Auktion Emporium 74, Hamburg 2015, Nr. 476.
Theodora: Erworben 2019 bei Odysseus Numismatique (MA-Shops), Montpellier.

Schätzpreis
200 €
Startgebot
160 €

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Los 799 1 Video
Constantinus I., 306-337.

AV-Solidus, 332/333, Thessalonica; 4,46 g. Drapierte Büste r. mit Lorbeer- und Rosettendiadem//Victoria geht l. mit Trophäe und Palmzweig. RIC 189. Sehr attraktives Exemplar, vorzüglich

Exemplar der Auktion Lanz 112, München 2002, Nr. 875.

Constantin gelangen während seiner 30 Jahre andauernden Herrschaft nicht nur zahlreiche Erfolge gegen seine Konkurrenten wie der berühmte Sieg an der Milvischen Brücke über Maxentius, sondern auch solche gegen äußere Feinde. Dazu gehört beispielsweise sein Erfolg bei der Abwehr der Franken kurz nach der Konferenz von Mailand im Jahr 313, bei der Constantin mit seinem Konkurrenten Licinius eine Einigung zur Religionsfreiheit erzielen konnte. Nachdem Constantin im Jahr 323 die im Donaugebiet einfallenden Goten besiegt hatte, wurden zahlreiche Vorkehrungen wie der Bau einer großen Brücke von Oescus (Bulgarien) nach Sucidava (Rumänien), die sogar auf Medaillons dieser Zeit referenziert wurde (RIC VII 298), und der weiterer Kastelle ergriffen, um das Imperium gegen die weiterhin schwelende Gefahr zu sichern. Das vorliegende Stück wurde kurz nach dem entscheidenden Sieg über die Goten geprägt. Im Jahr 332 hatten die seit 323 mit Rom verbündeten Sarmaten Constantin gegen die in ihr Gebiet einfallenden Goten um Unterstützung gebeten. Dieser sandte unter Führung seines zum Caesaren erhobenen Sohnes Constantin II. ein Heer gegen die hauptsächlich aus Terwingen und Taifalen bestehenden Invasoren. Die vollständige Niederlage der Goten - im Text des Anonymus Valesianus (Anon. Vales. 31) ist von 100.000 Gefallenen die Rede - war ein erheblicher Schlag für die transdanubischen Stämme und zwang sie in ein Bündnis mit Rom. Sie stellten Truppen für das römische Heer, während Rom wiederum den Handel über die Donau sicherte. Dazu: Bellen, H., Die Spätantike von Constantin bis Justinian: Grundzüge der römischen Geschichte, 2. Aufl., 2016, bes. S. 38-41.

Schätzpreis
5.000 €
Startgebot
4.000 €

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Los 800 1 Video
Constantinus I., 306-337.

AV-Solidus, 335, Siscia; 4,5 g. Drapierte Büste r. mit Lorbeer- und Rosettendiadem//Victoria geht r. und hält Schild mit der Aufschrift VOT/XXX, davor sitzt Gefangener. RIC 244. Von größter Seltenheit. Kl. Kratzer, Prüfstellen am Rand, vorzüglich

Exemplar der Auktion NAC 46, Zürich 2008, Nr. 712.

Schätzpreis
2.500 €
Startgebot
2.000 €

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Ergebnisse 781-800 von 1078
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Auktion 438, Teil 1 (Lose 1 - 300), Teil 2 (Lose 301 - 775), Teil 3 (Lose 776 - 1078)
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