AR-Antoninian, 257/258, Colonia, 1. Emission; 3,73 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Priestergeräte. Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 158, Osnabrück 2009, Nr. 742.
| Schätzpreis | 75 € |
| Zuschlag |
Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.
Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier
AR-Antoninian, 257/258, Colonia, 1. Emission; 3,73 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Priestergeräte. Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 158, Osnabrück 2009, Nr. 742.
| Schätzpreis | 75 € |
| Zuschlag |
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AR-Antoninian, 258/260, Colonia, 6. Emission; 3,02 g. Kopf r. mit Strahlenbinde//Adler steht v. v. auf Globus, Kopf r. Elmer 102; MIR 912 e; RIC 8; Zschucke 97.
Dazu: ein weiterer seltener Antoninian für Divus Valerianus II. (MIR 909 e).
| Schätzpreis | 200 € |
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B-Antoninian, Colonia, 7. Emission; 3,65 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Spes steht l. mit Blume. Im Jahre 260 kam es zum Zerwürfnis zwischen M. Cassianus Latinius Postumus und Silvanus, der in Köln die Regierungsgeschäfte für den jungen Caesar Saloninus führte. Postumus wollte die Beute, die er eingefallenen Germanen abgenommen hatte, an seine Truppen verteilen. Silvanus wollte die Rückgabe an die Eigentümer veranlassen. Postumus wurde zum Kaiser proklamiert, zog nach Köln, schloß die Stadt ein und belagerte sie, was dort zur Ausrufung des jungen Caesar zum Augustus führte. Die Besatzung Kölns lieferte Saloninus und Silvanus aber bald dem Postumus aus, der sie töten ließ. Die außerordentlich seltenen Prägungen des Saloninus als Augustus bilden den Schluss der Prägung des valerianisch-gallienischen Hauses in Köln.
| Schätzpreis | 1.500 € |
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Æ-Doppelsesterz, Colonia; 23,6 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Salus sitzt l. und füttert Schlange. Exemplar der Auktion Grün 73, Heidelberg 2017, Nr. 571; der Auktion Grün 75, Heidelberg 2018, Nr. 684 und der Auktion Grün 78, Heidelberg 2020, Nr. 287. Münzstätte und Datierung sind umstritten. Pierre Bastien führt diesen Typ der sitzenden Salus zweimal auf. Die Nr. 32 ordnet er dabei der Münzstätte Colonia zu, während Nr. 149 dem 2. Atelier, einer möglicherweise irregulären Münzstätte, zugewiesen wird. Im RIC² ist der Reverstyp nur einmal aufgenommen, der Münzstätte Treveri zugewiesen und in die Jahre 260/261 datiert. Jerome Mairat bezieht sich dabei auch auf einen Aufsatz von Daniel Gricourt (L'affaire du "graveur non classé" de Postume: une énigme résolue, Schweizer Münzblätter 43 (1993), S. 88-95), in dem dieser über Stempelkopplungen der vermeintlich irregulären Prägungen mit offiziellen Reichsgeprägen die Existenz des "2. Ateliers" widerlegt. Carl Friedrich Zschucke, bildet den Revers dieser Münze auf S. 120 unter "Die Rückseiten aus Köln" ab, den Avers allerdings auf S. 122 unter "Vorderseiten der Doppelsesterze des sog. 2. Ateliers (Trier)".
| Schätzpreis | 150 € |
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Æ-Dupondius, 2. Atelier; 10,72 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Neptun steht l. mit Delfin und Dreizack, davor Prora. Exemplar der Auktion Grün 59, Heidelberg 2012, Nr. 468. Pierre Bastien weist diese Prägung einer möglicherweise irregulären Münzstätte, dem sogenannten "2. Atelier", zu. Die Existenz dieser Münzstätte ist jedoch umstritten. So spricht sich beispielsweise Daniel Gricourt (L'affaire du "graveur non classé" de Postume: eune énigme résolue, Schweizer Münzblätter 43 (1993), S. 88-95) dagegen aus und begründet dies mit Stempelkopplungen zwischen dem "2. Atelier" und regulären Reichsprägungen.
| Schätzpreis | 150 € |
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Æ-Antoninian, 260, Colonia, 1. Emission; 3,09 g. IMP C M CASS LAT POSTIMVS AVG Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Flußgott Rhenus lagert l. mit Krug und Schilfrohr, davor Prora. Die Münzstätte ist umstritten. Im RIC² wird das Stück der Münzstätte Trier zugewiesen. Der Schreibfehler POSTIMVS in der Averslegende, auf den Roger Bland und Edward Besley in ihrer Beschreibung des Cunetio Treasure zuerst hingewiesen haben (Besley, E./Bland, R., The Cunetio Treasure. Roman Coinage of the Third Century AD, London 1983, S. 44.) hat die Diskussion um die Lokalisierung der Münzstätte angeheizt. Carl Friedrich Zschucke hielt den Schreibfehler nicht für ein schlagendes Argument gegen die Münzstätte Köln. Zur Diskussion siehe Zschucke, C. F., Die römische Münzstätte Köln, Trier 1993, S. 7.
Die noch stark den Porträts des Gallienus ähnelnde Büste auf dem Avers zeigt jedenfalls, dass der Stempelschneider zuvor in einer bestehenden Münzstätte für die Gallienusfamilie gearbeitet hat.
Jerome Mairat schlägt im RIC² (S. 59) durch die Zuweisung des Münztypus nach Trier eine Deutung des ungehörnten Flussgottes als Mosella vor. Die Mosel durchquert die Stadt Trier und stellt damit wie der Rhein einen wichtigen regionalen Bezugspunkt dar. Lediglich der gehörnte Flussgott sei möglicherweise weiterhin als Rhenus zu bestimmen.
| Schätzpreis | 125 € |
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Æ-Doppelsesterz, 260, Colonia; 28,99 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Kaiser auf Pferd l. grüßt drei Soldaten r. mit Standarten. Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 220, München 2014, Nr. 1754 und der Auktion Roma Numismatics XIV, London 2017, Nr. 797. Münzstätte und Datierung sind umstritten. Wir folgen an dieser Stelle Pierre Bastien. Im RIC² wird das Stück jedoch der Münzstätte Treveri zugewiesen und in die Jahre 260/261 datiert.
| Schätzpreis | 300 € |
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Æ-Sesterz, 260, Colonia; 14,1 g. Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Salus steht r. und füttert Schlange aus Patera. Exemplar der Auktion Grün 59, Heidelberg 2012, Nr. 444. Die Münzstätte ist umstritten. Wir folgen an dieser Stelle Pierre Bastien. Im RIC² wird das Stück jedoch der Münzstätte Treveri zugewiesen.
| Schätzpreis | 100 € |
| Zuschlag |
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Æ-Abschlag von den Stempeln des Antoninian, 261, Colonia, 5. Emission; 8,85 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Kaiser steht l. mit Globus und Zepter. Solche Abschläge und übergroßen Schrötlinge sind wohl als Münzproben zu interpretieren (vergl. Göbl, Antike Numismatik, Nr. 306 A) und sind somit nicht nur außerordentlich selten, sondern auch hochinteressant.
| Schätzpreis | 200 € |
| Zuschlag |
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Æ-Doppelsesterz, 261, Colonia; 18,08 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Galeere (navis lusoria) l. Bastien 87; Elmer 243; RIC² 93. Felder des Revers min. geglättet, sonst attraktives Exemplar, sehr schön Münzstätte und Datierung sind umstritten. Wir folgen an dieser Stelle Pierre Bastien. Im RIC² wird das Stück jedoch der Münzstätte Treveri zugewiesen und in die Jahre 260/261 datiert. Die Naves lusoriae wurden Mitte des 3. Jahrhunderts eingeführt. Die sehr schlanken und flachgehenden Schiffe wurden bis in die Spätantike in römischen Flußflotten eingesetzt und spielten militärisch eine bedeutende Rolle. So gelangte Julianus II. Apostata im Bürgerkrieg gegen Constantius II. mit 3000 Mann in nur elf Tagen von Ulm nach Sirmium - dies bedeutet, dass bei 30 Ruderern und 20 Mann Zuladung der Kaiser die Fahrt mit 60 Naves lusoriae unternahm. Einer der größten Vorteile dieses Schifftyps war ja, dass er nur eine minimale Zeit der Einweisung benötigte und daher mit regulären Landtruppen bemannt wurde. Anhand der in Mainz gefundenen Naves lusoriae wurde 2004 an der Universität Regensburg eine Lusoria nachgebaut, siehe Ferkel/Konen/Schäfer, Navis Lusoria. Ein Römerschiff in Regensburg, St. Katharinen 2004. Postumus propagierte diesen Schiffstyp auf seinen Münzen in ungewöhnlicher Weise.
| Schätzpreis | 100 € |
| Zuschlag |
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Æ-Doppelsesterz, 261, Colonia; 21,98 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Hercules steht r. mit Keule, Löwenfell und Bogen. Exemplar der Auktion Münzen und Medaillen GmbH 45, Weil am Rhein 2017, Nr. 869. Münzstätte und Datierung sind umstritten. Wir folgen an dieser Stelle Pierre Bastien. Im RIC² wird das Stück jedoch der Münzstätte Treveri zugewiesen und in die Jahre 260/261 datiert. Die Deutung des Reverses von Alföldi als Hercules von Köln-Deutz (Studien zur Geschichte der Weltkrise des 3. Jahrhunderts nach Christus, Darmstadt 1967, S. 367) wird in der neueren Forschung angezweifelt: Demnach wurde der Hercules Deusoniensis in Deuso verehrt - jenem Ort, an dem Postumus wohl von den Truppen zum Kaiser ausgerufen wurde. Dazu und zu der Lokalisierung von Deuso siehe Wenskus, Reinhard, Religion abâtardie. Materialien zum Synkretismus in der vorchristlichen politischen Theologie der Franken, in: Keller, Hagen (Hg.), Iconologia Sacra - Mythos, Bildkunst und Dichtung in der Religions- und Sozialgeschichte Alteuropas, Festschrift für Karl Hauck zum 75. Geburtstag, Berlin u. a. 1994, S. 204 f.
| Schätzpreis | 100 € |
| Zuschlag |
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Æ-Doppelsesterz, 261, Colonia; 15,36 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Hercules steht r. mit Keule, Löwenfell und Bogen. Exemplar der Auktion Hirsch Nachf. 190, München 1996, Nr. 1135. Münzstätte und Datierung sind umstritten. Wir folgen an dieser Stelle Pierre Bastien. Im RIC² wird das Stück jedoch der Münzstätte Treveri zugewiesen und in die Jahre 260/261 datiert. Die Deutung des Reverses von Alföldi als Hercules von Köln-Deutz (Studien zur Geschichte der Weltkrise des 3. Jahrhunderts nach Christus, Darmstadt 1967, S. 367) wird in der neueren Forschung angezweifelt: Demnach wurde der Hercules Deusoniensis in Deuso verehrt - jenem Ort, an dem Postumus wohl von den Truppen zum Kaiser ausgerufen wurde. Dazu und zu der Lokalisierung von Deuso siehe Wenskus, R., Religion abâtardie. Materialien zum Synkretismus in der vorchristlichen politischen Theologie der Franken, in: Keller, H. (Hg.), Iconologia Sacra - Mythos, Bildkunst und Dichtung in der Religions- und Sozialgeschichte Alteuropas, Festschrift für Karl Hauck zum 75. Geburtstag, Berlin u. a. 1994, S. 204 f.
| Schätzpreis | 75 € |
| Zuschlag |
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Æ-Doppelsesterz, 261, Colonia; 23,18 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Hercules Magusanus steht r. mit Keule und Löwenfell. Münzstätte und Datierung sind umstritten. Wir folgen an dieser Stelle Pierre Bastien. Im RIC² wird das Stück jedoch der Münzstätte Treveri zugewiesen und in die Jahre 260/261 datiert. In der Bezeichnung "Hercules Magusanus" kommen ein römisches und ein nichtrömisches Element zusammen. Die Darstellung des Gottes ist rein römisch. Inschriftlich ist der Gott vom 1.-3. Jahrhundert n. Chr. belegt; er war eng mit der Civitas Batavorum - und militärisch mit den Bataverkohorten - verbunden. Siehe Petermandl, Werner/Spickermann, Wolfgang, Hercules Magusanus, in: Matijevic, Kresimir/Wiegels, Rainer (Hrsg.), Kultureller Transfer und religiöse Landschaften, Berlin 2021, S. 81-96.
| Schätzpreis | 125 € |
| Zuschlag |
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B-Antoninian, 262, Colonia, 9. Emission; 3,29 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Providentia steht v. v., Kopf l., mit Stab und Füllhorn, auf Säule gestützt, zu ihren Füßen Globus. Exemplar der Auktion Grün 29, Heidelberg 2000, Nr. 971. Münzstätte und Datierung sind umstritten. Wir folgen an dieser Stelle Carl Friedrich Zschucke. Im RIC² wird das Stück jedoch der Münzstätte Treveri zugewiesen und in das Jahr 263 datiert.
| Schätzpreis | 75 € |
| Zuschlag |
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B-Antoninian, 263, Colonia, 11. Emission; 3,01 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde// Geflügelter Caduceus. Münzstätte und Datierung sind umstritten. Wir folgen an dieser Stelle Carl Friedrich Zschucke. Im RIC² wird das Stück jedoch der Münzstätte Treveri zugewiesen und in die Jahre 266/267 datiert.
| Schätzpreis | 40 € |
| Zuschlag |
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B-Antoninian, 263, Colonia, 11. Emission; 3,76 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Fortuna sitzt l. mit Steuerruder und Füllhorn. Münzstätte und Datierung sind umstritten. Wir folgen an dieser Stelle Carl-Friedrich Zschucke. Im RIC² wird das Stück jedoch der Münzstätte Treveri zugewiesen und in die Jahre 266/267 datiert.
| Schätzpreis | 75 € |
| Zuschlag |
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B-Antoninian, 264, Colonia, 12. Emission; 3,39 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Mars steht l. mit Schild und Speer. Münzstätte und Datierung sind umstritten. Wir folgen an dieser Stelle Carl-Friedrich Zschucke. Im RIC² wird das Stück jedoch der Münzstätte Treveri zugewiesen und in die Jahre 266/267 datiert.
| Schätzpreis | 125 € |
| Zuschlag |
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B-Antoninian, 264, Colonia, 13. Emission; 3,14 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Diana geht r. mit Bogen und führt eine Hirschkuh. Münzstätte und Datierung sind umstritten. Wir folgen an dieser Stelle Carl-Friedrich Zschucke. Im RIC² wird das Stück jedoch der Münzstätte Treveri zugewiesen und in die Jahre 266/267 datiert. Der interessante Reverstyp mit der Diana Redux ist außerordentlich selten und erscheint nur unter Postumus. Teils wird der Typ mit der Verletzung des Gallienus in Verbindung gebracht, die der Kaiser bei der Belagerung des Usurpators Postumus erlitt und die ihn zum Abbruch des schon gewonnen geglaubten Feldzuges zwang, siehe Jerome Mairat, The Coinage of the Gallic Empire, Trinity 2014, S. 133.
| Schätzpreis | 75 € |
| Zuschlag |
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B-Antoninian, 266, Colonia, 15. Emission; 3,19 g. Kopf l. mit Strahlenbinde, Keule und Löwenfell//Bogen, Keule und skythischer Köcher. Münzstätte und Datierung sind umstritten. Wir folgen an dieser Stelle Carl Friedrich Zschucke. Im RIC² wird das Stück jedoch der Münzstätte Treveri zugewiesen und in das Jahr 268 datiert.
| Schätzpreis | 100 € |
| Zuschlag |
Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.
B-Antoninian, 266, Colonia, 15. Emission; 3,2 g. Kopf l. mit Strahlenbinde, Keule und Löwenfell//Jupiter steht v. v., Kopf r., mit Zepter und Blitz. Münzstätte und Datierung sind umstritten. Wir folgen an dieser Stelle Carl-Friedrich Zschucke. Im RIC² wird das Stück jedoch der Münzstätte Treveri zugewiesen und in das Jahr 268 datiert.
| Schätzpreis | 100 € |
| Zuschlag |