4 HEILIGER STUHL, KIRCHENSTAAT UND VATIKANSTAAT
Orden des hl. Gregors des Großen [Ordo Sanctus Gregorius Magnus] (1831). 1. Ausgabe (mit gravierten, nicht emaillierten Rückseiten der Kreuzarme - bis ca. 1870/80), Großkreuz-Set 2. Klasse für Zivilverdienst [Magna Crucis Classis Civilis Secundam Classis] (von 1831 bis 1834), bestehend aus: Großkreuz, 70,6 x 49,7 mm, Gold tlw. feinst graviert und emailliert, 17,1 g, Abplatzungen und Reparaturen in der roten Emaille von zwei Kreuzarmen, Abplatzung in der Emaille eines Blättchens des Lorbeerkranzes, mit altem, jedoch deutlich späterem Halsband, und Bruststern,74,6 x 73,5 mm, Silber, Auflagen (auf dem Revers vierfach verschraubt) Gold graviert und emailliert, an Nadel, 43,9 g, im originalen alten, feinst geprägten, rotledernen, etwas beriebenen Verleihungsetui mit dem goldfarbenen Wappen Papst Pius IX. (bürgerlich: Giovanni Maria Mastai Ferretti - 1792-1878, Papst seit 1846). HEN Nr. 219 (genau dieses Set!); ZK2 4415, 4417. 2 Von größter Seltenheit II; /IISet unserer Auktion 259 am 9. März 2015, Kat.-Nr. 526. Dort jedoch fälschlicherweise beschrieben als ein Set eines Kommandeurs für Zivilverdienst mit Stern, das jedoch erst unter dem Pontifikat Papst Leos XIII. (bürgerlich: Vincenzo Gioacchino Pecci – 1810-1903, Papst seit 1878) eingeführt worden ist.Von Papst Gregor XVI. (bürgerlich: Bartolomeo Alberto Cappellari - 1765-1846, Papst seit 1831) mit Breve „Quod summis quibusque“ vom 1. September 1831 als zunächst vierklassiger (Großkreuz 1. und 2. Klasse, Kommandeur und Ritter) allgemeiner ziviler und militärischer Verdienstorden gestiftet, wurde das Großkreuz 1. Klasse am Schulterband getragen, das Großkreuz 2. Klasse am Halsband. Mit Breve „Cum amplissma honorum“ vom 30. Mai 1834 wurden u. a. beide Großkreuz-Klassen zu einer vereinigt, wobei alle Ritter des Großkreuzes 2. Klasse in die bis dahin 1. Klasse aufgenommen wurden.