Katalog - Auktion 438

Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“

Ergebnisse 41-60 von 303
Seite von 16
Auktion 438 - Teil 3 (Lose 776 - 1078)
Startet in 1 Monat(en) 8 Tag(en)
RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT
Los 816 1 Video
Magnentius, 350-353.

AV-Solidus, 350, Treveri; 4,58 g. Drapierte Büste r.//Victoria und Libertas halten Trophäe. Bastien 7; RIC 247. R Attraktives Exemplar, vorzüglich

Erworben im Mai 1996 bei der Firma Argenor, Paris.

Libertas und Victoria spielen eine wichtige Rolle in der Münzprägung des Gegenkaisers Magnentius. Die personifizierte Freiheit kann auf die Befreiung der Bürger von der als schlecht verschrienen Herrschaft des Constans verweisen und ist ein häufiger Tyrannen-Topos. Die Verbindung mit der Siegesgöttin macht deutlich, dass Magnentius diese Freiheit besonders auch durch seine militärische Schlagkraft abzusichern vermochte (Seibel, S., Typologische Untersuchungen zu den Usurpationen der Spätantike, 2006, S. 46 f.).

Nachdem Magnentius im Januar 350 in Augustodonum (Autun) zum Kaiser ausgerufen worden war, hat er seinem Vorgänger Constans tatsächlich die Flucht ermöglicht. Zwar kam dieser nicht weit und wurde auf seinem Weg nach Spanien von Verbündeten des neuen Kaisers getötet, interessant bleibt aber, dass Magnentius keine Ambitionen hatte, Constans sofort unschädlich zu machen. John F. Drinkwater vermutet dahinter politisches Kalkül: Magnentius hat einerseits den Vorwurf des Herrschermordes abwehren wollen, andererseits wollte er sich moralisch über seinen Vorgänger stellen und als besserer Kaiser darstehen. Zudem zeigte sich durch Constans' Verhalten dessen eigene Unfähigkeit, den status quo wiederherzustellen, was ihn als Kaiser endgültig disqualifizierte und Magnentius' Position zugleich stärkte. Der spätere Mord an Constans war dadurch schließlich doch zu rechtfertigen (dazu: Drinkwater, John F.: The Revolt and Ethnic Origin of the Usurper Magnentius (350–353), and the Rebellion of Vetranio (350), in: Chiron 30 (2000), München, S. 131-159).

Schätzpreis
4.000 €
Startgebot
3.200 €

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Los 817 1
Magnentius, 350-353.

Æ-Maiorina, nach 351, Lugdunum; 4,59 g. Drapierte Büste r.//Zwei Victorien halten Schild mit der Aufschrift VOT/V/MVLT/X. Bastien 194; RIC 145. Dazu sechs weitere Buntmetallprägungen von Gegnern und Nachfolgern der konstantinischen Dynastie: Licinius I. (RIC Alexandria 18 und RIC Siscia 17; Jupiter steht l.), Licinius I. für Licinius II. (RIC Treveri 264; Tropaion mit Gefangenen), Magnentius für Decentius (RIC Treveri 313; zwei Victorien mit Vota-Schild), Julianus II. Apostata mit attraktiver Büste samt Helm mit Diadem, Schild und Speer (RIC Sirmium 108; Vota) und eine Prägung von Jovianus (RIC Sirmium 118; Vota). 7 Stück. Meist prägefrisch

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 253, München 2018, Nr. 823.
Licinius I. 1: Erworben 2019 bei Armin Kohlross (MA-Shops), Haiger.
Licinius I. 2: Erworben bei der Münzhandlung Ritter, Düsseldorf.
Licinius II.: Exemplar der Auktion Münz Zentrum 194, Solingen-Ohligs 2021, Nr. 955.
Decentius: Erworben bei Odysseus Numismatique, Montpellier.
Julianus Apostata: Exemplar der Auktion Grün 64, Heidelberg 2014, Nr. 2801.
Jovianus: Exemplar der Auktion Hirsch Nachf. 198, München 1998, Nr. 792 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 257, Osnabrück 2014, Nr. 8781.

Schätzpreis
250 €
Startgebot
200 €

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Los 818 1 Video
Julianus II. Apostata, 360-363.

AV-Solidus, 361/363, Nicomedia, 10. Offizin; 4,37 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Soldat mit Trophäe r. legt Hand auf Gefangenen. RIC 115. RR Porträt von feinem Stil, winz. Kratzer auf dem Avers, gutes sehr schön/vorzüglich

Exemplar der Auktion Lanz 58, München 1991, Nr. 919 und der Auktion Lanz 66, München 1993, Nr. 949.

Der Revers mit der kriegerischen Darstellung eines Soldaten und der Umschrift, die die Virtus des römischen Heeres feiert, ist angesichts der Umstände der Zeit verständlich. Unter Constantius II. waren die Sasaniden in römisches Territorium eingefallen und hatten einige Städte und Festungen erobert. Constantius II. befahl seinem Caesar Julian, Truppen in den Osten zu verlegen. Diese Truppen rebellierten, da ihnen zuvor versprochen worden war, für die Verteidigung ihrer näheren Heimat eingesetzt zu werden. Julian wurde von den Truppen zum Augustus erhoben. Nach dem Tode des Constantius II. sah sich Julian als Alleinherrscher mit dem Problem der sasanidischen Bedrohung konfrontiert. Als Caesar hatte Julian erfolgreich für Ruhe an den Grenzen im Westen gesorgt; Äußerungen des Kaisers lassen aber darauf schließen, daß er die Völkerwanderung und damit größere Probleme im Westen des Reiches kommen sah. Er nutzte also die für die nähere Zukunft sichere Lage im Westen, um des Problems im Osten Herr zu werden und plante seinen Perserfeldzug.

Schätzpreis
1.500 €
Startgebot
1.200 €

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Los 819 1 Video
Julianus II. Apostata, 360-363.

AV-Solidus, 361/363, Antiochia, 9. Offizin; 4,49 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Soldat mit Trophäe r. legt Hand auf Gefangenen. RIC 199. R Sehr attraktives Exemplar, vorzüglich

Erworben im Oktober 1996 bei der Firma Credit de la Bourse, Paris.

Der Revers mit der kriegerischen Darstellung eines Soldaten und der Umschrift, die die Virtus des römischen Heeres feiert, ist angesichts der Umstände der Zeit verständlich. Unter Constantius II. waren die Sasaniden in römisches Territorium eingefallen und hatten einige Städte und Festungen erobert. Constantius II. befahl seinem Caesar Julian, Truppen in den Osten zu verlegen. Diese Truppen rebellierten, da ihnen zuvor versprochen worden war, für die Verteidigung ihrer näheren Heimat eingesetzt zu werden. Julian wurde von den Truppen zum Augustus erhoben. Nach dem Tode des Constantius II. sah sich Julian als Alleinherrscher mit dem Problem der sasanidischen Bedrohung konfrontiert. Als Caesar hatte Julian erfolgreich für Ruhe an den Grenzen im Westen gesorgt; Äußerungen des Kaisers lassen aber darauf schließen, daß er die Völkerwanderung und damit größere Probleme im Westen des Reiches kommen sah. Er nutzte also die für die nähere Zukunft sichere Lage im Westen, um des Problems im Osten Herr zu werden und plante seinen Perserfeldzug.

Schätzpreis
5.000 €
Startgebot
4.000 €

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Los 820 1
Julianus II. Apostata, 360-363.

Æ-Doppelmaiorina, 361/363, Sirmium, 1. Offizin; 8,89 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Stier steht r., darüber zwei Sterne. RIC 106. Etwas Silbersud, vorzüglich-Stempelglanz

Exemplar der Auktion Lanz 153, München 2011, Nr. 595 und der Auktion NAC 88, Zürich 2015, Nr. 512.

Das Münzbild rief unter der christlichen Bevölkerung von Antiochia großen Aufruhr hervor. Die Antiochener deuteten den Stier als Opferstier - siehe Szidat, Zur Wirkung und Aufnahme der Münzpropaganda (Iul. Misop. 355 d), in: Museum Helveticum 38 (1981), S. 27. Da in Antiochia eine Hungersnot herrschte und den Christen der Genuß des Opferfleisches der in großer Zahl geopferten Stiere verboten war, ist ihre vom Kaiser in seiner Satire Misopogon (Barthasser) geschilderte spöttische Reaktion auf die Münze nicht völlig unverständlich. Da der Stier auch von Socrates Scholasticus als Opferstier bezeichnet wird (hist. eccl. 3, 17) und die übrigen Deutungen des Stieres (Apisstier, Mithrasstier, goldenes Kalb, philosophisches Symbol für einen guten Kaiser und Zodiakalstier) aus vielerlei Gründen ausscheiden, handelt es sich bei dem auf dem Revers abgebildeten Stier wahrscheinlich tatsächlich um einen Opferstier, siehe Thormann, Zur Deutung des Stieres auf den Folles Kaiser Julians, in: Bremer Beiträge zur Münz- und Geldgeschichte 4 (2005). Die jüngste Deutung des Stieres als Konzeptionszeichen (Kay Ehling in JNG 55/56, S. 111-132) steht im Widerspruch zur von Julian vertretenen Philosophie des Iamblichos und der chaldäischen Orakel, siehe Thormann, Konzeptionszeichen auf antiken Münzen? in: Lehmann (Hrsg.), Nub Nefer - gutes Gold: Gedenkschrift für Manfred Gutgesell, Rahden 2014, S. 179-186.

Schätzpreis
750 €
Startgebot
600 €

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Los 821 1
Julianus II. Apostata, 360-363.

Æ-Doppelmaiorina, 361/363, Thessalonica, 1. Offizin; 8,97 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Stier steht r., darüber zwei Sterne. RIC 225. Grüne Patina, vorzüglich

Exemplar der Auktion NAC 64, Zürich 2012, Nr. 1326 und der Auktion Hess-Divo 328, Zürich 2015, Nr. 295.

Das Münzbild rief unter der christlichen Bevölkerung von Antiochia großen Aufruhr hervor. Die Antiochener deuteten den Stier als Opferstier - siehe Szidat, Zur Wirkung und Aufnahme der Münzpropaganda (Iul. Misop. 355 d), in: Museum Helveticum 38 (1981), S. 27. Da in Antiochia eine Hungersnot herrschte und den Christen der Genuß des Opferfleisches der in großer Zahl geopferten Stiere verboten war, ist ihre vom Kaiser in seiner Satire Misopogon (Barthasser) geschilderte spöttische Reaktion auf die Münze nicht völlig unverständlich. Da der Stier auch von Socrates Scholasticus als Opferstier bezeichnet wird (hist. eccl. 3, 17) und die übrigen Deutungen des Stieres (Apisstier, Mithrasstier, goldenes Kalb, philosophisches Symbol für einen guten Kaiser und Zodiakalstier) aus vielerlei Gründen ausscheiden, handelt es sich bei dem auf dem Revers abgebildeten Stier wahrscheinlich tatsächlich um einen Opferstier, siehe Thormann, Zur Deutung des Stieres auf den Folles Kaiser Julians, in: Bremer Beiträge zur Münz- und Geldgeschichte 4 (2005). Die jüngste Deutung des Stieres als Konzeptionszeichen (Kay Ehling in JNG 55/56, S. 111-132) steht im Widerspruch zur von Julian vertretenen Philosophie des Iamblichos und der chaldäischen Orakel, siehe Thormann, Konzeptionszeichen auf antiken Münzen? in: Lehmann (Hrsg.), Nub Nefer - gutes Gold: Gedenkschrift für Manfred Gutgesell, Rahden 2014, S. 179-186.

Schätzpreis
500 €
Startgebot
400 €

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Los 822 1 Video
Jovianus, 363-364.

AV-Solidus, Sirmium; 4,46 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Kaiser steht l. mit Christogrammstandarte, davor Gefangener. RIC 110. R Herrliches Porträt, vorzüglich

Exemplar der Auktion NGSA 6, Genf 2010, Nr. 205; der Auktion NAC 100, Zürich 2017, Nr. 682; der Auktion Hess-Divo 333, Zürich 2017, Nr. 221; der Auktion Fritz Rudolf Künker 333, Osnabrück 2020, Nr. 1555 und der Sammlung Annemarie und Gerd Köhlmoos, Auktion Fritz Rudolf Künker 376, Osnabrück 2022, Nr. 4163.

Nachdem Julianus am 26. Juni 363 in seiner letzten, siegreichen Schlacht gegen die Sasaniden von einem Christen ermordet worden war (dies muß man jedenfalls annehmen, wenn man nicht den philosophischsten und wahrheitsliebendsten unter den Rhetoren der Lüge zeihen will) und Salutius Saturninius Secundus den Purpur abgelehnt hatte, wurde Jovian am 27. Juni 363 zum Augustus erhoben. Er schloß mit den Sasaniden einen - zumindest von manchen Zeitgenossen als schändlich interpretierten - Frieden und führte das unbesiegte Heer zurück auf römisches Territorium. Er starb am 17. Februar 364 entweder eines natürlichen Todes oder durch Gift.

Schätzpreis
10.000 €
Startgebot
8.000 €

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Los 823 1 Video
Jovianus, 363-364.

AV-Solidus, Antiochia, 6. Offizin; 4,48 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Roma und Constantinopolis sitzen fast v. v. und halten Schild mit der Aufschrift VOT/V/MVL/X. RIC 224. RRR Attraktives Exemplar, vorzüglich

Exemplar der Auktion Stack's, New York 9. Dezember 1991, Nr. 72 und der Auktion Grün 90, Heidelberg 2025, Nr. 284.

Nachdem Julianus am 26. Juni 363 in seiner letzten, siegreichen Schlacht gegen die Sasaniden von einem Christen ermordet worden war (dies muss man jedenfalls annehmen, wenn man nicht den philosophischsten und wahrheitsliebendsten unter den Rhetoren, Libanios Or. XVIII, der Lüge zeihen will) und Salutius Saturninius Secundus den Purpur abgelehnt hatte, wurde Jovian am 27. Juni 363 zum Augustus erhoben. Er schloss mit den Sasaniden einen - zumindest von manchen Zeitgenossen als schändlich interpretierten - Frieden und führte das unbesiegte Heer zurück auf römisches Territorium. Er starb am 17. Februar 364 entweder eines natürlichen Todes oder durch Gift.

Schätzpreis
5.000 €
Startgebot
4.000 €

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Los 824 1
Valentinianus I., 364-375.

AV-Solidus, 364/367, Antiochia, 4. Offizin; 4,46 g. Drapierte Büste r. mit Rosettendiadem//Kaiser steht r. mit Kreuzstandarte und Victoria auf Globus, l. Kreuz. RIC 2 b. Kl. Graffito auf dem Avers, sehr schön-vorzüglich

Exemplar der Auktion Bankhaus Aufhäuser 10, München 1993, Nr. 690.

Schätzpreis
400 €
Startgebot
320 €

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Los 825 1
Valentinianus I., 364-375.

AR-Siliqua, 367/375, Constantinopolis; 2,23 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//VOT/VX/MVLT/XX in Kranz. RIC 38 a. R Feine, irisierende Tönung, winz. Kratzer, kl. Graffito auf dem Avers, vorzüglich

Exemplar der Sammlung Hermann-Joseph Lückger, Auktion Peus Nachf. 417, Frankfurt am Main 2016, Nr. 805.

Möglicherweise verweist Lückger in seinem Artikel "Zum Korpus der römischen Kaisermünzen", in: Deutsche Münzblätter 453/454 (1940), S. 123, Nr. 40 auf diese Münze. Ein entsprechender Unterlegzettel ließe diesen Schluss zu, allerdings stimmt das im Artikel und auf dem Zettel verzeichnete Gewicht nicht mit dem unserer Münze überein.

Schätzpreis
250 €
Startgebot
200 €

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Los 826 1
Valens, 364-378.

AV-Solidus, 364/367, Antiochia, 7. Offizin; 4,35 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Kaiser steht r. mit Christogrammstandarte und Victoria auf Globus. RIC 2 d. Attraktives Exemplar, vorzüglich

Exemplar der Auktion Grün 90, Heidelberg 2025, Nr. 288.

Schätzpreis
1.500 €
Startgebot
1.200 €

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Los 827 1
Valens, 364-378.

AV-Solidus, 364/367, Antiochia, 1. Offizin; 4,12 g. Drapierte Büste r. mit Rosettendiadem//Kaiser steht r. mit Kreuzstandarte und Victoria auf Globus, l. im Feld Christogramm. RIC 2 e. Kl. Kratzer, Graffiti auf dem Revers, Rand befeilt, dennoch attraktives Exemplar, sehr schön

Exemplar der Auktion Hirsch Nachf. 264, München 2009, Nr. 743.

Schätzpreis
500 €
Startgebot
400 €

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Los 828 1
Valens, 364-378.

AV-Solidus, 367/375, Treveri, 2. Offizin; 4,42 g. Drapierte Büste r. mit Rosettendiadem//Zwei Kaiser sitzen v. v. mit Globus, dahinter Victoria. RIC 17 e. Kl. Kratzer auf dem Avers, kl. Schrötlingsfehler auf dem Revers, sehr schön

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Erworben 1996.

Schätzpreis
400 €
Startgebot
320 €

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Los 829 1
Valens, 364-378.

AR-Siliqua, 367/375, Antiochia, 1. Offizin; 2,08 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//In Kranz: VOT/X/MVLT/XX. RIC 33 b. Feine, auf dem Revers leicht irisierende Tönung, vorzüglich

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 326, Osnabrück 2019, Nr. 1658.

Schätzpreis
100 €
Startgebot
80 €

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Los 830 1 Video
Valens, 364-378.

AV-Solidus, 368, Nicomedia; 4,51 g. Konsularbüste l. mit Perldiadem, Mappa und Zepter//Zwei Kaiser sitzen v. v., im Abschnitt zwei knieende Gefangene. RIC 16 b. RR Kl. Schürfstelle und Kratzer, kl. Stempelbrüche, fast vorzüglich

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 211, München 2013, Nr. 713; der Sammlung eines Air Force Officers im Ruhestand, Auktion Leu Numismatik AG 7, Winterthur 2020, Nr. 1801 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 402, Osnabrück 2024, Nr. 969.


Dieses Los unterliegt der Regelbesteuerung. / This lot cannot be sold under the margin scheme.

Schätzpreis
3.000 €
Startgebot
2.400 €

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Los 831 1
Procopius, 365-366.

Æ-Centenionalis, Cyzikus, 2. Offizin; 2,84 g. Drapierte Büste l. mit Perldiadem//Kaiser steht v. v., Kopf r., mit Labarum und Schild, oben Christogramm, unten nicht identifiziertes Objekt. RIC 10. Selten, besonders in dieser Erhaltung. Prachtexemplar. Grüne Patina, vorzüglich

Exemplar der Auktion Helios 6, München 2011, Nr. 246; erworben aus dem CNG Inventory, Nr. 459135 (April 2017); der Sammlung Dr. Allan Smith, Electronic Auction CNG 412, Lancaster 2018, Nr. 693 und der Auktion CNG 118, Lancaster 2021, Nr. 1170.

Procopius nahm als Kommandant einer separaten Heeresgruppe am Feldzug Julians gegen die Sasaniden im Jahr 363 teil. Als nach Julians Ermordung Salutius Saturninius Secundus den Purpur abgelehnt hatte, wurde Jovian zum Kaiser erhoben. Dieser schloss einen schändlichen Frieden mit Schapur II., starb allerdings noch auf der Rückreise nach Konstantinopel und wurde von Valentinian I. und dessen Mitregenten Valens abgelöst. Als Valens 365 nach Syrien zog, wurde Procopius, der behauptete, von Julian als Nachfolger bestimmt worden zu sein, von unzufriedenen Truppen als letzter Angehöriger der konstantinischen Dynastie zum Kaiser proklamiert. In der Schlacht bei Nacoleia in Phrygien unterlag er Valens, nachdem seine germanischen Hilfstruppen ihn verlassen hatten. Er wurde hingerichtet und verfiel im Mai 366 der damnatio memoriae.
Den Gegenstand neben dem Christogramm des vorliegenden Typs bestimmt Olbrecht in jüngerer Zeit als Pilz und betont die Einzigartigkeit dieses Bildelements für die kaiserliche Herrschaftsikonographie. Die programmatische Bedeutung sieht er in der Botschaft gegeben, dass Valens wie ein Pilz aus dem Boden gesprossen sei, während Procopius selbst eine dynastische Anbindung an frühere Kaiser vorzuweisen hatte. Dazu: Olbrich, K., Wahrer Kaiser und Kaiserling. Herrschaftsprogrammatik des Kaisers Procopius im Spiegel seiner Münzprägung (365–366 n. Chr.), in: JNG 58 (2008), S. 89–100.

Schätzpreis
500 €
Startgebot
400 €

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Los 832 1
Gratianus, 367-383.

AV-Solidus, 367/375, Treveri; 4,49 g. Drapierte Büste r. mit Lorbeer- und Rosettendiadem//Zwei Kaiser sitzen v. v. mit Globus, dahinter Victoria. RIC 17 g. Min. gewellt, winz. Kratzer auf dem Avers, gutes sehr schön

Im RIC Band IX wird keine Unterscheidung zwischen dem Rosettendiadem und dem Lorbeer- und Rosettendiadem getroffen; bei RIC 17 g kommen allerdings beide Varianten vor. Das einzige in OCRE gelistete Exemplar des vorliegenden Subtype 2 von RIC 17 g (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, ID 7646) ist stempelgleich mit dem vorliegenden Exemplar.

Schätzpreis
1.000 €
Startgebot
800 €

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Los 833 1 Video
Gratianus, 367-383.

AV-Solidus, 367/375, Constantinopolis; 4,49 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Kaiser steht r. mit Speer, Globus und Nimbus. Depeyrot 21/3; RIC 24. Winz. Kratzer, vorzüglich

Exemplar der Auktion Roma Numismatics XXIII, London 2022, Nr. 1121 ("private UK collection").

Gratian wurde im Jahr 367 im Alter von nur acht Jahren von seinem Vater Valentinian I. zum Mitregenten im Westen des Imperiums erhoben. Ab 378 regierte er diesen Teil des Reichs allein. Er residierte zunächst in Trier und verlagerte seinen Hauptsitz erst im Jahr 382 nach Mailand. Durch die Heirat mit Constantia, der Tochter des Constantius II., verband er die valentinianische mit der konstantinischen Dynastie. Er wurde im Zuge der Usurpation des Magnus Maximus ermordet. Münzen wie das vorliegende Stück aus dem Herrschaftsbereich des Valens weisen Gratian im klassischen Princeps iuventutis-Schema als jungen Mitregenten aus.

Schätzpreis
1.000 €
Startgebot
800 €

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Los 834 1
Gratianus, 367-383.

AV-Solidus, 378/383, Thessalonica; 4,44 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Zwei Kaiser sitzen v. v. mit Globus, dahinter Victoria. RIC 34 a. R In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS, Strike: 5/5, Surface: 3/5, brushed (4935528-001). Hohes Relief, min. gereinigt, sonst vorzüglich

Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".

Exemplar der Auktion CNG 50, Lancaster 1999, Nr. 1745 und der Auktion Bertolami Fine Arts ACR 37, London 2017, Nr. 718.

Gratian wurde im Alter von nur acht Jahren von seinem Vater Valentinian I. zum Mitregenten im Westen des Imperiums erhoben, ab 378 regierte er diesen Teil des Reichs allein. Er residierte zunächst in Trier und verlagerte seinen Hauptsitz erst im Jahr 382 nach Mailand. Durch die Heirat mit Constantia, der Tochter des Constantius II., verband er die valentinianische mit der konstantinischen Dynastie. Er wurde im Zuge der Usurpation des Magnus Maximus ermordet.


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Schätzpreis
1.000 €
Startgebot
800 €

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Los 835 1 Video
Valentinianus II., 375-392.

AV-Solidus, 375/378, Treveri, 2. Offizin; 4,46 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Zwei Kaiser sitzen v. v. mit Globus, dahinter Victoria. RIC 39 e. Winz. Kratzer, kl. Randfehler, sehr schön-vorzüglich

Exemplar der Auktion Lanz 56, München 1991, Nr. 802.

Schätzpreis
1.500 €
Startgebot
1.200 €

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